Schlagwort: Fleisch

Die Veranstaltung für Vegetarier

Frank war wieder da. Mit Ausnahmegenehmigung seines Arztes, dass er dank seiner Fieberfreiheit bekommen hatte, konnte er heute seine Ernährungsberatung fortsetzen. Zwar war er noch nicht ganz wieder her gestellt und eigentlich auch noch krank geschrieben, aber uns nach seinen Weisheiten lechzenden konnte er doch nicht noch eine Woche allein lassen. Hochachtung.

Nach Wasser, Fetten und Kohlenhydraten standen heute die Proteine bzw. Eiweiße auf dem Programm. Sie stellen neben dem Wasser eine wesentliche Basis der menschlichen Ernährung da. Dabei gibt es eine ganz einfache Regel, die bei der Ernährung zu beachten gilt: Je später der Tag, desto eiweißreicher die Mahlzeit. Während man sich zum Frühstück noch mit (wertvollen) Kohlenhydraten und Eiweißen vollstopfen kann (Fett geht natürlich den ganzen Tag nicht), sollte die 5. Mahlzeit am Abend nur noch aus Eiweißträgern bestehen – vor allem dann, wenn man nach Feierabend auch noch etwas Sport getrieben hat. Kohlenhydrate – Brot, Nudeln, Reis, Brötchen, Zucker usw. – sind abends absolut und ohne Widerspruch tabu.

Das mit dem Sport am Abend ist ein interessantes Modell, vor allem, wenn man den zeitlichen Aspekt behandelt. Mein normaler Feierabend liegt bei 18:30 Uhr. Bis ich dann zu Hause bin und zu einer heimischen Mahlzeit fähig, ist es ca. 19 Uhr, dem Essen sein Ende liegt dann bei 19:30 Uhr. Da man zwischen Essen und Sport etwa anderthalb Stunden warten sollte, geht der um 21 Uhr los. Abends um zehn wäre ich dann ausgepumpt wieder zu Hause. Wer jetzt aber dachte, nun ist gut, der irrt. Das Abnehmen – immerhin das Ziel der Übung – gelingt nur, wenn man auch nach dem Sport etwas isst. Die Mahlzeit um 19 Uhr ist erst die 4. des Tages, um 22:30 Uhr (duschen, erholen, Essens vorbereiten) folgt Nr. 5 mit nur eiweiß- und wasserhaltigen Nahrungsmitteln: gedünsteter Fisch mit Grillgemüse, gegrillte Hähnchenbrust mit Dünstgemüse usw.

Nicht ganz vollständig war übrigens die Aufzählung eiweißreicher Nahrungsmittel bei der Veranstaltung, was aber später korrigiert werden konnte. Wichtige Eiweißträger sind: Fleisch, Fisch, Milchprodukte wie Käse, Quark und Joghurt. Bei allem ist natürlich auf Fettarmut zu achten. Beinahe unterschlagen worden wären die pflanzlichen Eiweißträger, die sich im wesentlichen rund um die Hülsenfrüchte platzieren: Erbsen, Bohnen und vor allem Linsen stehen bei den einheimischen Gemüsen ganz weit oben. Irgendwer hat sogar mal gesagt, dass die Nährstoffe in der Linse so wertvoll wären, dass man eher mal eine Dose Linseneintopf essen sollte als gar keine Linsen. Ansonsten sind Dosengemüse eher kritisch zu sehen, vor allem, was die Inhaltsstoffe angeht. Ausnahme sind pure Tomaten.

Frank erzeugte wohl doch einige Irritation bei den Teilnehmern seines Ernährungskurses. Abends kein Brot zu essen, dürfte für viele eine ganz schöne Umstellung der Ernährung darstellen. Die Käsescheibe öfter mal mit einem Stück Lachsschinken zu belegen (oder umgekehrt), ist auch nicht jedermanns Sache. Mein größtes Problem sind meine Softdrinks am Abend. Zum Fernsehen genussvoll ein Fläschchen eiskalte Cola zu schlürfen – Light-Produkte sind ja auch keine Lösung sind -, werde ich sehr vermissen …


Ambitioniertes Mecklenburger Chaos

Vielleicht kennt ihr ja die Situation: Irgendwie geht alles schief, nichts ist so, wie es soll, und trotzdem kommt ganz zum Schluss was positives raus. So in etwa kann man ein kulinarisches Erlebnis bezeichnen, dass man in der Region vermutlich nicht so einfach noch einmal findet. Wenn man es schafft, des Deutschen Exaktheit und Herrlichkeit am offenen Eingangstor abzulegen, dann kann man Zunge, Gaumen und anderen Sinnen eine große Freude machen.

Wie möchte ich ein Mecklenburger Chaos definieren? Natürlich ist ihm das Durcheinander nicht abzusprechen, es ist aber nicht hektisch, eher behäbig zu nennen. Der Besitzer des Chaos regiert dann aber mit der Gelassenheit und inneren Stärke, die doch irgendwie typisch ist für den Landstrich südlich Neubrandenburgs.

Auf der Webseite des Restaurants ist 10 Uhr als Öffnungszeit angegeben, die halb zwölf erscheinenden Gäste lesen am Eingang, dass erst in einer halben Stunde offiziell gestartet wird. Die Tische und Stühle vor dem Haus sowie das Wetter laden aber doch zum Sitzen ein, wozu man als Erstbesucher mit ein wenig Naturverbundenheit gar nicht kommt. So fesseln zwei süße Lämmer, eine Vielzahl Gössel, Flugenten und eine Glucke, die sich auch der Gössel angenommen hat, sowie eine Hündin die Aufmerksamkeit. Aber nicht nur die Gäste sind hungrig, im Gegensatz zu den Lämmern geben sie das aber nicht durch lauthalses Schreien, sondern durch eine gesittete Bestellung Ausdruck. Schade, dass nicht alle Gerichte der Karte aufgrund Mangels an wesentlichen Zutaten verfügbar waren. Es fand aber jeder etwas.

Als besonderes Extra wurden die Gäste auch gleich noch in die Lämmerfütterung eingespannt, was die Wartezeit bis zum Essen vergnüglich verkürzte. Auch Susi – bereits erwähnte Hündin – hatte ihren Part in der Gästeunterhaltung und wich nicht vom Tisch, bis nicht der letzte Ball geworfen und der letzte Teller (ohne ihre Beteiligung, naja: fast ohne) leer gegessen war.

Apropos Essen. Der kleine, zum Essen gereicht Salat sah auf den ersten Blick mit Eisbergsalat, Tomate, Olive, Kräutern und einem Klecks Ziegenfrischkäse ein wenig 08/15 aus, die Vinaigrette riss es aber heraus, so dass man doch das mancherorts gereichte Brot vermisste, um auch noch die letzten Tropfen aufzutunken. Allen bestellten Gerichten gemeinsam war, dass sie des Mecklenburgers liebste Zutat anfangs etwas vermissen ließen, zumal die Beilagen Salzkartoffeln und Semmelknödel eigentlich danach förmlich schreien: Soße! Auch war der Semmelknödel laut Menü eigentlich gar nicht bestellt, und die “frischen gebratenen Pfifferlinge” sahen irgendwie wie Champignons aus.

Aber wir wollten das Nörglertum am Eingangstor abgeben (s. o.) und das Essen genießen, was auch gelang. Irgendwie fand sich auf den Tellern doch genug leckere Feuchtigkeit, den Knödel zu aromatisieren und die Salzkartoffeln zu veredeln. Fisch, Fleisch, Wurst und Gemüse gerieten zur beinahe unerwarteten Gaumenfreude, das einzig wirkliche Manko waren die nicht ganz garen Erdäpfel. So gingen, von den Wirtsleuten hoffentlich wohlbemerkt, die Teller leer wieder in die Küche zurück. Selbst die Fischköpfe waren nicht mehr drauf: Susis Anteil.

Das Forsthaus Strelitz mit seiner ungewöhnlichen Küche kann für einen kleinen Ausflug sicher empfohlen werden, es wird aber gegessen, was auf den Tisch kommt! Vielleicht lohnt ja auch eine Voranmeldung, dann wirkt der Hausherr beim ersten Gästekontakt nicht ganz so verschlafen. ;-)


EiTV No. 8: Wrukeneintopf

Zutaten für die Brühe:

  • Rinderbeinscheibe (mit Knochen)
  • Suppenfleisch (mit oder ohne Knochen)
  • durchwachsenen Speck (oder Kasslerkamm oder geräucherte Schweinebacke, Eisbein o.ä.)
  • Zwiebel
  • Suppenbund (Porree, Möhre, Sellerie, Petersilie)
  • Petersilienwurzel / Pastinake
  • Salz
  • Pfeffer
  • Lorbeer

Zutaten für den Wrukeneintopf:

  • Wruke
  • Kartoffeln
  • Möhren

Mit dem Suppenansatz (Brühe) kann man auch viele andere Suppen herstellen. Mehrheitlich Kartoffeln darin ergeben eine Kartoffelsuppe (lecker dazu: geröstete Speckwürfel), weißer Bohneneintopf, Erbseneintopf, Linseneintopf u.a. wird durch Hinzugabe der entsprechenden Zutaten daraus.

Möchte man eher eine dickliche Suppe, sollte man, bevor am Ende dass Fleisch wieder dazugegeben wird, mit einem Pürierstab (Vorsichtig!) oder mit einem Kartoffelstampfer durch den Topf gehen.

Nimmt man statt des Rind- und Schweinefleisches ein schönes Suppenhühnchen (mind. 1,5 kg, besser mehr), wird eine Hühnerbrühe draus, die Köchelzeiten verlängern sich mit der Schwere und dem Alter des Vogels aber gern auch mal auf 3 oder 4 Stunden.

Die Brühe kann man übrigens auch sehr gut einfrieren oder heiß in Einmachflaschen oder -gläser füllen und dann im Kühlschrank lagern.

Weiteres auch unter: http://seeseekey.net EiTV@Twitter


Spinne am Abend erquickend und labend

Natürlich wurden die Spinnen nicht gegessen, in aller Ausführlichkeit kamen sie auch erst nach der Speisenaufnahme zum Vorschein. Aber sie waren doch anwesend mit dem Potenzial zur Aufdringlichkeit. Manchmal wissen sie eben, wo es was Gutes zum Essen gibt.

Wasser in der Luft, Wasser im Ausblick, Wasser im Namen: Das waren die feuchten Eckpunkte des heutigen Abends. Vom Regen verschont geblieben, aber ihn und den Tollensesee im Auge, ging es ins Augusta’s (Seerestaurant und Café) zum Abendbrot. Die Terrasse war gut gefüllt, so dass der schöne Innenraum gar nicht voll zur Geltung kam. Dazu muss das Wetter wohl noch schlechter sein.

Die Speisekarte ist für die frische Zubereitung aller Gerichte ein wenig zu lang, aber die schwungvolle Mischung aus Convenience und selbst gekocht ist akzeptabel.  Frischer knackiger Salat begleitete verschiedene Gerichte, die Bratkartoffel waren knusprig, der Fisch saftig, das Putenschnitzel lecker. Schade, dass sich die Lage des “Seerestaurants” so wenig auf der Speisekarte wiederfand. Einzig eine Tollensemaräne ermöglicht einen lokalen Bezug; oder ging an mir vorüber, dass im gleichnamigen See jetzt auch Wildlachs schwimmt?

Handwerklich gut gemachtes Essen, sehr schönes Ambiente, herrlicher Blick über den Tollensesee – diese Punkte sind vorhanden und ein Pfund, mit dem man wuchern kann. Etwas mehr eigenes Profil auf der Speisekarte würde dem Gesamteindruck das Sahnehäubchen mit i-Punkt oben drauf setzen. Als Rohmaterial für das Zeichen könnte – rein typografisch gedacht – vielleicht das Deppenapostroph im Namen dienen.


Abgedreht – EiTV No. 6

Auf die Gefahr hin, den einen oder anderen Leser dieses Blogs ein wenig zu irritieren, folgen mal zwei Drehberichte hintereinander. Die Erklärung dafür liegt zum einen auf der Hand und ist zum zweiten schnell einsichtig: Die beiden Drehtermine lagen so dicht hintereinander, dass es für die Fertigstellung der No. 5 zeitlich nicht gereicht hatte, bevor die No. 6 in den Kasten kam. Dafür gibt es dann in den nächsten Tagen 2 EiTV-Folgen ziemlich zügig hintereinander im Netz. Ein konkreter neuer Drehtermin steht noch nicht an.

Diesmal über die leckeren Gerüche in der Küche nach dem Dreh zu philosophieren erübrigt sich, da wir die EiTV-Kochstelle verlassen und unter freiem Himmel (zumindest die Fertigstellung) gegart haben. Das liegt bei der Zubereitungsform des Essens auf der Hand: Es wurde gegrillt. Da roch es zwar beim Grillen recht lecker, aber durch die fehlenden Wände hatte der Duft eine ebenso fehlende Nachhaltigkeit.

Worauf kann sich der geneigte EiTV-Zuschauer freuen? Im wesentlichen auf Fleisch und Fisch. Und auf eine Idee, die selbst gestandene Gastronomen ein wenig überrascht hat: Was muss man tun, damit beim Hamburger-Grillen die Klopse nicht am Grill festkleben? Wobei ich nicht weiß, ob der Grund auch der echte ist, aber zur Verwunderung der Wirtin, von anderen Beteiligten und auch von mir haftete absolut nichts vom Hackfleisch am Grillrost.

Da die Hauptmahlzeit aus Spießen, echten Männer-Schaschliks bestand, und hinterher noch ein paar Spieße übrig waren, gab es auch Gemüsespieße, um dem Magen eine gewisse Erholung zu gönnen.  Wie immer bei solchen Aktionen bereit man meist knapp doppelt so viel zu, wie im besten Fall gegessen wird. Deswegen geht der Dank des EiTV-Teams an die Teilnehmer des freitäglichen Blogger-/Piratenstammtischs (19 Uhr, Torcafé), die nicht nur beim Verzehr, sondern auch bei der Grillinbetriebsetzung und -bedienung tatkräftig halfen.

Kommentare deaktiviert mehr ...

Warum betrügen sich Möchtegern-Vegetarier selber?

Der aid-Infodienst (gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ) veröffentlichte unlängst einen interessanten Artikel zum Thema vegetarisches Grillen, den man als Vegetarier mit Fleischersatzgelüsten sehr genau lesen sollte. Mit zum Teil erstaunlicher Offenheit werden in wenigen Worten die großen Nachteile von Tofu, Soja und Co. beschrieben und diese danach als Vorteile verkauft.

Augenscheinlich ist nicht jeder, der sich fleischlos ernähren möchte (aus welchen Gründen auch immer) ein Vegetarier. Wozu gäbe es sonst die vielfältigen “Fleischersatzprodukte”? Wenn ich dann in einer eigentlich für diese Stoffe werbende Veröffentlichung lesen muss, dass “‘Sojafleisch’ oder ‘texturiertes Soja’ einen industriell hergestellten Fleischersatz” darstellen, “der als Nebenprodukt bei der Sojaölproduktion anfällt”, dann vergeht mir der Appetit, da ich die Produkte der LebensmittelINDUSTRIE im wesentlichen ablehne. Mit natürlicher Ernährung hat das nichts mehr zu tun.

Aber es gibt ja auch noch “Tofu”, laut Artikel “in Blöcke gepresster Sojabohnenquark”. Das klingt nicht ganz so verwerflich. Welchen (industriellen) Aufwand es braucht, um aus einer Sojabohne den Quark zu gewinnen, verschweigt man geflissentlich. Welche kulinarischen Eigenschaften hat Tofu eigentlich? “Sein überwiegend neutraler Geschmack macht den Tofu zum kulinarischen Tausendsassa und inspiriert Gourmets zu allerlei kreativen Würzideen.” Da stellt sich natürlich die Frage, warum wir unser Essen eigentlich mit allerlei mehr oder weniger exotischen Gewürzen verfeinern (müssen). Weil es ohne meist nur noch einen sehr geringen Eigengeschmack hat.

Wer die Chance hat, an ein natürlich aufgewachsenes Fleisch zum Grillen, Braten oder Schmoren zu kommen, der sollte es einfach mal kaufen. Den größten Genuss stellt das dann nur mit ein wenig Salz und Pfeffer gewürzt und passend gegart da, unnötig, es mit Kräutern der Provence, Currymischungen oder Knoblauchdipps zu verschlimmbessern. Natürlich kann man das alles tun, aber man muss es nicht, denn wie sagte Jochen Malmsheimer öfters so schön: “Das schmeckte noch selber!”, einer Eigenschaft, die Tofu & Co. abgeht.

Je nach Strenge in der Gläubigkeit und den eigenen geschmacklichen Vorlieben gibt es so viele vegetarische Möglichkeiten, sich gekonnt kulinarisch zu befriedigen, egal, ob auf dem Grill, in der Pfanne oder wo auch immer zubereitet, aber diese Fleischplacebos dienen nur ihren Herstellern, sind sie doch mit einem sehr großen positiven Image versehen. Nur durch das Austauschen von Fleisch gegen so was wird man noch nicht zum Vegetarier, für die Aussage, man ernähre sich dann gesünder, fehlt auch noch jeder Nachweis.

 

Einfach (und) gut

Oft sind die einfachen Sachen doch immer noch die besten. Beim samstagvormittägigen Supermarktbesuch lachten mich an der Fleischtheke die Lammchops an, so eine Art Beinscheibe vom Lamm mit einem Stück Röhrenknochen mittendrin. Da die Scheiben schon eingelegt waren (Kräuter, Knoblauch, Öl), erübrigte sich das Würzen.

Zu Hause angekommen ließ ich eine passende beschichtete Pfanne schön heiß werden, drehte dann die Hitze etwas zurück, legte das Fleisch ohne alles hinein und briet(?) es schön langsam von einer Seite. Als es anfing, leicht zu bräunen, drehte ich es einmal um und garte es auf der anderen Seite so lange, bis die Tastprobe den richtigen Garpunkt ergab. Dann ruhte es ein wenig, während ich den Kühlschrank nach einer Grillsoße durchforstete.

Vor dem Verzehr kam dann noch etwas Salz darauf.  Das Lamm war zart und saftig, die Grillsoße ging ungenutzt wieder zurück. Einfach lecker. Ein kleiner Salat hintendran machte das Mittag vollwertig.

P.  S.: Apropos Garpunkt vom Fleisch. Da möchte ich auf die noch nicht gedrehte Grillepisode von EiTV verweisen, da wird dann das Messinstrument zum feststellen des Garpunktes von Fleisch gezeigt.

P. S. II: Memo an mich: vom Essen Fotos machen nicht vergessen.


vorher vs. nachher: Borschtsch 0.1

Immer mal was neues. Neu in meinem Suppenrepertoire: der Borschtsch. Die erste Versuchsversion ist gekocht, noch nicht so ganz das, was ein Borschtsch ist, aber immerhin schmeckte es (nach Auskunft der eingeladenen Gäste).

borschtschvorherAngefangen hat alles mit einem bedruckten Blatt Papier, gefolgt von einer Einkaufsliste, dem Einkaufsstress und schließlich den Zutaten, die auf dem Bild zu sehen sind. Salz, Pfeffer und rosenscharfer Paprika fehlen zwar darauf aber dafür wurden die Dosentomaten in der oberen Reihe nicht verwendet. Das Bild ist durch einen Bedienfehler leider ein wenig unscharf. ;-) Deswegen sein erwähnt, was noch so alles zu sehen ist: Weißkohl, Knoblauch, Dillspitzen, Tomatenmark, Sellerie, Kartoffeln, Lauchzwiebeln, Zwiebel, Suppenfleisch, Beinscheibe, Tomaten, Paprika, Möhren. Achja, und ein Brühwürfel.

zwischenborschtschDas Fleisch wird grob gewürfelt, mit 3 Litern kalten Wassers angesetzt und ca. 2 Stunden leicht köcheln gelassen (Schaum abschöpfen). Möhren und Sellerie in Julienne schneiden, rote Bete, Paprika, Tomaten, eine Zehe Knoblauch, in kleine Würfel schneiden, Weißkraut (ca. 500 bis 750 g)  in Streifen, Kartoffeln und Würfel mit ca. 2 cm Kantenlänge schneiden. Die Kartoffeln in die Brühe geben, ein paar Minuten später das gehobelte Weißkraut, den Brühwürfel, das nacheinander leicht angebratene Gemüse. Im Topf köchelt das ganze dann so lange, bis die Kartoffeln gar sind. Das Gemüse darf ruhig etwas knackig bleiben.

fertigborschtschWenn dann alles fertig ist, sieht es, wenn zu wenig rote Bete verwendet wurde, etwa so auf, wie auf dem Bild. Bei ausreichendem Rote-Bete-Zusatz bekommt die Suppe die typische Färbung. Zum Schluss wird noch mit Tomatenmark, Salz, Pfeffer, rosenscharfem Paprika, Dill, Petersilie, … abgeschmeckt.

Klassisch kommt noch ein Klecks saure Sahne oder Schmand oben rauf. Creme fraich oder dergleichen, auch alles gern noch etwas mit Kräutern aufgepeppt, sind natürlich auch möglich. Dazu ein leckeres Stück Brot oder Brötchen.

Guten Appetit.

nachherborschtsch


Langsam wird’s eklig

Wo wir gerade doch recht politisch sind: Machen die Politiker eigentlich überhaupt noch etwas im Sinne ihrer Wähler?
Wer will, wer braucht solche Gesetze, die den Verkauf von Fleisch und Milch von Klontieren erlauben?
Wer braucht Klontiere?
So etwas ist doch pervers und gegen alle Natur! Wird hier nicht langfristig die Ernährungsgrundlage der Menschheit mal wieder kurzfristigen Profitinteressen geopfert?

Sollte ich auf meine alten Tage doch noch zu einem Vegetarier werden müssen?

Kommentare deaktiviert mehr ...

Toleranz beim Essen

Manchmal gibt es ja richtig militante Fans bzw. Nichtfans von etwas. Militante Raucher, zum Beispiel, oder Nichtraucher, die jeden missionieren wollen. Bei den Vegetariern und Veganern hört man es ähnliches.

Aber es gibt auch hervor zu hebende Gegenbeispiele, die vor Toleranz nur so strotzen. So finde ich eben bei den Machern von “suite101.de – Das Netzwerk der Autoren” einen Artikel über Kartoffeln. Und da die Kartoffel an sich vegetarisch ist, findet sich der Artikel unter der passenden Subdomain: http://vegetarische-rezepte.suite101.de/article.cfm/einfache_gerichte_mit_kartoffeln

Salzkartoffeln werden als Rezept angeboten, auch Schmorkartoffeln mit Pilzen oder Kartoffelklößchen mit Pilzen. Toleranterweise finden sich aber auf der gleichen Seite auch Rezepte für Kartoffeln mit Leber und Kartoffeln mit Fleischfüllung.

Wie riefen doch die kulinarisch weiterentwickelten Franzosen so schön: Viva la tolerance … Oder so ähnlich.

Kommentare deaktiviert mehr ...

  • RSS Podcast

  • Archiv

  • Sonstiges

  • Bilderschau

    © dpkom.de 2007-2012 • Alle Rechte beim Betreiber
    iDream theme by Templates Next | Powered by WordPress