Artikel mit dem Stichwort ‘Auto’

Die Leuchte der Erkenntnis

Das Auto ist ja eine feine Sache. Es bringt uns hier- und dorthin und für den einen oder anderen gilt es auch als Schwanzverlängerung Statussymbol. Die technische Entwicklung geht nicht an dem Vehikel auch nicht vorüber; aber manchmal fragt man sich doch,  ob manches schon so fortschrittlich ist, wie man es eigentlich erwarten darf.

In der letzten Zeit sind mir immer öfter PKW mit defekten Nebelscheinwerfern aufgefallen. Es ging meist immer nur einer, in Einzelfällen sah ich den auch gerade an- oder ausgehen. Ob hier gerade geschaltet wurde oder doch ein Wackelkontakt vorlag, konnte ich natürlich nicht feststellen. Aber diese Nebelscheinwerfer schienen auch noch lose zu sein, leuchteten sie doch nicht nur nach vorn, was eher dann für einen Wackelkontakt und lose Aufhängung sprach …

Aber, und das ist die “Moral von der Geschicht’”, was lernen wir daraus? Man soll sich nicht Gedanken über etwas machen, wovon man eine Ahnung hat, und die dann auch noch in einem Blog oder anderswo veröffentlichen. Der autophile Leser dieser Zeilen wird schon erkannt haben, dass es sich bei den beschriebenen Lampen nicht um die Nebelscheinwerfer gehandelt hat. Vor allem das Detail, dass der “Wackelkontakt” immer am Anfang und am Ende einer Kurve auftrat, bringt es an den Tag, dass ich wohl auf (nachträglich installierte) Kurvenlichter reingefallen bin. *mmmpf*

 

 

Fetisch im Verkehr

Es gibt den einen oder anderen, der mir einen gewissen Zahlenfetisch unterstellt. Aber so weit habe ich es dann doch noch nicht gebracht:

Schade, dass ich das Auto nicht ein paar Tage früher, am 22.07., gesehen habe. Das ist der π-Annäherungstag, weil 22/7 einen guten Näherungswert für π ergibt.

 

Wisch und da

Gestern habe ich mich mal des Projektes: “Neue Frontscheibenwischer” angenommen. Dazu muss man sagen, dass ich, was technische Dinge angeht, zu den Personen gehöre, die das gern erfahrenen Leuten überlassen. Weniger aus technischem Unverstand sondern mehr so aus der Faulheit heraus, sich nicht auch noch damit selber zu befassen. Das Auto gehört zu diesen Dingen. Prinzipiell könnte ich zwar erklären, wie alles funktioniert, wo die Unterschiede zwischen Otto- und Dieselmotoren wären und wo sich moderne Benziner immer mehr an die Dieseler annähern, aber das alles mehr so vom theoretischen Ansatz. Physiklehrer eben. ;-)

Beim Projekt “Neue Scheibenwischer” habe ich mehrfach einen großen der Film- und vor allem auch der Fernsehbranche – mit mehreren Auftritten täglich – zitiert: Bernd das Brot (“Mist!”), aber immer nur, weil ich mich wie oben angedeutet auf ein Gebiet vorwagte, auf dem ich nur wenig Erfahrungen habe. ;-) Aber das eben auch mit einer gewissen Systematik und einem Bandmaß.

Ich wusste: Bei den Wischerblättern kommt es auf die Länge an. Erste Überraschung (“Mist!”): Die sind unterschiedlich lang … (vermutlich recht weit verbreitet, aber mein altes Auto hatte vorn nur einen, da gehts nicht unterschiedlich, und der Wartburg hatte zwei gleiche). So dachte ich mir: ‘Muss ich also zwei verschiedene kaufen, die sicher nicht einzeln, sondern nur in Doppelpacks usw. zu haben sind.’ (“Mist!”) Und der längere hatte dann auch noch einen angeschraubten Spoiler. Ich fürchtete schon notwendige Bastelarbeiten (“Mist!”).

Also habe ich mir die Länge gemerkt und bin dann rein in den Baumarkt meiner Wahl. Natürlich gab es keine (ausgeschilderte) Autoabteilung (“Mist!”). Ich habe sie aber trotzdem gefunden. In dieser hingen die Scheibenwischer dann aber ganz oben (“Mist!”), dass selbst Leute ab 1,90 m zum Lesen der Verpackung eine Leiter oder ein Opernglas gebraucht hätten. Wie sich ergänzend herausstellte, standen Längen sowieso nicht drauf (“Mist!”).

In einem Anflug von Wagemut griff ich mir einfach ein Paket, dass da hing und in dem ich passendes für den langen Scheibenwischer vermutete. Der Preis irritierte mich ein wenig. Die Frontscheibenwischer meines Twingo waren wegen ihrer Länge und der Spezialaufhängung schon teuer, aber das Ding da oben im Baumarktregal schien ein Grundstück mit zu enthalten. Irgendeiner Beschriftung entnahm ich, dass wirklich zwei Scheibenwischer im Karton sind (“Mist!”). Aber dafür ging dann der Preis wieder.

Die genaue Lektüre der Verpackung erhellte aber dann doch nachhaltig meine Seele, hatte ich in einem seltenen Anflug von Glück und Zufall genau die Packung erwischt, wo genau die beiden (unterschiedlich langen) Scheibenwischer enthalten waren, die ich brauchte (“Freu!”). Das Wechseln ging dann erstaunlich schnell, aber auch erst dann, als ich den kleinen Verriegelungsnupsel gefunden hatte, der die Wischer bombenfest hielt, so dass ich sie anfangs selbst nicht mit Gewalt vom Scheibenwischerarm los bekam. ;-)

 

Vier mal tief durchatmen

Wenn man mal keine Luft bekommt, dann muss man nicht gleich ersticken, zumal, wenn die Luft sowieso nicht für einen selbst ist, sondern eher für des Deutschen liebstes technische Gerät: Das Auto bzw. dessen Reifen. Aber das ist ja überhaupt kein Problem, an jeder Tankstelle gibt es entsprechende Drcukluftzapfstationen, die das gepresste Lebensgut sogar noch kostenlos bereit halten.

Dachte ich mir so, an einem Sonntag im Januar des frisch angebrochenen Jahres. Und ich lernte, dass nicht alles, was selbstverständlich erscheint, dies auch ist. Die als erstes erreichte Tankstelle bot zwei Druckluftautomaten, von denen einer das handkolorierte Schild mit dem Schriftzug “Defekt” trug, der andere schien, während ich wartete, dass ein weiterer Druckluftverbraucher seine Reifen voll bekam, die eingestellten 2,1 atü mit höchstens 1,6 atü nicht zu erreichen.

Der Weg führte mich zu einer anderen Tankstelle gleicher Marke und gleichen Pächters, der den Platz für die Luftabgabe lieber mit zu leihenden Anhängern blockierte. Die auf der Rückseite auch mal verfügbar gewesenen Drucklufteimer waren auch nicht vorhanden (vermutlich verlängerter Weihnachtsurlaub in wärmeren Gefilden).

Erst die dritte Tankstelle brachte dann endlich die fehlende Luft auf die Reifen, so dass diese den hervorragenden Straßenverhältnissen (Eis, Kies, Sand, Schnee, Asphalt, Wasser, Harsch, Schotter – und das alles auf den knapp 50 Metern zwischen der Luftzapfsäule und der Hauptstraße) wieder besser trotzen konnten. Gibt’s nicht ausreichend Druckluft mittlerweile auch in Dosen? Oder mit zigarettenanzünderstromversorgter Pumpe?

 

Was haben Hühnerbeine, Torxschrauben, Hamburger, ofenfrische Brötchen und Rheumasalbe gemeinsam?

Da philosophiere ich doch neulich über die DriveInisierung der Gesellschaft und schon greift die hiesige (Gesundheits-)Wirtschaft den Gedanken auf. Einiges habe ich hier und anderswo schon gesehen, aber jetzt heißt es: Immer wieder mal was neues. Hamburger- und Hähnchenteilebräter mit DriveIn sind mittlerweile der letzte Husten auf diesem Gebiet. Im Berliner Umfeld sah ich auch schon einen Baumarkt und einen Bäcker mit Autoschalter.

Wie neu es ist, eine Apotheke autofreundlich zu gestalten, verschließt sich meinem Wissen. In Neubrandenburg gibt es sie ab sofort. Wer also beim Kauf seiner Diätpillen, Appetitzügler, Stimmungsaufheller und Rückenschmerzmittel nicht mehr aussteigen möchte, dann das jetzt so tun. Es lebe der Servicegedanke, wenn man Beschwerden, die durch das Gehen zur Apotheke auch ohne den Eintritt dortselbst gelindert oder behoben worden wären, durch das DriveIn-Prinzip fördert, was natürlich auch dem Pillenabsatz selber zuträglich ist.

Die wirklich wichtigen Services auf diesem Gebiet gibt es aber noch nicht. Da fahren Autos durch Fußgängerzonen, nur, um einen Briefkasten zu erreichen, für dessen Nutzung man dann aber doch aussteigen muss. Wo ist also der DriveIn-Briefkasten? Oder gleich die DriveIn-Postagentur? Autokinos gibt es, DriveIn-Kirchen auch (zumindest in den USA), wo ist die DriveIn-Videothek oder -Bibliothek? Und wie wäre es mit folgender Idee: das DriveIn-Autohaus?

 

Bob’s typischer Montag

Liebe Fahrzeugführer aus dem Müritzkreis,

ist es nicht schön, dass man immer wieder daran erinnert wird, wie liebe und nette Nachbarn man hat. Dabei ist es, wie bei jedem gängigen Klischee, noch nicht mal wirklich jeder der angesprochenen, meist ist eine Minderheit, im konkreten Fall nur einer. Es ist ja auch schön, dass ihr in einer so wundervollen Gegend wohnt (“wo andere Urlaub machen”), und dann in die große Stadt – gemeint ist Neubrandenburg – kommt, um dort zu arbeiten oder zu shoppen.

Aber trotzdem gilt für Euch, wie für jeden anderen auch, das komplette deutsche Regularium inkl. der Straßenverkehrsordnung. Und da steht u. a. drin, dass man zum einen nicht im Parkverbot parkt und zum anderen nicht auch noch dabei einen anderen, der nicht im Parkverbot steht, so zuparkt, dass er mit seinem Auto nicht weg kommt. In der polizeilich festgestellten Lücke von ca. 10 cm kann man mit einem normalen Auto nicht rangieren, dass ein Ausparken klappt.

Aber die Strafe in Form einer Anzeige folgt auf dem Fuße, das habe ich mir als zugeparkter nicht nehmen lassen. Aber manchmal bin ich dann doch zu großherzig: so habe ich auf das Abschleppen lassen verzichtet und bin mit knirschenden Zähnen und dem Bus nach Hause gefahren. Da kam ich dann ca. 2 Stunden später als ursprünglich geplant an. Aber ich hatte ja auch nichts weiter vor …

Zur Krönung des Tages entnahm ich dann auch noch eine Benachrichtigungskarte meinem Briefkasten, die mich aufforderte, Monteuren 2 Stunden vor dem Aufstehen Zugang zu meinem Keller zu gewähren. 7 Uhr wollen die da sein. Ich warne schon mal vor: Wenn die nicht spätestens 7:05 Uhr da sind, gehe ich wieder in mein Bett.

Der Tag ist gelaufen! Montag eben. Wie sang schon Bob Geldorf mit den Boomtown Rats so schön: “I Don’t Like Mondays”. Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

Der aktuelle Verkehrsbericht

Frühling ist doch was schönes. Man kommt mal wieder etwas raus und das Fahren auf den Landstraßen macht auch wieder mehr Spaß. Die Sonne scheint und mein gleitet durch die Landschaft. Die sieht zwar noch etwas trostlos aus, aber das wird schon noch in den nächsten Tagen und Wochen.

Von einem kleines Ausritt heimkehrend näherte ich mich Neubrandenburg auf der L35 (Landstraße formely known as B96) aus Richtung Altentreptow. Der doch sehr offene Blick über das Tollensetal ab Bahnhof Neddemin faszinierte und irritierte mich gleichermaßen, hatte ich das Bild doch so nicht in Erinnerung. Aber da fiel mir ein Blogbeitrag ein und alles wurde klarer. Die Alleebäume waren krankheitsbedingt einer Totalamputation zum Opfer gefallen und gaben so den entfernten Blick auf die Stadt, die Marienkirche und die (noch nicht) grüne Umgebung frei. Daran kann man sich gewöhnen.

Bevor ich zu der kleinen Spritztour aufbrach, erwarb ich bei einem hiesigen Bäcker noch etwas Backwerk und erblickte bei der Rückkehr zu meinem Pkw im auf dem Parkplatz gegenüber stehenden, etwas älteren und dunkelrot lackierten eine redundante Wegfahrsperre. Wobei, wie bei vielem, war die Redundanz nicht 100%ig, da beide “Systeme” unterschiedlich groß und wahrscheinlich von einander abhängig waren: Vom Rücksitz aus schauten mich ein Schäferhundmischling und ein weiterer Hund für mich unbestimmbarer Rasse an. Das Auto klaut so leicht keiner.

 

Monatsrückblick ungeschriebener Artikel

Gedankensplitter, die es (bisher) noch nicht in die Langform eines Blogbeitrages geschafft haben (10/2009):

  • Warum bringt, mal allgemein gefragt, ein deutscher Automobil-Club einen Bußgeldkatalog heraus? Ist er nicht eher dafür da, seinen Mitgliedern das rechtmäßige Autofahren nahe zu legen, und nicht dafür, ihnen zu zeigen, welche Rechtsverstöße sie sich leisten können?
  • Die ganzen Anglizismen sind mir einfach too much.
  • Gedankenspiel zum StVR: Wenn ich mit 50 km/h durch eine Tempo-30-Zone fahre und dann rechts zügig überholt werde, hat das irgendeine Relevanz?
  • Einfach nur so als Begriff: Cremé de la abschaum
 

Skurriler Verkehr

Skurril ist, wenn sich in einer Fußgängerzone ein Radfahrer über die Behinderungen durch einen Autofahrer beschwert.

So passiert in der Treptower Straße zwischen den Einkaufscentern.

 

150 Tkm und kein bißchen leise …

Heute war mal wieder so ein Tag, ein wenig sentimental zu werden. Auf dem Weg zur Arbeit, immer mit einem Auge auf der Straße, aber auch mit einem Auge auf dem Kilometerzähler, erreichte letzterer eine Zahl mit vielen Nullen drin: 150’000 km.

Hoch lebe mein Twingo: knapp 14 Jahre alt und wohl noch gut in Schuss, wenn auch schon mit ein wenig eigener Persönlichkeit. Immerhin: Es ist der erste, in Neubrandenburg zugelassene Twingo. Da darf er Persönlichkeit zeigen.

Aber er wird mein bleiben, bis dass der TÜV uns scheidet.