Nun ist alles im Kasten, wie es in Filmsprech so schön heißt. Wobei das Essen natürlich nicht im Kasten, sondern im Bauch ist. Oder auch schon wieder raus. Wie (fast) immer beim Dreh von EiTV steht vorher nicht unbedingt fest, ob zum Schluss etwas sinnvolles oder eßbares herauskommt. Das liegt im allgemeinen an der Probenlosigkeit der Filmarbeiten. Aber, nach Meinung der Anwesenden (fünf plus ein Hund) waren die Gerichte im Großen und Ganzen gelungen.

So könnt ihr Euch also demnächst auf eine neue Episode EiTV zum Thema Grillen freuen. Es gibt Fleisch, Fisch und Salat. Wem das zu profan ist, der warte bitte die Veröffentlichung der Folge ab, um sich eine echte Meinung zu bilden. 😉 Aber bis dahin steht noch einiges an Arbeit an: Wir bauen zwar keinen Briefversender, aber die Postproduction macht ja auch etwas Arbeit: Drehbuch, Vertonung, Schnitt.

Wem die Reihenfolge jetzt etwas komisch vorkommt, dem sei versichert: Genau so wird EiTV produziert. 😉 Rezeptauswahl, Plan, Einkauf, Kochen und Drehen, Drehbuch, Vertonung, Schnitt, Veröffentlichung. Achja: Florian hat auch drüber gebloggt.

Es ist schon eine Weile her, als wir den letzten Drehtag für eine neue Folge von EiTV hatten. Jetzt haben wir uns aufgerafft und es ist auch gleich - ganz planmäßig - der erste 2-Tage-Dreh geworden. Aber das kommt daher, wenn man einiges marinieren muss. Sommer, kochen, marinieren - das klingt wie eine Grill-Episode und die wird es dann auch. Mit einigen neuen Ideen. Würstchen, Hühnerbrust oder Nackensteak kann ja jeder - zumindest glauben es viele von sich.

Lasst Euch einfach mal vom fertigen Video überraschen. Ich bin auch schon ganz neugierig. Was jetzt schon abzusehen ist, das sind sehr farbenfrohe Bilder. Dabei war heute nur der Indoor-Drehtag. Wir haben eine interessante Marinade zusammen gerührt, die liegt aber jetzt in einer kleinen Dose im Kühlschrank. Natürlich haben wir auch schon was zum Grillen eingelegt; aber diese "Marinade" besteht nur aus Wasser.

Ach ja, in älteren Drehberichten philosophierte ich immer gern über den Wohlgeruch, der noch in der Luft lag, nachdem ich die Drehcrew nach Hause gebracht habe und der meist vom gebratenen, gegrillten oder gebackenen Fleisch stammte. Den hatte ich heute auch wieder in der Nase, als ich wieder daheim war. Aber wir haben nur die Vorbereitungen gedreht.  😉

Morgen gibt es dann den 2. Drehtag Outdoor. Wünscht uns Glück, dass es zum späten Nachmittag/Abend nicht regnet.

P.S.: Bei der Vorbereitung der heutigen Dreharbeiten bin ich auf eine gute (wie ich finde) Idee gekommen. Bitte achtet, wenn es Euch interessiert, in den nächsten Tagen mal auf eine "Stellenanzeige".

Eine Restaurantkritik zu verfassen, ist gar nicht so einfach. Nicht umsonst gibt es nur wenige bekannte, große Restaurantkritiker, die das gut können (oder nur noch von dem Ruf leben, es mal gekonnt zu haben). Mit feiner Zunge wollen das Essen geschmeckt und die Getränke getrunken sein. Auch das Auge isst mit, was sich zum einen auf dem Teller und zum anderen am allgemeinen Ambiente abarbeiten darf. Eine eigene Kriterienliste, an der sich die Speiseneinnahmeeinrichtungen messen lassen müssen, sind sicher auch hilfreich. Erfahren sollte die Zunge auch sein, entweder, um dem Genuss vollendet nachspüren oder Fehler des Kochs oder Lieferanten erkennen zu können. Mein Dreh- und Angelpunkt ist das gute Essen auf dem Teller, seine Conveniencehaftigkeit (möglichst nicht), Aussehen, Frische, sinnvolle Verarbeitung u. ä. Achja, und einen guten Aufhänger für seine Geschichte braucht man auch.

Ein Familiengeburtstag brachte mich an eine hiesige Essensstätte, die ich bisher noch nicht auf meinem Schirm hatte. Vor vielen Jahren stand ich schon mal davor, allein die damalige Geschlossenheit zwang zur Weiterfahrt. Gerade aber für Gruppen scheint das Hotelrestaurant nicht unideal zu sein. Die Lage bot sowohl vor dem Haus als auch aus dem Gastraum  - zwei gläsernde Wände ermöglichen bei unpässlichem Wetter den Ausblick - einen ungewohnten Blick über Neubrandenburg einschließlich Tollensesee und -tal. Wir hatten ein wenig Glück; zwar war der Wind noch kühl und deswegen unangenehm, aber der herrliche Sonnenuntergang belohnte das Auge.

Apropos Sonne. Die beschien zuvor das Ambiente in und um den Raum der Feierlichkeit, in den sicher bis zu 30 Leute gemütlich hineinpassen. Für Wohlgefühl sorgte ein aufmerksamer Service, der sowohl Sonderwünsche als auch launige Bemerkungen aufnahm und trefflich reflektierte. Bei 20 Bestellungen á la carte kam die Küche dann zwar ein wenig an ihre Grenzen, die anwesende Kinderschar machte es aber sowieso beinahe unmöglich, dass alle gleichzeitig aßen.

Hatte man seinen Blick über Neubrandenburg gesättigt, kamen die näher liegenden Außenanlagen ins Blickfeld. Eine park- oder gartenähnliche Grilllandschaft inkl. Pavillon, ein großes Schachspiel oder auch Tischtennis und weiteres lassen den Platz für längere Feiern mit Bespaßungen für jung und alt. Bei der Vorstellung eines lauen Sommerabends, umweht vom aromatischen Odem gegrillten Schweins, in der Hand ein perfekt gekühlter Rosé und der Blick aus der Holzlaube über die Stadt, geht einem das Herz auf.  Vielleicht sollte man mal im Hotel Hellfeld nachfragen, ob die das dort selber machen oder ob man einfach nur die Einrichtung mietet und alles mitbringt.

Auf die Gefahr hin, den einen oder anderen Leser dieses Blogs ein wenig zu irritieren, folgen mal zwei Drehberichte hintereinander. Die Erklärung dafür liegt zum einen auf der Hand und ist zum zweiten schnell einsichtig: Die beiden Drehtermine lagen so dicht hintereinander, dass es für die Fertigstellung der No. 5 zeitlich nicht gereicht hatte, bevor die No. 6 in den Kasten kam. Dafür gibt es dann in den nächsten Tagen 2 EiTV-Folgen ziemlich zügig hintereinander im Netz. Ein konkreter neuer Drehtermin steht noch nicht an.

Diesmal über die leckeren Gerüche in der Küche nach dem Dreh zu philosophieren erübrigt sich, da wir die EiTV-Kochstelle verlassen und unter freiem Himmel (zumindest die Fertigstellung) gegart haben. Das liegt bei der Zubereitungsform des Essens auf der Hand: Es wurde gegrillt. Da roch es zwar beim Grillen recht lecker, aber durch die fehlenden Wände hatte der Duft eine ebenso fehlende Nachhaltigkeit.

Worauf kann sich der geneigte EiTV-Zuschauer freuen? Im wesentlichen auf Fleisch und Fisch. Und auf eine Idee, die selbst gestandene Gastronomen ein wenig überrascht hat: Was muss man tun, damit beim Hamburger-Grillen die Klopse nicht am Grill festkleben? Wobei ich nicht weiß, ob der Grund auch der echte ist, aber zur Verwunderung der Wirtin, von anderen Beteiligten und auch von mir haftete absolut nichts vom Hackfleisch am Grillrost.

Da die Hauptmahlzeit aus Spießen, echten Männer-Schaschliks bestand, und hinterher noch ein paar Spieße übrig waren, gab es auch Gemüsespieße, um dem Magen eine gewisse Erholung zu gönnen.  Wie immer bei solchen Aktionen bereit man meist knapp doppelt so viel zu, wie im besten Fall gegessen wird. Deswegen geht der Dank des EiTV-Teams an die Teilnehmer des freitäglichen Blogger-/Piratenstammtischs (19 Uhr, Torcafé), die nicht nur beim Verzehr, sondern auch bei der Grillinbetriebsetzung und -bedienung tatkräftig halfen.

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Oft sind die einfachen Sachen doch immer noch die besten. Beim samstagvormittägigen Supermarktbesuch lachten mich an der Fleischtheke die Lammchops an, so eine Art Beinscheibe vom Lamm mit einem Stück Röhrenknochen mittendrin. Da die Scheiben schon eingelegt waren (Kräuter, Knoblauch, Öl), erübrigte sich das Würzen.

Zu Hause angekommen ließ ich eine passende beschichtete Pfanne schön heiß werden, drehte dann die Hitze etwas zurück, legte das Fleisch ohne alles hinein und briet(?) es schön langsam von einer Seite. Als es anfing, leicht zu bräunen, drehte ich es einmal um und garte es auf der anderen Seite so lange, bis die Tastprobe den richtigen Garpunkt ergab. Dann ruhte es ein wenig, während ich den Kühlschrank nach einer Grillsoße durchforstete.

Vor dem Verzehr kam dann noch etwas Salz darauf.  Das Lamm war zart und saftig, die Grillsoße ging ungenutzt wieder zurück. Einfach lecker. Ein kleiner Salat hintendran machte das Mittag vollwertig.

P.  S.: Apropos Garpunkt vom Fleisch. Da möchte ich auf die noch nicht gedrehte Grillepisode von EiTV verweisen, da wird dann das Messinstrument zum feststellen des Garpunktes von Fleisch gezeigt.

P. S. II: Memo an mich: vom Essen Fotos machen nicht vergessen.