Technik

Neugierde und ihre Folgen

Manchmal bin ich ja neugierig. Aber wer ist das nicht. So hat es mich zum Beispiel interessiert, wieviele Leute hier zu Besuch auf diesem Blog sind. Dafür gibt es verschiedenste Möglichkeiten, das festzustellen. Da dies ein sogenannte WordPress-Blog ist, kann man zum Beispiel ein Plugin namens StatPress installieren und damit einiges erfahren. Neben den Zugriffszahlen (es können ruhig ein wenig größere sein) wird dabei unter anderem angezeigt, mit welchen Suchbegriffen bei diversen Suchmaschinen die Leser diese Seite gefunden haben. Dabei fiel mir etwas auf: Obwohl immer nur 10 Begriffe angezeigt wurden, einer war (in unterschiedlichen Varianten) immer mit dabei, so auch zum Zeitpunkt der Niederschrift dieses Beitrages, was das Bild rechts sehr deutlich zeigt.

StatPress ist aber auch nur eine Variante, sich über derartige Zahlen zu informieren. Ein größeres Werkzeug mit zusätzlichen Möglichkeiten, solche Daten auszuwerten, ist ein Programm namens Piwik, dass ich vor einiger Zeit ebenfalls eingebaut habe. Hier habe ich unter anderem auch die Möglichkeit, eine Art Top-Liste der Suchbegriffe abzurufen.

In einem gewählten Zeitabschnitt der auch am Tag der Niederschrift dieses Beitrages endete, ergab sich das nebenstehende Bild. Unter den Einträgen mit einem Besuch fanden sich dann weiter hinten auch noch ein paar andere Schreibweisen dieses Suchbegriffes. Das muss ja ein gefragter Laden sein, jedenfalls scheinen doch ein paar Internetnutzer immer mal wieder danach zu suchen.

Die Frage ist nur, warum kommen sie mit diesem Suchbegriff auf rundumgenuss.de? Die Antwort ist einfach: Hier gibt es nicht nur einen Artikel über diese Einrichtung, sondern auch einen “Tag“; und auf den verweist bei Google das erste Ergebnis mit den Suchbegriffen. Das freut einen natürlich, das eigene Internetangebot mal ganz weit oben bei Google zu sehen. Begreifen kann ich es nicht ganz. Ein Test des Angebotes sollte wohl unbedingt mal folgen. Mehr dazu bei Gelegenheit beim Herdnerd.

Update: Bin essen gewesen.


Gesucht: TCSplus-Synchronität

Erst lesen, dann googlen. Es gibt keine TCSplus-Synchronität. Aber genau das ist das Problem, und das zeigt sich meist eher im kleinen, da aber umso störender. Die schöne neue Medienwelt, vor allem, wenn man sie aus technischer Sicht betrachtet, hat einen kleinen Makel, den es dort, wo es am auffälligsten ist, in der analogen Welt nicht gab. Aber genau das ist dann für Otto Normalbürger ein Problem.

Die Schlagworte heißen DVB, DVB-T, DVB-C, DVB-S, DAB+ und auf der anderen Seite analoges Fernsehen UKW-Radio. Wer schon mal digitales Fernsehen erlebt hat, schwört auf die bessere Bild- und Tonqualität, die natürlich bei HDTV noch höher ist. Das will ich auch nicht in Abrede stellen, genieße ich DVB-C selbst und mit Freude. Aber wie hieß es bei der letzten Fußballweltmeisterschaft (Männer), dem ersten großen Boom von HDTV-Fernsehern so schön: Je besser das Bild, desto später der Jubel.

Digitale Übertragungen haben immer eine systembedingte Verzögerung mit dabei, die nur teilweise senderseitig zu begründen ist; auch die unterschiedlichen Empfangsgeräte haben unterschiedliche Verzögerungen, so dass zwei Fernseher nebeneinander, vor allem, wenn sie von unterschiedlichen Herstellern sind, zeitlich versetztes Programm, wenn auch manchmal im Sekundenbruchteilbereich, zeigen.

Die Frage, die sich stellt, ist: Wer hat zwei Fernseher nebeneinander im Wohnzimmer zu stehen, auf denen das gleiche Programm läuft? Fast niemand. Entschieden weiter verbreitet ist aber die Situation, dass im Wohnzimmer eine Musikanlage mit Radio steht, meist am Kabelanschluss oder am Satellitenreceiver angeschlossen, und in der Küche ein Küchenradio mit UKW-Empfang. Und auf beiden Geräten läuft das gleiche Programm. Wenn die Anlage analoges Radio (UKW oder Kabel) empfängt, läuft wirklich der Sender auf beiden Geräten gleich, wird für die Anlage aber ein anderer Übertragungsweg genutzt (DVB-C, DAB+ o. a.), gibt es einen Rummelplatz- oder Echoeffekt, der sehr unangenehm sein kann.

Stellt sich die Frage nach einer Lösung des Problems. Natürlich könnte man seine Beschallungsgewohnheiten ändern. Aber vielleicht gibt es ja auch eine technische Lösung, die bisher noch kein Anbieter im Sortiment hat: Regulierbare Verzögerung bei den Empfängern, so dass man sich zu Hause die Geräte durch einen einfachen Drehregler selber synchronisieren kann.


Video allez hopp!

Das Fernsehen ist schon ein wunderbar Ding. Schätzungsweise 15 oder 20 Milliarden Euro werden Jahr für Jahr dafür ausgegeben und bei der Menge der Produktionen ist die Wahrscheinlichkeit doch signifikant messbar, dass auch mal was gutes gesendet wird. Man muss es im Zweifelsfall nur finden. Hat man das dann getan, besteht meist das Problem der ungünstigen Sendezeit. Oder es gibt einen anderen Grund, das Programm dann aufzuzeichnen, zum Beispiel, um den Nachweis zu ermöglichen, dass doch mal was gutes lief.

Für die Aufzeichnung wird klassischerweise der Videorecorder genutzt, moderne Menschen haben mittlerweile einen Festplattenrecorder, andere haben eine TV-Karte im PC, mit der man dann direkt auf dem Rechner aufnehmen kann. Soll für das persönliche Archiv mitgeschnitten werden, will man das meist auch noch hübsch haben, also ggf. die Werbung rausschneiden (ja, auch private TV-Veranstalter zeigen mal was gutes), und die Pufferzonen vorn und hinten entfernen. Beim Erwerb meines vorletzten PCs (Windows XP, beim Kauf noch ohne SPs, die gab es noch nicht) war dafür eine Videokarte mit dazugehöriger Schnittsoftware zuständig und taten auch lange ihren Dienst. Die Render- und Speicherzeit des fertigen Videos wurden als gegeben hingenommen und lagen bei Zeiten zwischen dem anderthalb- und dem achtfachen der Länge der bearbeiteten Aufnahme.

Zu meinem neuen Rechner (gekauft: Sommer letzten Jahres) erwarb ich jetzt auch eine Schnittsoftware. Zum Bedientest lud ich ein Video zum Pufferzonenbeschneiden in die Bearbeitungsoberfläche, schnitt das unnötige weg und wollte dann das fertige Produkt rendern und speichern. Am Nachmittag, so mein Gedankengang, hätte der Rechner genug Zeit, das zu tun, war ich doch nicht zu Hause, sondern auf einem Geburtstag. Die anderthalb Stunden lange Originaldatei wird ihn schon beschäftigen. Dachte ich. So war es bisher.

Aber, es kam anders. Mein PC machte mir einen Strich durch die Rechnung. Nach ca. 2 Minuten (in Worten: zirka zwei Minuten) war der Vorgang fertig und beendet. Bow ey! Nun warte ich auf einen Nachmittag mit schlechtem Wetter, damit ich die aufgelaufenen Videos fertig bearbeiten kann, die bisher liegen geblieben waren, weil das ja immer so lange dauert … Moderne Technik!


Umweltschutz erzeugt Spam

‘Komische Schlagzeile’, wird sich jetzt vielleicht der eine oder andere denken. Aber es scheint etwas dran zu zu sein. Wie jeder andere gute Blog bekommt auch rundumgenuss.de auf diverse Artikel Spam-Kommentare. Das ist nicht schön, aber da muss man wohl durch.

Was auffällt, ist, dass der Artikel “1 Stein, 1 Kalk, 1 Bier” …” unverhältnismäßig oft von Spam belästigt wird, so dass ich mich frage, was an ihm so besonderes ist. Die Antwort wäre einfach, wenn ich sagen würde, es liegt an dem CO2-neutral-Logo, dass in dem Artikel drin ist. Schließlich ist es der einzige, wo es so direkt verwendet wird. Aber auf allen anderen Seiten ist es auch drauf (siehe unten links).

Na, mal sehen, ob dieser Beitrag auch überdurchschnittlich viel Kommentar-Spam erzeugt.

CO2-neutral - Einkaufen und Angebote bei kaufDA.de

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Freiluftbloggen

Irgendwie mag ich das ja, verbindet es doch auch das Angenehme mit dem Nützlichen. Frische Luft hat auch noch niemandem geschadet, und die Bewegung an der selben wird allgemein immer wieder gern empfohlen. Andererseits macht bloggen auch unheimlich viel Spaß, wenn auch die mangelnde Zeit nicht immer genug Raum lässt, es in dem Umfang zu tätigen wie man möchte.

Der erste, beinahe sommerlich zu nennende Tag dieses Jahres lockte viele aus den Wohnhöhlen und so ließ ich mich mitreißen, nicht ohne Smartphone, Fotoapparat und Netbook einzupacken. Eine knappe halbe Autostunde von Neubrandenburg entfernt sitze ich jetzt in etwas, dass ich mir viel häufiger in der Landschaft vorstellen könnte. Vielleicht gibt es das ja auch, aber wie findet man das?

image

Warum gibt es davon nicht mehr? Oder: Wer weiß, wo sowas noch rumsteht als kleines Reiseziel zum Freiluftbloggen? Übrigens: Auch gern mit gastronomischer Betreuung in der Nähe. ;-) Das ist bei diesem Exemplar nicht der Fall, aber der laue Wind, das Vogelgezwitscher, das sanfte Summen dern Räder von zwei Inlineskaterinnen auf dem Asphalt hinter mir, die gerade an mir vorbeigefahren sind, die Wärme der Sonne und das erwachende Grün sind doch auch beim Schreiben hier sinnvoll zu genießen.

Vielleicht lässt sich ja eine kleine Sammlung entsprechender Orte in der Umgebung erstellen. Ort, Erreichbarkeit (Auto, Rad, Bus, zu Fuß, …), Netzversorgung, Getränkeversorgung, Geokoordinaten  usw. Dies ist der zweite Platz, den ich gefunden habe, der erste wird hier beschrieben.

Wo gibt es Informationen, wo diese überdachten Sitztischmöbel stehen? Und, mal ganz weit ins blaue gesponnen, was muss alles getan werden, um ggf. solche Dinger (Wie heißen die eigentlich?) an passenden Stellen in der Gegend aufzustellen?

(Freiluftgebloggt: 13°29’36″E, 53°41’31″N, Straße zwischen Salow und Dishley, O2-Netz stabil, EDGE, e-plus stabil, GPRS)

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Lustiges Dosenfleisch

Spam, also die unverlangt zugeschickte E-Mail, ist für viele ein Graus. Sie nervt, raubt Zeit und ist einfach nur öde, seien es nun Potenzpillen, anatomische Verlängerungen, Geld, HDTV-Empfänger und vieles andere mehr. Dank langjähriger Erfahrung gelingt es doch immer besser, sie zu ignorieren. Aber manchmal sollte man es damit nicht übertreiben.

Der Blogger an sich kennt Spam auch von der Kommentarfunktion her, vor allem, wenn er dieses recht offen zulässt. Einige Spamkommentare erreichen mir hier und im herdnerd.de mittlerweile täglich. Normalerweise lösche ich sie kommentarlos und keiner kriegt etwas davon mit, aber einen habe ich jetzt drin gelassen, ganz bewusst.

Der Kommentar passte so gut zum Artikel. Erst der Kommentar:

Jean schrieb:
26.03.2011 at 21:35 Aufschlussreicher Post. Sicher kein Fehler, sich mit der Thematik intensiver auseinander zusetzen. Ich werde gewiss auch weitere Artikel lesen.

Freut mich, wenn ich doch mal ein so wichtiges Thema angeschnitten habe:

1 TL Konfitüre

Für ein Rezept brauche ich einen Teelöffel Konfitüre. Ob ich dafür einfach nur einen Berliner schäle?

Das ganze ist im Herdnerd-Blog passiert. Wer’s nicht glaubt, guckt hier.


Vielleicht ist der Kunde ja doch blöd …

… oder: Der (gescheiterte) Versuch einer Kundenbindung.

Als Blogger kann man sich eine gewisse Internetaffinität nachsagen, wenn man dann noch die entsprechende Domain selber hosten lässt, eigene kleine PHP-Scripte schreibt, um das Blog um ein paar spezielle Funktionalitäten zu ergänzen, und dann noch mehrere Domains mit unterschiedlichen Projekten sein Eigen nennt, darf man ein wenig was voraussetzen. Zwar gehöre ich nicht zu den digital natives (leider doch zu alt) sondern zu den digital immigrants, aber das muss ja kein Nachteil sein.

Wenn man mehrere Internetadressen, sogenannte Domains, unter sich hat, dann hat man die meist nicht alle gleichzeitig bekommen. Sowas wächst meistens über Jahre. Und verwächst sich manchmal auch. Es gibt – wenn ich mich richtig erinnere – auch schon mindestens 4 Domains, die ich habe löschen lassen, weil ich sie nicht mehr brauchte. Natürlich verwaltet man solche Internetadressen nicht allein (geht zwar auch, muss man aber nicht), sondern bedient sich, wie in meinem Fall, eines Hostingproviders. Der stellt den mit dem Internet verbundenen Rechner, ich muss die Daten nur noch hoch- bzw. runterladen.

Und dann hat man irgendwann eine Idee für ein Internetangebot. Man überlegt, welche Anforderungen an das Hosting (=ins Internet stellen) es gibt und sucht sich einen entsprechenden Anbieter. So weit einfach. Dann hat man eine zweite Idee. Da guckt man, ob man die gleichen technischen Ressourcen nutzen kann wie für die erste und wenn ja, dann nutzt man das mit. Aber irgendwann hat man eine Idee, bei der das nicht mehr geht, also sucht man sich einen weiteren Hostingprovider, der das kann und geht mit dem eine Vertragsbindung ein. Ab und an überlegt man, ob man nicht doch alle Aktivitäten bei einem Provider bündelt …

Dreh- und Angelpunkt solcher vorhaben ist der Umzug der Internetadresse von Provider A nach Provider B. Was technisch mittlerweile ein vollautomatisierter und beinahe trivial zu nennender Vorgang ist (der Umzug dieses Blogs vor knapp 2 Wochen ist auch kaum jemandem aufgefallen), ist seitens der Verwaltung (im Sinne von Buchführung) nach wie vor kompliziert zu nennen. Hier das Protokoll eines (mittlerweile als so gut wie gescheitert zu nennenden) Versuch, einen Kunden bei der Stange zu halten.

Irgendwann im Februar 2011
Ich: ich glaube, ich brauche einen neuen Hostingprovider.
Ein Freund: Ich kenn da einen, guck doch mal bei XXXXXXXXXXXXXXX (Name, wie alle anderen, unkenntlich gemacht).
Ich guckte mal, dachte mir eine Domain aus, die ich unbedingt noch brauchte und bestellte. Dann experimentierte ich und fand es gut. Also auf! auf! zum Domainumzug. Wenn nur der ganze Papierkram nicht wäre…
Ich: *stöhn*
Ein Freund: Wieso? Geht doch ganz einfach: Auth-Codes anfordern, mein neuen Provider eingeben und fertig.
Ich: Achso?! Na, dann mal los.

Dann schrieb ich meinem einen Provider über sein Webformular:

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte teilen Sie mir den Auth-Code für meine Domain rundumgenuss.de mit.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Es kam zügig eine Antwort:

Sehr geehrter Herr Pohlmann,

der Domaintransfer muss schriftlich beantragt werden.

Sie können unser Formular zur Domainkündigung verwenden,  um den AuthCode anzufordern.
Das Formular ist als Anhang dieser E-Mail beigefügt.

Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen wie immer gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Also doch schriftlich. :-( Na gut. Das Formular füllte ich aus und faxte es hin. Der angeforderte Auth-Code kam umgehend, die Domain zog um. Also doch recht einfach.

Dachte ich aber nur so lange, bis ich zwei Domains von einem anderen Provider umziehen wollte. Also schrieb ich in ein entsprechendes Internetformular des Anbieters am 26.02. gegen 14 Uhr einen ähnlichen Satz wie oben, natürlich mit den beiden jetzt umzuziehenden Adressen. Umgehend (14:16 Uhr) kam eine (automatische) Antwort:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ein Supportticket wurde erstellt (#Ticket-Nummer).
Ein Mitarbeiter wird Sie schnellstmöglich kontaktieren.

Um 17:53 Uhr kam dann eine persönlichere E-Mail:

Sehr geehrter Herr Pohlmann,

den Auth-Code händigen wir zur Sicherheit unserer Kunden und zu unserer eigenen Rechssicherheit nur auf schriftliche Anfrage per Post oder Fax aus.

Mit freundlichen Grüßen

Ich antworte am 27.02., 14:29 Uhr:

Sehr geehrter Herr XXXXXXXXXX,
vielen Dank für Ihre Information. Das Fax wird Ihnen in den nächsten Stunden mit einer geringfügigen Erweiterung der Anfrage zugehen.
Mit freundlichen Grüßen
Das Fax ging laut Protokoll am 27.02. um 16:11 Uhr raus:

Betrifft: [#Ticketnummer] XXXXXXXXXXX-Kundenbereich – Ticketanfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich Sie auf diesem von Herrn XXXXXXX XXXXXXXX (XXXXXX-Kundensupport #003) per E-Mail eingeforderten Weg bitten, mir die Auth-Codes für meine Domains:

  • domain1.de
  • domain2.de
  • domain3.de

umgehend zuzusenden. Meine Kundennummer: XXXXXXXXXXXXXXXXXXX00

Mit freundlichen Grüßen

Und dann begann die Zeit des Wartens …

Bis 07.03.2011, 19:51 Uhr. Dann schrieb ich eine weitere E-Mail:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor über einer Woche forderte ich sie schriftlich per Fax (der vorliegende Fax-Sendebericht weist den 27.02.2011, 16:11 Uhr als Übermittlungszeitpunkt mit erfolgreicher Übertragung aus) auf, mir die Auth-Codes für meine bei Ihnen gehosteten Domains zu übermitteln. Dies ist bisher noch nicht geschehen.
Bitte teilen Sie mir die umgehend die angeforderten Codes mit. Am 9.03.2011 werde ich die Zeit finden zu prüfen, ob dies geschehen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Die Antwort kam am 08.03.2011, 08:22 Uhr:

Sehr geehrter Herr Pohlmann,

auch wenn Ihr Fax erfolgreich gesendet wurde, muss dies nicht lesbar bei uns angekommen sein. Übermitteln Sie uns Ihr Fax bitte erneut und setzen Sie uns danach am besten sofort in Kenntnis, damit wir Ihnen mitteilen können, ob Ihr Fax lesbar angekommen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Erst denkt man: ‘Natüüüürlich.’ mit stark ironisierendem Unterton. Dann erinnert man sich, dass Faxe manchmal wirklich etwas unleserlich sind. Dann sucht man sich das Schreiben, dass man verfaxt hatte raus. Und dann bekommt man um 8:48 Uhr eine zweite E-Mail:

Sehr geehrter Herr Pohlmann,

eine Nachricht für Sie:
————————————
Absender: Support
Nachricht:
Sehr geehrter Herr Pohlmann,

die folgenden Auth-Codes wurden angelegt:
domain1.de xyzxyzxyz
domain2.de xyzxyzxyz
domain3.de xyzxyzxyz

Mit freundlichen Grüßen

Eigentlich wollte ich ja nur mit zweien der drei Adressen wirklich umziehen. Der Vorteil dieses Providers war u.a., dass er recht viel Speicherplatz im Netz anbot, den ich weiter nutzen wollte. Nun nicht mehr. Wollten die mich wirklich verscheißern oder hat die Serviceabteilung ihre Vorgänge nicht im Griff? Beides nicht haltbar. Und so verliert auch mal eine ostdeutsche Firma einen Kunden, bei dem diese Eigenschaft auch eine Rolle gespielt hat.


Damastmesser und Schmiederosen

Damastmesser sind, was Schneidwerkzeuge in der Küche angeht, die Rolls-Royce unter den Messern: bei entsprechender Pflege langlebig, super scharf und eine Freude für jeden Hobby- und Profikoch, der so etwas mal in der Hand führen durfte oder sein eigen nennt. Entsprechend ausgeprägt ist der Preis. Bei den echten Handarbeitsmessern liegt der gern schon mal im vierstelligen Bereich.

Der ferne Osten ist die Region, die mit der Herstellung solcher Messer verbunden wird. Das ist aber nur bedingt richtig. Östlich Neubrandenburgs, gar nicht so weit weg, versucht sich ein Schmied auch an der Herstellung dieser Messer und bietet sie teilweise zu einem Bruchteil des Preises der fernöstlichen Originale an. Nicht, weil die Qualität nicht stimmt, sondern, weil es in der Region vermutlich nicht den Markt dafür gibt, zumindest nicht in der Breite.

Wer bei ihm – übrigens ein alter Schulfreund von mir, deswegen komme ich auf das Thema – ein Messer erwerben möchte, kann sich (bei einer entsprechenden Wartezeit) sogar die Art des Damastes aussuchen. Als er mir das erzählte, fielen einige Begriffe wie Rosendamast, Torsionsdamast, wilder Damast und andere (hoffentlich habe ich sie richtig aufgeschnappt). Ich will mal so sagen: Auf Wunsch ist einiges möglich.

Zur Zeit werden die Messer, und das ist das einzige kleine Manko, nur mit einer gewissen Grundschärfe verkauft. Trotz einiger Bemühungen ist es bisher nicht gelungen, eine Messerschleiferei zu finden, die in der Lage ist, diese Messer nach allen Regeln der Kunst zu schleifen.

Wer also ein derartiges handgeschmiedetes Messer erwerben möchte bzw. eine Schleiferei kennt, die dem Material seine Spitzenschärfe verleihen kann, der kann sich gern an mich wenden; ich stelle dann den Kontakt her. Er schmiedet übrigens auch allerlei anderes, durchaus auch kunstvoll. Wenn ich mal bei ihm bin, werde ich hoffentlich den Fotoapparat nicht vergessen haben und einige Bilder machen.

Dies ist eine Vorabveröffentlichung des Herdnerdes. Mehr ab 1. März unter herdnerd.de

Konkurrenz belebt das Geschäft

In Neubrandenburg bewegt sich großes. War es Deutschlands größtes, Europas oder der Welt größtes? Aber so die Größenordnung sollte es sein. Und es ist sogar konstruktiv. Nunja, eher dekonstruktiv, es wird nichts gebaut, sondern  zurückgebaut: die Brücke Demminer Straße. Ein riesiger Kran leistet Schwerstarbeit. So, wie unsereiner mit einem Löffel Kaffeebohnen in eine Mühle gibt, hebt er riesige und vor allem schwere Brückenteile in den Schredder.

Mitbekommen dürfte das mittlerweile im Umkreis von ein oder zwei Kilometer jeder, da das Hämmern vor allem abends und nachts in dem Umkreis gut zu hören ist (wenn ich meine Beobachtungen mal verallgemeinere). Zwischen längeren Pausen (bei Tanzveranstaltungen als ChillOutPhasen bezeichnet), dröhnen die Bässe in schnellen Rhythmen durch die Nacht und könnten unter anderem den Diskobesuch ersetzen, wenn die Versorgung mit geistigen Getränken an der Baustelle organisiert würden wäre, aber da ist noch keiner drauf gekommen.

Kommt also zur Brückendisko, bringt Euch was zu trinken mit. Und wenn ihr bei dem Takt mitkommt, dann seid ihr reif für großes! Der Kranfahrer als DJ, ein Beruf mit Zukunft.


Lambda, Pi und der grüne Dreier

Zur Zeit lese ich in meiner gekachelten Leseecke wenig. Das liegt weniger an der fehlenden Literatur, die wäre zur Genüge vorhanden. Die Ursache ist in einem ca. 12 cm mal 6 cm großen und 170 g schweren “Universalgerät” zu suchen, dass mich schon glücklich nach Berlin und wieder nach hause brachte, mit dem ich twittere und maile, das Rezepte zum Kochen sowie ein paar schöne Spiele bereit hält und mit dem man auch telefonieren kann. Smartphone nett sich sowas wohl allgemein.

Nun bin ich nicht der große Zocker, aber ab und zu ein kleines Spielchen macht auch Spaß. Die Gelegenheitsspiele – so heißt wohl die Kategorie – sind da ein gelungener Anreiz. Mahjong, Tetris, Jewels (3 oder mehr gleiche Felder können entfernt werden – gibts auch in Variationen unter anderem Namen) und vieles andere mehr kann man ausprobieren, oder eben auch, wie ich, dran hängen bleiben.

Wobei ich einem der großen Klassiker des Computerspiels namens Tetris nicht viel abgewinnen kann. Dort zu verlieren ist immer so ernüchternd, da man genau weiß, dass man an der eigenen Unfähigkeit scheitert. Da ist für das Seelenheil ein anderer Klassiker Mahjong schon viel besser geeignet. Sicher: Auch das löst man nicht jedes mal auf, aber es gibt eben die Chance, dass man es zu einem glücksspendenden Abschluss führt. Bei Tetris verliert man am Schluss immer.

P.S.: Gelegentlich bin ich schon auf meine Überschriften hin angesprochen worden, vor allem, wenn sie den Leser erst in eine völlig andere Richtung gelenkt hatten. Da ich fürchte, dass sich diesmal der Zusammenhang zum Text gar nicht erschließt, sei erwähnt, dass die drei Begriffe Bezeichnungen sind, die ich den Steinen beim Mahjong gegeben habe, um leichter die passenden Gegenstücke zu finden. Wer sich mal die Steine in der klassischen Variante ansieht, wird es verstehen.

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