Schlagwort: Chaos

Das angekündigte Chaos

Es gibt Menschen, die bildlich gesprochen sehenden Auges in ein aufgeklapptes Messer laufen. Das ist im wesentlichen ihr eigenes Problem. Aber wenn eine ganze Region sowas tut, dann ist das nicht sehr schön und außerdem etwas übertrieben formuliert.

Vier Großereignisse an vier Tagen, da darf man eine gewisse Skepsis haben, was ordnungsgemäße Abläufe in der Stadt betrifft. Wobei ich immer noch hoffe, dass meine Prognosen nicht in Erfüllung gehen. So viel Glück ist aber selten jemandem beschieden. Vielleicht sollten wir auch alle entspannen und ein verlängertes Wochenende zum Verreisen nutzen.

Donnerstag eröffnet der neue große Supermarkt in der Oststadt, Freitag der Weberglockenmarkt, Sonnabend ist Wochenendeinkauf und Sonntag ist verkaufsoffen, zumindest in der Innenstadt.

Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass am Sonntag in der Innenstadt mit massiver Belastung durch den meist ruhenden Verkehr zu rechnen ist. Zahlenmäßig massive Verstöße gegen die StVO werden nicht geahndet werden, geschweige denn unterbunden oder verhindert.

Jedem Falschparker sein 10/15-Euro-Ticket am Sonntag zwischen 13 und 18 Uhr, das wäre eine schöne Entlastung für die Stadtkasse bzw. eine schöne Spende für gemeinnützige Vereine. Ich werde ja sehen, wieviel Ordnungsbeamte unterwegs sein werden, denn ich bin am Sonntag auch in der Innenstadt – zu Fuß übrigens, einen der um den Ring liegenden Parkplätze nutzend.


Wer hat Angst vorm … Anglizismus?

Die Frage oben ist natürlich rein rhetorisch. Vor allem dann, wenn man bedenkt, dass eigentlich fast jedes Wort, das wir heute sprechen, aus irgendeiner anderen Sprache stammt. Neben Englisch stehen Französisch, Persisch, Indisch, Lateinisch, Griechisch ganz weit oben in der Quellsprachliste. Aber das nur nebenbei.

Schön wäre es, wenn gerade auch diejenigen, die sich mit der Deutschen Sprache von Berufs wegen beschäftigen, diese auch korrekt und sauber anwenden. Sprachneuschöpfungen sind manchmal ja durchaus auch erwünscht, aber wird mit diesen immer das gesagt, was gesagt werden soll? Zwei Beispiele für die Verwendung der deutschen Sprache habe ich heute im Netz gefunden. Einmal hat Medienhandbuch.de etwas interessantes veröffentlicht:

Ist da nicht eigentlich ein Datenmissbrauch gemeint? Wie kann man den Datenschutz missbrauchen?

Schöne Beispiele gibt es auch, wenn amtsdeutschartige oder andere Pseudofachbegriffe einfach in den normalen Gebrauch aufgenommen werden. “Abverkauf” ist so etwas. Wo liegt der Unterschied zwischen Abverkauf und Verkauf? Oder was für die Technikfreaks: weil mir “Daten auf den Server geuploadet (oder upgeloadet oder hochgeladen …)” zu lang war, habe ich zu dem sinnentsprechenden Verb gegriffen und die Daten geservert.

Die Polizei hat ja auch ihre eigene Sprache, und ein Begriff fand heute Eingang in einen Presseartikel bei MVRegio.de:

Deutsche Sprache, schöne Sprache.

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Fahrlehrerwünsche und wie sie in Erfüllung gehen

Zwei Schneeflocken auf dem Weg zur Erde.
1.: “Wo fliegst Du denn hin?”
2.: “Bayerische Alpen, Wintersport. Und Du?”
1.: “Neubrandenburg, Verkehrschaos.”

Entgegen des oben stehenden Witzes ereilten uns zwar heute mit vereisten Fahrbahnen schwierige Verkehrsbedingungen, aber das Chaos blieb, Sonnabendabend sei dank, aus. Ich habe aber, und das sei positiv vermerkt, auf meinem Weg durch die Straßen unserer Stadt noch nie so viele Autos so defensiv fahren sehen wie heute. Dabei hat mein Fahrlehrer seinerzeit schon immer sehr von der defensiven Fahrweise geschwärmt. Und heute, 22.11.2008, abends, sind seine Wünsche in Erfüllung gegangen.

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Großes Chaos blieb aus

Da muss ich wohl ein wenig Abbitte leisten. Von außen gesehen war das Chaos in der Neubrandenburger Innenstadt am Sonntag doch eher begrenzt. Allerdings weiß ich durch meine Stadtflucht am Sonnabend nicht, wie es dort aussah, ein Blick durch die Bahnhofsnahe Einfahrt, der mir bei meiner Ausfahrt gewährt wurde, ließ zumindest dichten Autoverkehr vermuten. Falls sich einer ins Getümmel gestürzt hat, bitte ich um eine kurze Info. 

Trotz alledem beobachtete ich am Sonntagnachmittag doch auch wieder den schon mal erlebten, diesmal aber etwas kleineren, Autostau beim Verlassen der Fußgängerzone. Nur war diesmal von Polizei oder Ordnungsamt weit und breit nichts zu sehen. Nur der Wachschutz (des Centers?) beobachtet die Situation, wobei die dabei zu erfüllende Aufgabe Spekulation bleibt: Einweisung von auch über den Fußweg fahrenden Autofahrern? Benachrichtigung der Fahrzeugführer, falls Polizei oder Ordnungsamt doch kommen? Bewachung der von Kunden des Centers erworbenen Ware, solange sie kopfüber in ihren teuren deutschen Kleinwagen nach Platz für die zu großen Produkte der internationalen Konsumgüterproduktion suchen? Wir werden es nie erfahren.

Nächsten Sonntag geht es in die nächste Runde. Mal sehen, wie es dann aussieht, da der Auszahlungstag für Lohn, Gehalt und andere Bezüge dann schon verstrichen ist.

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Blauäugig, naiv, unerfahren oder PR-erprobter Lügner?

Beim Lesen des Neubrandenburger Innenstadtmagazins, dass ich gestern aus meinem Briefkasten fischte, wäre ich in meiner gekachtelten Leseecke beinahe von der Schüssel gefallen. Wie kann man, auf Seite 5 geschehen, “stressfrei einkaufen” mit den verkaufsoffenen Sonntagen des hiesigen innerstädtischen Einkaufstempels in Zusammenhang bringen? 

Geht der Centermanager mit geschlossenen Augen durch die Welt? Hat er die letztadventlichen Verkaufssonnabende noch nicht in Neubrandenburg erlebt? Oder die auch durch den CD- und Waschmaschinenladen geburtstagsinduzierte Sonntagsöffnung vor ein paar Wochen? (Apropos: Wie kann ein Laden im Center eher 10jährigen Geburtstag feiern als das Center?)

Autoschlangen bis auf den Ring, sich anrempelnde Menschenmassen im Center, lange Schlangen an den Kassen, gestresste und genervte Kunden, zahlreiche Parksünder in der Fußgängerzone am Center usw. Und das alles unter der großen Überschrift: “Stressfrei einkaufen und bummeln”. 

P.S.: Am gestrigen Donnerstag durfte ich das innercenterliche Chaos schon einmal genießen: Show auf der Bühne, verstopfte Ladenstraße drumrum, genervte Verkäuferinnen der anliegenden Geschäfte, die den Weg für ihre Kunden freiräumen wollten, und mitten in den Massen direkt an der Stirnseite der Bühne mit Blick auf die Gesangsdarbietung ein glücklich und verträumt lächender Centermanager.

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Hilfe! Geburtstag!

Jubiläen sind doch immer wieder was schönes, aber meisten hat es doch etwas zwanghaftes, wenn sie auch noch gefeiert werden. Aber wenn es dann doch sein muss, dann sollte man den Feierlichkeiten doch den passenden Rahmen geben. Als privater Jubilar zieht man ja gern aus den heimischen vier Wänden in eine gastliche Stätte, um den Stress nicht zu Hause zu haben. Dabei stellt sich dann die Frage, wie das bei einer Firma oder gar einem Einkaufscenter ist. 

Apropos Einkaufscenter. Da feiert eins gerade Jubiläum: 10 Jahre verschandeltschönt es schon die Innenstadt. Nur zum Einkaufen, also seinem eigentlich Zweck, ist es im Moment wohl weniger geeignet. Eine sperrige Bühne, die die Ladenstraße verstopft, so dass Kunden nicht mehr vorbei kommen und anliegende Geschäfte für Platz sorgen müssen, genauso sperrige Torten- und andere Geburtstagsdekorationen und Menschenmassen, die sich dazwischen durch zwängen müssen. 

Mir graut schon vor Sonnabend. Für alle, die gemütlich einkaufen wollen, gibt es wohl nur einen Rat: Meiden Sie die Neubrandenburger Innenstadt weiträumig, es wird chaotisch. Eine irrige Hoffnung wird sein, dass die neue Tiefgarage ein bißchen vom Chaos auffängt. Ich werde die Stadtgrenzen jedenfalls verlassen. 

Nur eine Bitte an Ordnungsamt und Polizei: Bitte setzen Sie die geltende Parkordnung durch.

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Obelix: “Die spinnen, die … Neubrandenburger”

Es war einmal ein kleiner CD-Laden, der auch DVDs, Fernseher, Computer, Waschmaschinen, Händys u. ä. verkauft. Die Angebote, die er machte, waren preislich meist auch recht gut, das Standardsortiment wurde aber selten unter Listenpreis verlauft, zum Teil sogar drüber. Es war also kein Discounter und im Durchschnitt eher teuer.

Irgendwann hat ja, wenn er so lange durchhält, jeder Laden mal sein Jubiläum. Im konkreten Fall war es wohl das erste zweistellige. Das wird natürlich ausgeschlachtet, es würde ja vermutlich jeder so machen. Aber die Folgen, waren die nicht abzusehen oder wollte die keiner sehen?

So erlebte Neubrandenburg (genauer, die Neubrandenburger Innenstadt) heute das perfekte Verkehrschaos (und das wird mit der neuen Tiefgarage sicherlich auch nicht besser, im Gegenteil): Staus und stockender Verkehr, der sich bis auf den Ring auswirkt. Wildes Parken in der gesamten Innenstadt, vermutlich auch zugeparkte Feuerwehrzufahrten und alles, was dazugehört. Dabei haben wir noch nicht mal Advent. Wenn das Ordnungsamt pfiffig gewesen wäre und jeden Verstoß gegen die StVO geahndet hätte, ein Teil des Stadt-Haushaltes hätte saniert werden können. Aber sehen ließ sich nur ein einsames Polizeiauto. Naja, immerhin ein Anfang. Das da aber Strafzettel ausgestellt wurden, habe ich auch nicht gesehen. Irgendwann (kurz vor 15 Uhr) schienen die Gesetzeshüter aber zu kapitulieren und zogen sich zurück.

Es entbehrte auch nicht einer gewissen Komik, als sich immer mal wieder ein kleiner Stau bildete, weil die Fahrzeuge die neben dem innerstädtischen Einkaufscenter befindliche Fußgängerzone verlassen wollten.

Und von wo die Falschparker alle kamen. Neubrandenburg und angrenzende Kreise lasse ich mir ja gefallen, aber es war ja von UER über B bis HRO alles dabei. Und das nur, weil ein Weiße-und-braune-Waren-Laden mal am Sonntag aufmacht und hier genau das gleiche verkauft, wie die ganze Woche über.

Soll die Neubrandenburger Innenstadt eigentlich jedesmal zur rechtsfreien Zone werden, wenn des gilt, den Konsumgöttern zu huldigen?

Wie Obelix schon sagte …


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