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Scherben bringen Geld – Ein Versuch

Nicht nur die Wege des Herrn, sondern auch die des Netzes – gemeint ist natürlich das Internet – sind sprichwörtlich unergründlich. Trotzdem gibt es immer wieder Ereignisse, die die Geisteskräfte des Nutzers, auch User genannt, herausfordern, um manche Informationswege und Zusammenhänge, wenn auch schon nicht zu beweisen, so doch aber irgendwie nachvollziehen zu können. Auf denn!

Es war einmal ein gar nicht so fernes Land, das im 13. Jahrhundert erstmalig erwähnt wurde. Da die Schreiberlinge damals doch recht versnobt waren, gaben sie dem Land einen lateinischen Namen: terra Stargardiensis. Das Land bzw. die Herrschaft Stargard, wie der gemeine, deutsch sprechende Pöbel es nannte, lag rund um eine gleichnamige Burg (siehe Bild), die heute einer kleinen Stadt unweit Neubrandenburgs ihren Namen leiht.

In diesem Land ging und geht immer mal wieder was kaputt, das fleißige Handwerker immer wieder versuchen zu reparieren. Aber bei aller Hochachtung vor ihrer Kunst und ihren Fähigkeiten: Ein gewisser Teil war unwiederherstellbar zerstört, vor allem viele Sachen aus Glas waren nur noch Bruch, der irgendwo gesammelt und deponiert werden musste. Vielleicht könnten spätere Generationen noch etwas mit dem ganzen Stargarder Bruch anfangen.

Schauen wir ins hier und heute. Das Internet ist ein weites Feld und der Versuch, darin oder damit Geschäfte zu machen, verbreitet sich überall. Eine Osnabrücker Firma hat es sich auf die Fahnen geschrieben, so viele halbwegs sinnvolle Domains wie möglich für sich zu registrieren, um diese dann mit Gewinn weiter zu verkaufen. Nun taugt aber eine einfach nur registrierte Domain wenig; wenn sie gefunden werden soll, muss etwas Inhalt dahinter. Das geht recht einfach mit einer Blogsoftware und einem Plugin, das automatisch News von Suchmaschinen integriert.

Man muss nur noch geschickt die Suchbegriffe zur Domain auswählen und schon läuft der Rest fast automatisch. Der Blick ins Impressum zeigt, dass zum Beispiel www.17033.de und www.17034.de (zwei der drei wichtigen Postleitzahlen von Neubrandenburg) auf diese Art vergeben sind. Aber auch für Firmen, die sich mit zerbrochenem Glas beschäftigen, hat die Firma Domains im Angebot. www.glasbruch24.de sei als ein Beispiel genannt.

Bringen wir beide Themen zusammen, so finden wir auf dieser Seite genau den Grund, warum die alten Stargarder den ganzen Glasbruch in der danach benannten Deponie, dem Stargarder Bruch, gesammelt haben. Damit er durch spätere Generationen und den zukünftigen Besitzer der Domain glasbruch24.de weggeräumt werden kann, wie wir einem Blogartikel dort entnehmen.

P.S.: Frank: Weißt Du noch, wann Du die Bilder gemacht hattest und wann die Veranstaltung war?

 


Wenn die Kasse spaßig klingelt

Geschichten, wie sie das Leben manchmal eben doch schreibt. Die Frage ist nur, warum solche Geschichten eigentlich genau so und nicht anders passieren. Aber lest selbst.

Es war einmal eine große regionale Firma, die unterschiedlichste Dienstleistungen anbot. Sie ist recht erfolgreich, ihre Dienste werden genutzt, sie hat viele Kunden und auch das Image ist recht in Ordnung, tut die Firma doch auch das eine oder andere für die Gesellschaft. Natürlich gibt es auch Kritiker, aber im großen und ganzen ist alles schön.

Einige der Dienstleistungen finden auch im bzw. über das Internet statt und da das immer wieder gern durch böse Menschen gestört – gehackt – wird, steckt die Firma auch den einen oder anderen Euro in die Sicherheit ihrer Dienste. Die Kunden freuen sich, dass sich die Firma kümmert, fallen doch bei einigen Leistungen der Firma dadurch keine zusätzlichen Kosten für sie an.

Die Technik entwickelt sich aber weiter, die Sicherheit wird immer größer geschrieben, also ändert die Firma das Verschlüsselungsverfahren. Das wirkt sich aber auch auf die Kunden aus: Diese sollen jetzt entweder pro Nutzung zusätzlich etwas bezahlen oder einmal etwas mehr Geld aufwenden und ein Zusatzgerät kaufen. Das wird den Kunden auch ganz freundlich mitgeteilt:

Ab dem 01. Juli 2011 müssen Sie sich auf ein neues Verfahren umstellen.

Gleichzeitig wird mitgeteilt, dass das Gerät …

… je nach Modell ca. 11 Euro kostet.

Alternativ kann man auch eine Variante wählen, die pro einmaliger Erbringung einer der Dienstleistungen 5 Cent kostet.

Das sind sicherlich beides keine großen Summen, aber grundsätzlich war die Leistung bisher kostenlos zu haben. Nun MUSS der Kunde auf das neue System schwenken. Er wird nicht höflichst oder dringlichst gebeten, nein, er muss. Offiziell, also schriftlich, wird der Kunde aber auch erst 8 Tage vor Ende des alten, kostenlosen Verfahrens über diesen Sachverhalt informiert. Salopp formuliert: Eine Frechheit.

Mit Datum vom 22. Juni 2011 erhielt ich das erwähnte Schreiben der Firma und wenn ich vorher nicht schon durch andere Blogs vorgewarnt gewesen wäre, ich wäre aus allen Wolken gefallen. Der Ton des Schreibens spottet wirklich jeder Beschreibung, die PR-Abteilung (so vorhanden) hat es vermutlich nie gesehen und hätte es so (hoffentlich) nie rausgelassen (weil sonst Zeichen der Unfähigkeit).

Dem Eingang des Schreibens folgte eine geharnischte E-Mail meinerseits an den Absender, die mit einem Gesprächsangebot beantwortet wurde. Als ich aber am 2. Juli (noch vor dem geplanten Gespräch) eine andere Dienstleistung aus dem Hause nutzen wollte, die mit der auslösenden wenig bis nichts zu tun hatte, ging das plötzlich zu meiner größten Verwunderung auch nicht mehr. Ich kanalisierte meine erboste Erregung in eine weitere geharnischte E-Mail und in eine zweite, mit einem dringenden Gesprächsersuchen. Parallel dazu schaute ich mich auf Webseiten anderer ähnlich gelagerter Firmen um, und fand welche, die zum Beispiel die o.g. 5-Cent-Leistung kostenlos anboten.

Dann ging alles sehr schnell: 04.07.: Terminvereinbarung für das Gespräch, 05.07.: Gespräch. Mein Szenario dafür trat nicht ein, sah ich den Höhepunkt doch darin, die/den Berater/-in um das Heraussuchen der Kündigungstermine aller Dienstleistungen zu bitten, die ich bei der Firma hatte, damit ich wüsste, wann ich was kündigen kann. Dafür trug ich beim Verlassen der Einrichtung das o.g. Gerät in der Tasche, fertig für mich konfiguriert, ohne die 11 Euro bezahlt zu haben.

Da stellt sich die Frage, warum die Firma das Gerät nicht grundsätzlich kostenlos zur Verfügung stellt, sondern auf die Leidensfähigkeit ihrer Kunden setzt, um es sich von allen, die sich nicht aufregen, erst mal bezahlen zu lassen. Es bleibt abzuwarten, ob die Gerätekosten nicht doch noch irgendwann abgebucht werden. Aber ich habe ja noch die Webseiten der anderen Anbieter in der Favoritenliste meines Browsers …


Die Universalzutat für gutes Essen: Zeit

“Qualität hat ihren Preis.” – Eine Floskel, die man in der “Geiz-ist-geil”-Gesellschaft schon bald nicht mehr hören kann. Oder doch? Wobei nicht alles, was einen hohen Preis hat, auch unbedingt eine hohe Qualität haben muss – aber das nur nebenbei. Eine andere Floskel sei auch noch erwähnt: “Zeit ist Geld.” Beide zusammen ergeben eine interessante Mischung aus allerlei Gedanken. Kernsatz: “Qualität braucht Zeit.”

Zeit scheint eines der größten Luxusgüter der Gegenwart zu sein. Hektik bestimmt den Alltag und beinahe scheint es so, als ob diejenigen, die einen stressfreien Job haben, als Faulenzer oder noch schlimmer bezeichnet werden. Stressbedingte Erkrankungen nehmen zu, über die Qualität der geleisteten Arbeit wage ich keine Beurteilung. Alles muss schnell-schnell gehen, ob es richtig oder falsch ist, spielt keine Rolle. Essen wird zum notwendigen Übel, Genuss wird als Luxusgut zelebriert.

Auf sueddeutsche.de fand ich unlängst einen interessanten Artikel, der sich mit dem Thema befasste: Die perfekte Tomatensoße. Vor ein paar Jahren veranstaltete jemand im kleinen Kreis einen Tomatensoßencontest. Außer, dass es eben eine Tomatensoße werden sollte, gab es nur eine Vorgabe: kein Fleisch. Milch, Käse, Fisch u.ä. waren erlaubt. Ich nahm daran teil, hatte allerdings vorher noch nie eine Tomatensoße selber gekocht. Im Supermarkt ließ ich mich von den Produkten inspirieren, was ich wohl alles in das Sugo einarbeiten würde … Tomaten, rote Spitzpaprika, Dosentomaten, Tomatenmark, Zwiebeln, Knoblauch, Mozzarella, diverse Kräuter, dabei natürlich Basilikum, gewürztes Tomatenmark und noch einiges mehr landeten im Einkaufskorb. In der heimischen Küche begann es klassisch: der Herkunft der Soße Tribut zollend schwitze ich die kleingeschnittenen Zwiebeln in Olivenöl an, fügte die geviertelten Tomaten, die gestückelten Spitzpaprika, eine Dose Tomaten, Salz, Pfeffer, Zucker hinzu und ließ alles etwas köcheln. Nebenher baute ich mir die weiteren Zutaten auf, um vom Geschmack inspiriert wie ein Künstler einfach nur zugreifen und die Soße aufwerten zu können. Der Griff erst zum Pürierstab, seiner Anwendung und dann zum Löffel zum Kosten brachte mich dazu, meine mühsam erworbene und aufgebaute Menagerie wieder wegzuräumen und alles so zu lassen, wie es war. Es war perfekt. Einfache gute Zutaten und ein wenig Zeit bei der Zubereitung, das war’s. Den gleichen Gedanken findet der geneigte Leser auch im o.g. Artikel:

“Wer fünf Minuten für einen Sugo angemessen findet, sollte sich die doch auch sparen und zum Ketchup greifen.”

Die dort beschriebene Tomatensoße steht ca. eine Stunde auf dem Herd.

Einer schönen Suppe geht es da nicht anders. Oder auch einem Risotto. Die einfachen Gerichte leben und sterben mit der Qualität ihrer Zutaten, die natürlich auch ihre Zeit brauchen. Das Schnitzel eines express hochgezüchteten Schweins wird nie die Qualität eines klassischen Hausschweins erreichen, dass in alle Ruhe sein Schlachtgewicht erreicht hat und bei dem es dann auch Spaß macht, es huldvoll zuzubereiten und mit Genuss zu verspeisen (interessanter Artikel dazu: “Studie: Franzosen bleiben trotz üppigen Essens schlank“). Aber heute wird die mangelnde Zeit, die man in die Zubereitung steckt, durch Chemie versucht zu vertuschen, so dass selbst gute Ansätze zu Lebensmittelsimulationen verkommen. Besonders unverständlich ist dann die Verwendung von Monoglutamaten/Hefeextrakten in Gerichten, die mit etwas gutem Willen nicht mal eine Brühe als Grundlage benötigen. Ein Beispiel dafür geistert gerade jubiläumstrunken durch die hiesige Blogosphäre. Da ich im Beitrag und in einem der Kommentare persönlich angesprochen wurde, sah ich mich gezwungen, auch etwas dazu zu schreiben. Ich glaube, meine Antwort drückt meine Meinung sehr gut aus, ohne jemanden zu verletzen.

Dem Essen und seiner Zubereitung, damit verbunden natürlich auch die Herstellung der Zutaten, gehört mehr Raum, Wert und Zeit eingeräumt. Ansonsten brauchen wir uns über die Lebensmittelskandale, Fettleibigkeit, Naturkatastrophen und vieles andere mehr nicht mehr zu wundern.

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Lernen vom großen Bruder

In der Neuen Zürcher Zeitung Online gab es am 23. Juni einen schönen Artikel: “Kalifornische Kleinstadt stellt ihren Betrieb ein -Zu hohes Defizit”. Dabei handelt es sich um die Gemeinde Maywood in der Nähe von Los Angeles. Die Stadt entlässt alle angestellten und bittet benachbarte Gemeinden, Sicherheits- und Verwaltungsdienstleistungen für ihre Bürger zu übernehmen.

Die Gemeinde hat 30’000 Einwohner und ein Defizit von 450’000 Dollar.  Das sind umgerechnet 366’000 Euro. Oder hoch gerechnet auf eine Gemeindegröße wie Neubrandenburg knapp 770’000 Euro bei gleicher Pro-Kopf-Verschuldung.

Die USA sind doch schon immer ein großes Vorbild für Deutschland gewesen …

Mit wievielen Euro war doch gleich Neubrandenburg verschuldet?

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Noch viel Aluchipnachfolger im Umlauf

Die Zahl der Jahreswechselwoche ist 14 Milliarden. Soviel D-Mark soll es noch in deutschen Haushalten, unter Matratzen, in Schatullen und an anderen verstecken Orten geben.

Zwei Fragen stellen sich in dem Zusammenhang: Wie kann man sowas feststellen und warum ist noch so viel davon im Umlauf?

Die Deutsche Bundesbank als oberster Währungshüter sollte natürlich wissen, wieviel Bargeld sie irgendwann  mal ausgegeben und wieviel sie im Rahmen der Währungsreform zum Euro wieder eingesammelt hat. Die Differenz scheint 14 Milliarden zu sein. Oder 175 DM pro Bundesbürger. Es lohnt also, doch mal zu suchen.

Sicher, einiges Geld ist wirklich noch nicht aufgefunden worden. Aber die eine oder andere D-Mark liegt wohl ganz bewusst versteckt rum. Nur: Warum? Glauben da welche, sie kommt nochmal wieder? NEIN! Verbessert sich der Wechselkurs zum Euro? NEIN! Oder war das alles Schwarzgeld? ;-)

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Obelix: “Die spinnen, die … Neubrandenburger”

Es war einmal ein kleiner CD-Laden, der auch DVDs, Fernseher, Computer, Waschmaschinen, Händys u. ä. verkauft. Die Angebote, die er machte, waren preislich meist auch recht gut, das Standardsortiment wurde aber selten unter Listenpreis verlauft, zum Teil sogar drüber. Es war also kein Discounter und im Durchschnitt eher teuer.

Irgendwann hat ja, wenn er so lange durchhält, jeder Laden mal sein Jubiläum. Im konkreten Fall war es wohl das erste zweistellige. Das wird natürlich ausgeschlachtet, es würde ja vermutlich jeder so machen. Aber die Folgen, waren die nicht abzusehen oder wollte die keiner sehen?

So erlebte Neubrandenburg (genauer, die Neubrandenburger Innenstadt) heute das perfekte Verkehrschaos (und das wird mit der neuen Tiefgarage sicherlich auch nicht besser, im Gegenteil): Staus und stockender Verkehr, der sich bis auf den Ring auswirkt. Wildes Parken in der gesamten Innenstadt, vermutlich auch zugeparkte Feuerwehrzufahrten und alles, was dazugehört. Dabei haben wir noch nicht mal Advent. Wenn das Ordnungsamt pfiffig gewesen wäre und jeden Verstoß gegen die StVO geahndet hätte, ein Teil des Stadt-Haushaltes hätte saniert werden können. Aber sehen ließ sich nur ein einsames Polizeiauto. Naja, immerhin ein Anfang. Das da aber Strafzettel ausgestellt wurden, habe ich auch nicht gesehen. Irgendwann (kurz vor 15 Uhr) schienen die Gesetzeshüter aber zu kapitulieren und zogen sich zurück.

Es entbehrte auch nicht einer gewissen Komik, als sich immer mal wieder ein kleiner Stau bildete, weil die Fahrzeuge die neben dem innerstädtischen Einkaufscenter befindliche Fußgängerzone verlassen wollten.

Und von wo die Falschparker alle kamen. Neubrandenburg und angrenzende Kreise lasse ich mir ja gefallen, aber es war ja von UER über B bis HRO alles dabei. Und das nur, weil ein Weiße-und-braune-Waren-Laden mal am Sonntag aufmacht und hier genau das gleiche verkauft, wie die ganze Woche über.

Soll die Neubrandenburger Innenstadt eigentlich jedesmal zur rechtsfreien Zone werden, wenn des gilt, den Konsumgöttern zu huldigen?

Wie Obelix schon sagte …


Jeder Dritte hat noch D-Mark

Auf einer Webseite las ich, dass noch etwa ein Drittel der Deutschen D-Mark zu Hause hüten, 12% sogar mehr als 100 DM. Jeder fünfzigste hat mehr als 500 DM in Münzen und/oder Scheinen. Da stellt sich mir die Frage nach dem Sinn.

Ok, ich muss zugeben: Ich habe auch noch D-Mark zu Hause. Genauer: Eine DM, die ich als Einkaufswagen-Chip mit mir rumtrage. Insofern bin ich auch nicht ganz ohne Schuld. Aber wozu hat man heutzutage noch hunderte D-Mark zu Hause? Wer ist denn hier der irrigen Annahme, dass die D-Mark nochmal wieder kommt? Einzig die Tatsache, dass der D-Mark-Besitzer Numismatiker ist, würde ich als Begründung gelten lassen.

Aber soviel Numismatiker gibt es nicht, die sage und schreibe (lese und bloge) 14 Milliarden DM horten. 14 000 000 000 DM.

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