Wenn wir hier etwas haben, dann ist das Gegend. Und die sieht, gerade auch zur Zeit, sehr schick aus. Ein paar Fotos sollen das belegen, wobei die Fotografie nicht wirklich in der Lage zu sein scheint, die Weite abzubilden. Versuchen kann man es trotzdem.

Gegend in M-V

Das Bild empfinde ich als so typisch für unser Land: Kartoffeln auf dem Feld, auch Getreide, dann die bestrauchten und bebaumten Feldraine und am Horizont moderne Technik in Form von Windrädern.

Straßen übers Land

Zu diesen schönen Plätzen kommen wir über meist einspurige Straßen, halbe Alleen meist.

Rapsfeld, nicht gelb

Während der Rapsblüte ist die Felderwirtschaft im Land eine gelbe Fleckenlandschaft, aber auch in grün sind die Rapsfelder interessant, auch und vor allem durch ihre Begrenzungen und dem dann nicht mehr so intensiven Duft.

Dieses Rapsfeld duftete, zumindest an der Stelle, ein wenig nach Kamille. Das klärte sich aber noch auf.

Kamille, Raps, Mohn und Kornblume

Alle Bilder aufgenommen am 17.06.2013, © bei mir. Es gibt sie natürlich auch noch in größerer Auflösung.

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Da ist man bei den regionalen Holzmedien - wie wir Vertreter der elektronischen Medien die papiergebundene Presse gern nennen - auf eine richtig gute Idee gekommen. 8 Wochen lang will sich ein Vertreter der schreibenden Zunft nur von dem ernähren, was in der Region, genauer: im Kreis Mecklenburgische Seenplatte, alles produziert wird. Vom Ansatz her stelle ich mir die Aufgabe relativ leicht vor.

Mecklenburg-Vorpommern ist ein Agrarland, und die Landwirtschaft dient in erster Linie dazu, den Menschen zu ernähren. So sollte es zumindest sein. Die Versorgung mit Getreide (und daraus folgendem Backwerk), Milch, Käse, Fisch, Fleisch dürfte kein Problem darstellen, gibt es doch Erzeuger, Verarbeiter und Weiterverarbeiter zu hauf. Die Obst- und Gemüseversorgung, regional eher kleinteilig aufgestellt, ist da vermutlich eher ein Problem. Dabei ist der Erwerb als Endverbraucher einfacher als das Finden des jeweiligen Hofladens.

Natürlich heißt es doch auf einiges verzichten, dessen Grundlagen nicht im Landkreis liegen. Aber das ist vielleicht mal eine gute Idee, wenn mehr auf hiesiges umgestellt wird. Tee, Kaffee, Kakao u.a. wachsen nicht in der Seenplatte. Aber immerhin wird im Land auch ein Mineralwasser abgefüllt, so dass die Getränkegrundversorgung sichergestellt ist.

Was ich bei ganzen Sache nur nicht verstehe, ist die Teilnahme des ZLT - Zentrums für Lebensmitteltechnologie. Nun ist dessen Chef auch ein guter Koch (wenn man die Glutamatorgien mal ignoriert, Stichwort Soljanka mit Silvio Witt), und jemand in der Funktion wird sicher gebraucht, um die hiesigen Produkte sinnvoll und abwechslungsreich zu verarbeiten, aber ansonsten wird eher nur eine LebensmittelSUCHtechnologie benötigt.

Das Dreieck Erzeuger-Handel-Verbraucher ist herausgefordert, ich vermute die Hauptschwierigkeit im allgemeinen darin, dass eine der Verbindungen zwischen den dreien nicht mitspielt. Und ich hoffe, dass am Ende der 8 Wochen eine schöne Übersicht als Ergebnis erscheint, wo man sich in der Region mit regionalen Lebensmitteln versorgen kann.