Irgendwie wird man auch nicht jünger. Natürlich – so hat mal irgendwer so treffend gesagt – kann man sich mit über 40 noch genauso fühlen wie mit knapp über 20, aber eben nur noch eine halbe Stunde am Tag. ;-) Die ersten Zipperlein kommen früher oder später immer. So tut mir beispielsweise eine Hand weh, genauer gesagt: die rechte. Mal ist es auch weniger, manchmal bin ich fast schmerzfrei, aber zur Zeit wird es wieder immer schlimmer. Ich hoffe so ein wenig auf das schöne Wetter im Verlauf des Monats Mai, wo die Schmerzen wieder nachlassen werden.

“Was von allein kommt, geht auch wieder von allein.” Diese Meinung hört man bei so manchem Zipperlein immer mal wieder. Betroffene versuchen erst, die Schmerzen zu ignorieren, bis das nicht mehr hilft. Je nach persönlichem Temperament massieren sie auch die betroffene Hand, drücken sie zusammen, pressen sie gegen Mauern und versuchen es mit kalten oder heißen Güssen. Kurzfristig scheint man damit Erfolg zu haben, aber der Schmerz kommt wieder. Es gibt sogar Leute, die mit der linken auf die rechte Hand hauen, um das Problem zu lösen; wenn überhaupt, so hilft das immer nur kurzfristig.

Wem sowas nicht liegt, der versucht es mit Ablenkung, versucht, intensiver zu Leben, das Leben mehr zu genießen. Das macht ja durchaus auch Spaß. Sich mit anderen Partymenschen zu treffen, bringt Freude und lenkt wunderbar von der schmerzenden rechten Hand ab. Wieder andere verkriechen sich, versuchen den Schmerz auszusitzen und ängstigen sich sehr darüber, hoffen, dass es nicht noch schlimmer wird, und befürchten Krebs, Rheuma oder anderes unheilbares.

Dabei liegt die Linderung und Heilung eigentlich auf der Hand, sie ist aber eventuell nicht einfach und billig. Der erste Schritt sollte den Patienten zu einem Fachmann führen, der die Ursachen für die Schmerzen in der Hand genau analysiert. Ist die Ursache erkannt, kann ein Heilungsplan aufgestellt werden. Jetzt kommt es aber darauf an, dass wirklich der ganze Körper mitwirkt. Herz, Hirn, Magen, die gesammelten Gliedmaßen und selbst das A….loch vom Dienst stehen hinter dem Plan zur Gesundung und wirken zusammen, so dass die Beschwerden sich auflösen und die Probleme gelöst werden. Die Therapie könnte eine Weile dauern und vielleicht stellt sich die ursprüngliche Diagnose in Verlauf als nicht zustimmend heraus. Aber das kann man im laufenden Heilungsprozess immer korrigieren.

Nächste Woche gehe ich zum Hausarzt, der wird mich wegen meiner schmerzenden rechten Hand beraten. Bevor der Schmerz auf den ganzen Körper übergreift, ist das sicher der beste Weg. Nur Mut! So schlecht wie sein Ruf ist unser Gesundheitswesen nicht. Vermutlich werde ich meinen Lebenswandel etwas ändern müssen, aber wenn ich dadurch schmerzfrei werde, ist mir das sehr recht.