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Wenn der liebe Gott sich im Himmel langweilt, dann öffnet er das Fenster und betrachtet die Boulevards von Paris.
Heinrich Heine

Ich beschäftige mich nicht mit dem, was getan worden ist. Mich interessiert, was getan werden muss.
Marie Curie

Es ist besser, für das, was man ist, gehasst, als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden.
André Gide

Wer spät zu Bett geht und früh heraus muss, weiß, woher das Wort Morgengrauen kommt.
Robert Lembke

Für mich ist es am schönsten im Kaffeehaus. Man ist nicht zu Haus und doch nicht an der frischen Luft.
Peter Altenberg

Die Idee ist, jung zu sterben – aber so spät wie möglich.
Ashley Montagu

Man kann in Kinder nichts hineinprügeln, aber vieles herausstreicheln.
Astrid Lindgren

Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern.
André Malraux

Eine Vernunftehe ist nicht selten ein Geschäft, bei dem sich beide verrechnen.
Bette Davis

Die Eifersucht lässt dem Verstand niemals genügend Freiheit, um die Dinge zu sehen, wie sie sind!
Miguel de Cervantes

Echte Freunde zeigen sich, wenn du in einen Skandal verwickelt bist.
Elizabeth Taylor

Die größte Ehre, die man einem Menschen antun kann, ist die, dass man zu ihm Vertrauen hat.
Matthias Claudius

In Liebesdingen kann jede Frau schneller hören als der Mann zu sprechen vermag.
Helen Rowland

Wer nicht kann, was er will, muss wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht.
Leonardo da Vinci

Denk falsch, wenn du magst, aber Denk um Gottes Willen für dich selber.
Doris Lessing

Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera.
Gisèle Freund

Was ich an Fotos mag, ist, dass sie einen Moment festhalten, der für immer weg ist und den man unmöglich reproduzieren kann.
Karl Lagerfeld

Kein Geist ist in Ordnung, dem der Sinn für Humor fehlt.
Samuel Coleridge

Die akademische Freiheit ist die Freiheit, so viel lernen zu dürfen, wie man nur will.
Rudolf Virchow

Die Jugend wäre eine schönere Zeit, wenn sie erst später im Leben käme.
Charlie Chaplin

Der moderne Mensch in seiner Grausamkeit hat ein elftes Gebot erfunden: Du darfst nicht alt aussehen.
Michel Simon

Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus 2 Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.
John F. Kennedy

Zyniker ist, wer alle menschlichen Handlungen in zwei Gruppen einteilt: offenkundig schlechte und verschleierte schlechte.
Henry Ward Beecher

EDV-Systeme verarbeiten, womit sie gefüttert werden. Kommt Mist rein, kommt Mist raus.
André Kostolany

Wenn du immer alle Regeln befolgst, verpasst du den ganzen Spaß.
Katharine Hepburn

Arbeit ist einer der besten Erzieher des Charakters.
Samuel Smiles

Der Wunsch, ein Tier zu halten, entspringt einem uralten Grundmotiv - nämlich der Sehnsucht des Kulturmenschen nach dem verlorenen Paradies.
Konrad Lorenz

Früher litten wir an Verbrechen, heute an Gesetzen.
Tacitus

Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
Antoine de Saint-Exupery

Das erste Anzeichen wirklicher Liebe ist bei einem jungen Mann Schüchternheit, bei einem jungen Mädchen Kühnheit.
Victor Hugo

Eine Beziehung wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.
Kenneth Branagh

Antiquitäten sind Sachen von gestern nach dem Geschmack von heute zu den Preisen von morgen.
Liselotte Pulver

Frauen, die sich zu schnell erobern lassen, organisieren den Widerstand später im Untergrund.
Jean-Paul Belmondo

Junge Leute leiden weniger unter eigenen Fehlern als unter der Weisheit der Alten.
Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues

Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muss oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.
Kurt Tucholsky

Ganz und gar man selbst zu sein, kann schon einigen Mut erfordern.
Sophia Loren

Freundschaft ist eine Tür zwischen zwei Menschen. Sie kann manchmal knarren, sie kann klemmen, aber sie ist nie verschlossen.
Balthasar Gracián y Morales

Warum soll ich heiraten und einen Mann unglücklich machen, wenn ich Single bleiben und tausend unglücklich machen kann.
Sarah Jessica Parker

Wenn ein Mann will, dass seine Frau zuhört, braucht er nur mit einer anderen zu reden.
Liza Minnelli

Unter Intuition versteht man die Fähigkeit gewisser Leute, eine Lage in Sekundenschnelle falsch zu beurteilen.
Friedrich Dürrenmatt

Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum.
Marcus Aurelius

Wesentliche Dinge im Leben sind nicht zuletzt der Humor und die Fähigkeit, über sich selbst zu lachen.
Yehudi Menuhin

Es ist besser, sich mit zuverlässigen Feinden zu umgeben, als mit unzuverlässigen Freunden.
John Steinbeck

Die Erbarmungsloseste Waffe ist die gelassen Darlegung der Fakten.
Raymond Barre

Männer sind Menschen, bei denen Pubertät und Midlife Crisis ineinander übergehen.
Graf Fito

Macht ist das stärkste Aphrodisiakum.
Henry Kissinger

Herr, gib mir die Kraft und den Mut, mein Herz und meinen Körper ohne Ekel zu betrachten.
Charles Baudelaire

Man ist glücklich verheiratet, wenn man lieber heimkommt als fortgeht.
Heinz Rühmann

Eine gute Regierung ist wie eine geregelte Verdauung; solange sie funktioniert, merkt man von ihr kaum etwas.
Erskine Caldwell

Wer immer nur funktioniert, entzieht sich dem Abenteuer des Lebens.
Armin Mueller-Stahl

Es ist besser, zu genießen und zu bereuen, als zu bereuen, dass man nicht genossen hat.
Giovanni Boccaccio

Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das, was übrig bleibt, die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist.
Sir Arthur Conan Doyle

Vertraue nur dir selbst, wenn andere an dir zweifeln, aber nimm ihnen ihre Zweifel nicht übel.
Joseph Rudyard Kipling

Ein Fußgänger ist ein glücklicher Autofahrer, der einen Parkplatz gefunden hat.
Joachim Fuchsberger

War es Zufall, originelle Idee oder einfach nur eine falsch zusammengebaute Speisekarte? Aber wenn man den kulinarischen Katalog öffnet und er beginnt mit der Getränkekarte, dann kann man das auch als Wink mit dem Zaunpfahl verstehen. Wobei: Die Getränkekarte konnte sich durchaus sehen lassen, fand man darin nicht die übliche Mischung sondern auch - neben den Standards - eine Reihe Exoten, die neugierig machen und wiederholte Besuche zum Abarbeiten der geistreichen Getränke nahe legen. Das geht über Gin á la Monkey 47 über Cider bis hin zu hausgemachten Limonaden. 

Findet man dann die Speisekarte, zeigt die sich als bunte Mischung zahlreicher, aber übersichtlicher und Genuss versprechender Gerichte. Man soll ja mit Klischees und Verallgemeinerungen vorsichtig sein, aber: da ist für jeden was dabei. Und das in mehrfacher Hinsicht. Die verschiedensten Geschmacksrichtungen werden bedient - auch kasteiende - und auch die Preisbandbreite ist beachtlich. Nehmen wir mal nur die Hauptgerichte (oder das, was man darunter verstehen kann), so kann man für knapp 10€ satt werden, aber auch für knapp 30€. Mittagsgerichte gibt es sogar unter 7€. 

Ein schöner Abend nach einem gelungenen Tagwerk brachte uns ins Restaurant. Es fand sich auch noch ein Tisch, und so konnte das Tafeln beginnen. Es war wirklich ein schöner Abend, die Sonne schien von einem wolkigen Himmel und ich saß mit Blick auf unsere Konzertkirche, die herrlichst beschienen wurde. Das sah sehr angenehm aus, sollte sich später aber noch als kleiner Nachteil erweisen. Die anderen hatten eher einen Blick ins Restaurant und konnten so das Ambiente genießen, dass ich nur beim Betreten kurz wahrnahm. Angenehm, vielleicht etwas kühl, aber nicht ungastlich. Leicht irritierend war eher ein Luftzug, der durch die Lüftungsanlage verursacht wurde. Aber ein kleines Stühlerücken löste auch das Problem. Das ist der Vorteil, wenn man an einem runden Tisch Platz genommen hat. 

Aber der Service lief, also ging zügig, da es sicher blöd wäre, wenn er wirklich liefe. Die Karten kamen und in angemessener Zeit konnten die Bestellungen für die Getränke und das Essen (wie immer Vorspeise und Hauptgericht) abgegeben werden. Das Timing des Abends konnte als gut zusammengefasst werden: keine übermäßige Wartezeiten, aber auch kein Gedrängel am Tisch. Nur bei der Zubereitung von Mischgetränken muss wohl noch ein wenig geübt werden. Standards und Flaschenware kamen formvollendet an den Tisch. Ich war dabei etwas in Experimentierlaune und genoss mein mir neues Getränk mit einem herrlichen Blick auf den Turm der Konzertkirche, der immer noch von einer, mir nicht sichtbaren Abendsonne beschienen wurde. 

Die Vorspeise bekam dann auch ihren Auftritt. Zwei Suppen und ein paar Scheiben Bruscetta erschienen in Servicebegleitung am Tisch. Während die Spargel- (es gab eine Extra-Spargelkarte) und die Tomaten-Papaya-Suppe durchaus mundeten, waren die italienischen Brotscheiben nur ein müder Abklatsch ihres Vorbildes, obwohl sie recht ansprechend, vielleicht etwas überladen aussahen. Aber beim "frisch gerösteten Baguettebrot" stimmten alle drei Worte nicht. Es schmeckte alt, unter "geröstet" verstehe ich auch etwas mehr als nur angetrocknet und das Baguettebrot ist vielleicht unter dem Namen gekauft worden, war aber dann eher ein deutsches Baguette, also eher ein Kaviarbrot oder ein in Scheiben geschnittenes Brötchen. Die gehackten Tomaten oben drauf waren süß (Zucker und Salz verwechselt?), das Knoblaucharoma fehlte völlig. Das habe ich beim Italiener schon mal besser gegessen.

Den Hauptgerichten zu eigen war eine angenehme Größe der Portionen. Ob das der gewählten Vorspeise anzurechnen ist oder eher ein Zufall war, lässt sich nach einem einmaligen Besuch nicht einschätzen. Die Portionsgrößen an den anderen einsehbaren Tischen war schon mächtiger, aber es waren auch andere Gerichte. Auf der Karte steht auch ein Ribeye Dry Aged, was ich sehr verlockend finde. Da es aber auch das teuerste Gericht der Karte ist, muss die Küche erstmal zeigen, was sie kann, und so landeten drei andere Gerichte gut untertellert auf dem Tisch: Kalbsleber "Venezianische Art", auf der Haut gebratenes Zanderfilet und (von der Spargelkarte) Schweineschnitzel an frischem Spargel.

Wer irgendwann mal in Schule, Ausbildung oder Studium mit den Grundlagen der Elektronik zu tun hatte und sich dunkel an den Aufbau von Transistoren erinnert, wird NPN- und PNP-Transistoren zumindest als schon mal gehörte Begriffe wiedererkennen. PNP steht in der Kulinarik aber auch für eine besondere Art von Schnitzel: Paniermehl-Nichts-Paniermehl. Warum ich darauf komme? Ich weiß auch nicht. Aber auf die Idee, aus dem Schweinefilet ein Schnitzel zu machen, muss man erstmal kommen. Warum aber auch nicht, man kann auch edles Rinderfilet häckseln, in Soße ertränken und es Bœuf Stroganoff nennen. Das themenauslösende Schnitzel zeichnete sich durch eine carpacciohafte Dünne aus, dessen Panierung eine industrielle Herstellung nahelegte, was enttäuschte. Über die als "Bratkartoffeln" bezeichnete Beilage schweigt des Kritikers Höflichkeit, ebenso über die allgemeine Trockenheit des Gerichtetes, die sich in der nachträglichen Auswertung des Essens als Missverständnis bzw. Kommunikationsfehler zwischen Gast und Service herausstellte. 

Ob die venezianische Kalbsleber mit ihren Begleitern gut aussah und schön angerichtet war, kann leider nicht beschrieben werden. Zum Zeitpunkt des Servierens hatte die Abendsonne eine Stelle erreicht, die zwar immer noch den Turm der Konzertkirche beleuchtete, mir aber direkt in die Augen schien. So nahm ich das Bild auf dem Teller nur schemenhaft war. Aber wir haben ja durch diverse Berichte aus dunklen Restaurants gelernt, dass ein Nichtsehen des Essens die Konzentration der Sinne auf Geruch und Geschmack bedeutet. So war relativ einfach festzustellen, dass die beigelegten Zwiebeln wirklich mit Marsala zubereitet waren. Nur der namensgebende Knoblauch im Knoblauch-Kräuter-Pürree war sehr dezent. Was dem Püree als solchem übrigens nicht zum Nachteil gereichte, das war auch ohne sehr lecker und erfreulich selbstgemacht. Die Leber war auf den Punkt gegart, saftig, aber nicht "rare", mit einem Wort: superlecker. 

Dezent gewürzt scheint so ein wenig ein Grundkonzept zur Zeit in Neubrandenburg zu sein. An einigen Stellen hierorts werden an sich leckere Speisen angeboten, deren Würzung auf unterstem Level angesiedelt ist. Oder ist Salz oder Chili mittlerweile so teuer, dass man es nur noch wenig einsetzen kann, wenn man die Preise nicht erhöhen will? Das gute ist nur, dass man zumindest nachsalzen kann, wenn denn Salz zur Verfügung steht. Im Imbissbereich sieht das meist schwierig aus, im Restaurant steht eine entsprechende Menagerie auf dem Tisch. So konnte ein wenig nachgeholfen werden. Aber ins Innerste geht die Würzung dann auch nicht mehr. Was soll uns diese Philosophiererei sagen? Am Zander fehlte mindestens Salz. Weitere Details sind mir nicht mehr erinnerlich, die Begeisterung über das Essen hielt sich in Grenzen. 

Fassen wir zusammen: Eine ambitionierte Karte in einem angenehmen Restaurant, deren Umsetzung auf dem Geschirr noch etwas Luft nach oben lässt. Das Dry Aged Ribeye-Steak werde ich dort vorerst nicht bestellen, das Risiko ist mir zu groß, dass ich viel Geld für ein nicht perfekt zubereitetes Gericht ausgebe. Aber es lohnt sicher, "Das Krauthof" öfter mal zu besuchen und die Entwicklung zu verfolgen. Immerhin ist es noch nicht so lange offen, da läuft sich sicher noch was ein.