Archiv für die Rubrik ‘Technik’

Die Leuchte der Erkenntnis

Das Auto ist ja eine feine Sache. Es bringt uns hier- und dorthin und für den einen oder anderen gilt es auch als Schwanzverlängerung Statussymbol. Die technische Entwicklung geht nicht an dem Vehikel auch nicht vorüber; aber manchmal fragt man sich doch,  ob manches schon so fortschrittlich ist, wie man es eigentlich erwarten darf.

In der letzten Zeit sind mir immer öfter PKW mit defekten Nebelscheinwerfern aufgefallen. Es ging meist immer nur einer, in Einzelfällen sah ich den auch gerade an- oder ausgehen. Ob hier gerade geschaltet wurde oder doch ein Wackelkontakt vorlag, konnte ich natürlich nicht feststellen. Aber diese Nebelscheinwerfer schienen auch noch lose zu sein, leuchteten sie doch nicht nur nach vorn, was eher dann für einen Wackelkontakt und lose Aufhängung sprach …

Aber, und das ist die “Moral von der Geschicht’”, was lernen wir daraus? Man soll sich nicht Gedanken über etwas machen, wovon man eine Ahnung hat, und die dann auch noch in einem Blog oder anderswo veröffentlichen. Der autophile Leser dieser Zeilen wird schon erkannt haben, dass es sich bei den beschriebenen Lampen nicht um die Nebelscheinwerfer gehandelt hat. Vor allem das Detail, dass der “Wackelkontakt” immer am Anfang und am Ende einer Kurve auftrat, bringt es an den Tag, dass ich wohl auf (nachträglich installierte) Kurvenlichter reingefallen bin. *mmmpf*

 

 

Kochen mit Anregung

Was macht der ambitionierte Hobbykoch, der zum einen einer interessanten Sendung im Fernsehen folgen möchte, andererseits aber auch noch eine Kochexperimentalzutat im Kühlschrank hat? Erschwerend kommt hinzu, dass das Programm, das angesehen werden soll, irgendwie gerade nicht mit dem Fernseher empfangbar ist?

Glück im Unglück: DMAX ist erfreulicherweise ein Sender, der auch mittels der Internet-TV-Plattform Zattoo anzusehen ist. Also bauen wir mal ein wenig was auf: W-LAN, Netbook, Aktivlautsprecher (batteriebetrieben), Notenständer, Küche, Fotoapparat:

Das Gesamtensemble sieht dann so aus und alles ist machbar. Die Aktivlautsprecher sind eigentlich nur dabei, weil die Quäker des Netbooks gegen die Arbeitsgeräusche beim Kochen sicher nicht ankommen. Und nebenher kann man dann doch noch fernsehen.

Die kleinen Lautsprecher sind erstaunlich gut, der batteriebetriebene Verstärker liegt hinter dem Monitor, auf dem junge Zwiebeln zu sehen sind, die zu einer kleinen spanischen Leckerei verarbeitet werden. Was es in meiner Küche gab, gibt es beim Herdnerd zu sehen.

 

Wer kauft denn sowas?

Also ich unlängst meinem Briefkasten ein Werbeblatt des Rosa-Riesen-Shops entnahm, fand ich darin u.a. ein Kommunikationsgerät, für dass ich mich durchaus erwärmen könnte. Der große gedruckte pinke Preis lockte, die Fußnote erstaunte. Wir rechnen:

79,95 € Gerätepreis
99,95 €/Monat Tarifpreis bei 24 Monaten Mindestlaufzeit
24,95 € Anschlussgebühr
Summe: 2503,70 €

Kaufe ich mir das gleiche Gerät bei einem Standardonlineshop, bestücke ihn mit einer Discounter-SIM-Karte, dann ergibt sich:

447,71 € Gerätepreis
9,90 €/Monat Tarifpreis ohne Mindestlaufzeit
4,90 € Anschlussgebühr (5 € Startguthaben)
Summe (um es vergleichbar zu machen auf 2 Jahre hochgerechnet): 685,21 €

Der Zweijahrespreis beim Rosa Riesen ist fast viermal so hoch wie das vertragsfreie Angebot. Vermutlich enthält er Features, die im Discountvertrag nicht enthalten sind. Hier steht aber die Frage nach dem Sinn. Die Vorteile, sollte es sie geben, erschließen sich aus dem Werbeblatt nicht.

 

Google schafft sich ab

“Ich weiß nicht, was soll es bedeuten …?” schrieb der Dichter 1824, dabei kannte Heinrich Heine Google gar nicht. Der Primus im Internet layoutet und baut seine Dienste um, zum Vorteil scheint es ihm aber nicht zu gereichen. Alles folgt dem großen Stern … ähm … Plus, unter dem sich wohl früher oder später alles unterordnen soll. Dagegen ist grundsätzlich erst mal noch nichts zu sagen.

Aber was da im Moment umgebaut wird, ist eher ein Abbau als eine Innovation. Aktuelles Beispiel ist der Google Reader, mit dem man nicht nur Newsfeeds abonnieren konnte, um ja keine Änderung auf irgendeiner Webseite zu verpassen, sondern auch einzelne Artikel in diesen Feeds markieren und sortieren konnte. Mit ein bisschen Geschick konnte man daraus ein einfach zu bedienendes Redaktionssystem bauen; einzelne Seiten in diesem und in befreundeten Blogsm und Webseiten basieren maßgeblich darauf: hier die Medienschau, die Meldungen und die Blogschau bei Freitag nach eins, die anderen Kochblogs beim Herdnerd und mehr oder weniger alles bei NBBlogs.de.Noch laufen die Dienste zwar, aber konfiguriert werden kann schon nichts mehr. Es ist also eine Frage der Zeit, wann Schluss ist. Was dann aus den Seiten wird, weiß ich noch nicht.

Darüber hinaus hat sich beim Reader, aber auch bei Mail und (schon vor einiger Zeit) beim Kalender die Layouts geändert, was speziell bei den ersten beiden zu einer entschieden schlechteren Lesbarkeit führt, sind zum einen die Kontraste extrem erhöht (jetzt alles schwarz weiß mit einem Hauch rot, früher noch mit pastellenen Blautönen ergänzt), zum anderen entfielen blickleitende und -orientierende Linien. Die Arbeit in der neuen Ansicht läuft dadurch langsamer ab und man verbringt noch mehr Zeit vor dem Rechner.

In diversen Blogs ist eine kontroverse Diskussion im Gange, rundum positive Meinungen sind selten. Bleibt zu hoffen, dass vielleicht doch nochmal seitens Google über das Halten der Poweruser nachgedacht wird; mit einer Beschränkung ehemals eingeräumter Möglichkeiten und Dienste wird man das nicht schaffen.

 

Falsche “Freunde”

Manchmal bin ich doch recht verwundert darüber, was der eine oder andere “Freund” so alles bei Facebook reinschreibt. Als ob es kein morgen gäbe. Und die Zeiten der “No Future”-Bewegung ist doch seit den 1980er Jahren vorbei. Vielleicht sollte mal jemand ein browserübergreifendes PlugIn für dieses (und andere) Soziale Netzwerk schreiben, dass den “Senden”- oder “Antworten”-Button mit der Anzeige ergänzt, dass diese Daten den Rest des Lebens im Netz stehen werden. Löschen unmöglich.

In einem leicht boulevardesken Artikel über das Thema Maximilian Schrems, einem Wiener Studenten, der die über ihn gespeicherten Daten von Facebook anforderte, sind einige hochinteressanten Gedanken vereinigt, leider scheint der Artikel online nicht verfügbar. Vom gleichen Autor gibt es aber einen anderen, ebenfalls sehr interessanten Artikel im Netz, der durchaus mal der Lektüre wert ist.Ein paar Links sind auch in dem Artikel, zum Beispiel, wie man seine Daten von Facebook erhalten kann. Dort ist man aber wohl zur Zeit ob der Nachfrage etwas überlastet …

“Ich habe nichts zu verbergen”, mag der eine oder andere denken, der sich über die Speicherwut sozialer Netzwerke nicht aufregen möchte. Das mag sein, aber nicht umsonst heißt es bei Verhaftungen in (amerikanischen) Filmen immer so schön: “Sie haben das Recht zu schweigen. Alles was Sie sagen, kann und wird vor Gericht gegen Sie verwendet werden.” Das gilt nicht nur vor Gericht, sondern auch für Daten im wahren Leben (kurz RL = Reallife), sie können alle auch gegen einen verwendet werden. Ich möchte nicht wissen, wieviele Leute sich durch unbedachte und längst vergessene Äußerungen/Abbildungen im Internet ihre Zukunft schon verbaut haben.

Was man gelegentlich mal machen sollte: sich bei den sozialen Netzwerken durch die Privatsphären-Einstellungen durchklicken und genau überlegen, ob dort jeder Haken und jede Option so gesetzt sind, wie man sich das vorstellt. Das sollte man regelmäßig machen, vor allem dann, wenn die Netzwerke Neuheiten ankündigen oder eingeführt haben. Damit ändern sich manchmal nicht nur die AGB, sondern auch die Privatsphäreneinstellungen von ganz allein …

Der Link: Eigene Daten anfordern

 

Missing Link

So viel schreibe ich ja nicht mehr. Also auf Papier. Von Hand schon mal gar nicht, oder fast nichts mehr. Das hat einen ganz praktischen Sinn. Wenn ich etwas in ein paar Tagen oder Wochen noch lesen können will, sollte ich es nicht per Hand schreiben. Manchmal erstaunt es mich schon, wie einem die handwerkliche Fähigkeit des Schreibens mit der Zeit abhanden kommen kann. Seit fast 20 Jahren schreibe ich eigentlich fast nur noch am Rechner; meine Handschrift war aber vorher auch schon nicht gut, mittlerweile … ach, lassen wir das.

Auch das Schreiben auf Papier mittels Rechner tendiert bei mir gegen null. Ab und an mal eine Kündigung oder was man sonst noch so per Fax oder Brief verschickt. Die meiste Korrespondenz geht per E-Mail oder Chat. So habe ich auch schon seit Ewigkeiten keine klassische Textverarbeitung auf dem Rechner. Ganz früher kaufte ich mal eine, die hieß AmiPro, StarOffice gab es dann schon als Freeware. Dann kam OpenOffice und nun LibreOffice.

Da las ich doch eben einen Hinweis, dass LibreOffice aktualisiert wurde. Ich habe das Programm nun nicht jeden Tag an, aber eine Updatefunktion hat es ja sowieso nicht. Warum eigentlich? Da ich das Programm “von Hand” erneuern wollte, startete ich es, um dem Link zur Webseite zu folgen, der da irgendwo steht. Oder auch nicht. Nicht mal einen Link auf ihre eigene Webseite gibt es bei LibreOffice (zumindest nicht dort, wo man das standardmäßig vermuten würde).

Das wäre mal eine Anregung. Wenn es schon keinen Updatefunktion gibt, dann wenigstens eine Link auf die Downloadseite. Das schaffen andere doch auch, warum nicht LibreOffice?

 

Virtual Life vs. Real Life

Eben auf meinem Computer:

Da bin ich aber mit dem Mülleimer weg bringen schneller! Und das, ob wohl ich Treppen runter und hoch und dann noch an drei Aufgängen vorbei laufen muss.

Update: Einige Minuten später(!!):

 

Es hängt alles zusammen …

… sagte der Hahn, als er den Wurm aus der Erde zog.

Oder:

… sagte der Blogger, als er einen E-Mail bekam.

Nun ist der Erhalt einer E-Mail in den aktuellen Zeiten nichts besonderes, im Gegenteil: Meist ist der Nichterhalt eher bemerkenswert. Aber der Reihe nach.

Der Auslöser der folgenden Kommunikationskette war ein Blogbeitrag in einem regionalen Blog. Dieser las sich so werbeverseucht, dass ich mir den Kommentar (nicht veröffentlicht) nicht verkneifen konnte, ob es sich lohne, solche Beiträge im Blog zu platzieren. Eine Antwort des Blogbesitzers ließ nicht lange auf sich warten, kam allerdings als Twitter-Direktnachricht:

Ja, mit solchen Artikeln lässt sich nett was nebenbei verdienen. :)

Wieder ein paar Stunden später klingelt dann mein E-Mail-Postfach:

Hallo Dirk,

ich wollte bei Dir mal nachfragen, ob Du Interesse hast, auf Deinem Blog (rundumgenuss.de) gesponserte Artikel zu veröffentlichen.

Wir bezahlen zwischen 40 und 100 €/Artikel, je nach Leserzahlen, Veröffentlichungshäufigkeit, Aktualität usw. Auf unserer Webseite findest Du weitere Informationen zum Ablauf. Bei Fragen kannst Du mich einfach fragen ;-)

Ich würde mich sehr über Deine Antwort freuen.

Liebe Grüße
Kerstin

Interessant, von wem man so alles “Liebe Grüße” bekommt, aber immerhin hat die E-Mail nicht auch noch mit “Lieber Dirk” angefangen. Mir juckte es in den Fingern zu antworten.

Hallo Kerstin,

vielen Dank für die E-Mail (…). Erfreulicherweise muss ich mit meinem Blog kein Geld verdienen, so dass ich mir meine Unabhängigkeit bewahren kann und nur wirklich selber geschriebenes in meinen Blog aufnehme. Nach 2017 könnte sich das unter Umständen ändern (nach momentanem Stand der Erkenntnisse), vielleicht kannst Du dann nochmal nachfragen.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk

Noch habe ich keine Antwort bekommen. Die Antwort ging am letzten Freitag um halb 11 vormittags raus. Nicht, dass sie am Wochenende untergegangen ist. ;-)

 

Total verstrahlt

Eben stand ich noch kurz am Auto mit meinem Smartphone in der Hand und scannte mal nach WLAN bei mir vor dem Haus. 17 (in Worten: siebzehn) Netze wurden angezeigt, und da war mein eigenes noch gar nicht mit dabei.

Das liegt vermutlich daran, dass ich die Sendeleistung meines Modems soweit herunter geregelt habe, dass ich am entferntesten Punkt in der Wohnung (Klo) gerade noch so netzversorgt bin.

Erfreulich zu sehen: Bis auf eins waren auch alle Netzwerke verschlüsselt. Das eine scheint aber ein eigener WLAN-Router zu sein, wer weiß, was der so alles abgreifen will.

 

Neugierde und ihre Folgen

Manchmal bin ich ja neugierig. Aber wer ist das nicht. So hat es mich zum Beispiel interessiert, wieviele Leute hier zu Besuch auf diesem Blog sind. Dafür gibt es verschiedenste Möglichkeiten, das festzustellen. Da dies ein sogenannte WordPress-Blog ist, kann man zum Beispiel ein Plugin namens StatPress installieren und damit einiges erfahren. Neben den Zugriffszahlen (es können ruhig ein wenig größere sein) wird dabei unter anderem angezeigt, mit welchen Suchbegriffen bei diversen Suchmaschinen die Leser diese Seite gefunden haben. Dabei fiel mir etwas auf: Obwohl immer nur 10 Begriffe angezeigt wurden, einer war (in unterschiedlichen Varianten) immer mit dabei, so auch zum Zeitpunkt der Niederschrift dieses Beitrages, was das Bild rechts sehr deutlich zeigt.

StatPress ist aber auch nur eine Variante, sich über derartige Zahlen zu informieren. Ein größeres Werkzeug mit zusätzlichen Möglichkeiten, solche Daten auszuwerten, ist ein Programm namens Piwik, dass ich vor einiger Zeit ebenfalls eingebaut habe. Hier habe ich unter anderem auch die Möglichkeit, eine Art Top-Liste der Suchbegriffe abzurufen.

In einem gewählten Zeitabschnitt der auch am Tag der Niederschrift dieses Beitrages endete, ergab sich das nebenstehende Bild. Unter den Einträgen mit einem Besuch fanden sich dann weiter hinten auch noch ein paar andere Schreibweisen dieses Suchbegriffes. Das muss ja ein gefragter Laden sein, jedenfalls scheinen doch ein paar Internetnutzer immer mal wieder danach zu suchen.

Die Frage ist nur, warum kommen sie mit diesem Suchbegriff auf rundumgenuss.de? Die Antwort ist einfach: Hier gibt es nicht nur einen Artikel über diese Einrichtung, sondern auch einen “Tag“; und auf den verweist bei Google das erste Ergebnis mit den Suchbegriffen. Das freut einen natürlich, das eigene Internetangebot mal ganz weit oben bei Google zu sehen. Begreifen kann ich es nicht ganz. Ein Test des Angebotes sollte wohl unbedingt mal folgen. Mehr dazu bei Gelegenheit beim Herdnerd.

Update: Bin essen gewesen.