Da kann man doch auf dem Weberglockenmarkt, der in Neubrandenburg die Rolle des Weihnachtsmarktes übernommen hat, immer noch und mal wieder das eine oder andere besondere finden. Das sei auch und vor allem kulinarisch gemeint. Es gilt aber hier nicht, die 15357. Version aufgepeppten Discounterglühweins oder irgendwelche fettverseuchten Bratwürste zu verkosten. Wobei, die Richtung ist schon nicht verkehrt.

An einem der Stände, die vermutlich das Ende des Weihnachtsmarktes überleben werden, gibt es unterschiedlichste Grillwurstspezialitäten. Neben der schnöden deutschen und der schon besseren Krakauer Variante erfreut man hier den Gast auch mit zwei etwas ungewohnteren Arten. Schon im letzten Jahr war die Straußenbratwurst der Renner an diesem Stand, in diesem Jahr hoppelte dann das Gegenstück dazu aus Australien an vorbei: Känguru-Bratwurst.

Was beide Würste auszeichnet ist der fleischigere Biss und der spürbarere Eigengeschmack des farbkräftigeren Bräts. Während die Straußenwurst eher lang und schmal daher kommt, präsentiert sich die Känguru-Wurst kürzer und draller. Gefallen habe sie mir beide, wobei ich aber einen kleinen Vorsprung für die australische Variante feststellen muss. Die Laufvogel-Wurst war letztes Jahr besser ...