Manchmal bedauere ich Menschen, die in kleinen Städten wohnen; so in der 10000-Einwohner-Klasse. Groß genug, dass sich Restaurants mit internationaler Küche lohnen, aber zu klein, um mit nur gutem Essen zu überleben. Wann spricht es sich endlich bei den Gästen und den Wirten rum, dass nicht die große Auswahl für ein gutes Restaurant spricht, sondern das gute Essen.

Ohne auf Details eingehen zu wollen: Aber wenn in der Tür eines italienischen Ristorante ein Schild steht mit den Worten "Hier kocht der Chef noch ..." und man dann "selbst" erwartet, dort aber "indisch" steht, sei dringend davor gewarnt, vor allem dann, wenn erschwerend auf der Karte auch noch sogenannte griechische Gerichte auftauchen, zumindest dem Namen nach. Und Schnitzel.

Vorgefertigtes Essen pur, aus Tiefkühler, Dose oder Glas, nichts, was wirklich frisch zubereitet wurde (vielleicht bis auf den Beilagensalat), aufgewärmt und auf dem Teller drapiert. Suppen und Soßen, denen man ihre Herkunft aus der RGW-Verbundleitung nicht nur ansah, sondern auch schmeckte. Es sei wirklich gewarnt vor Läden, die mehr als 20 Gerichte auf der Speisekarte haben. Der Laden heute hatte sicher 200 ... So schlecht habe ich lange nicht gegessen.

Bäh. Und ich hatte mich schon gewundert, dass bei einem italienischen Restaurant kein Carpaccio auf der Karte stand. Kein Wunder, das geht nur mit frischen Zutaten.