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Die Menschen kommen durch nichts den Göttern näher, als wenn sie Menschen glücklich machen.
Marcus Tullius Cicero, Philosoph

Lass deine Taten sein wie deine Worte. Und deine Worte wie dein Herz.
Ludwig Uhland

Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, dass wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen.
George Bernard Shaw

Erziehung ist alles. Der Pfirsich war einst eine Bittermandel, und der Blumenkohl ist nichts als ein Kohlkopf mit akademischer Bildung.
Mark Twain

Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel.
Konfuzius

Am Anfang widersteht eine Frau dem Ansturm des Mannes, und am Ende verhindert sie seinen Rückzug.
Oscar Wilde

Wir sind alle Darsteller von Nebenrollen, ohne allzuviel vom Stück zu wissen.
Max Brod, Schriftsteller

Die Menschen verlieren zuerst ihre Illusionen, dann ihre Zähne und ganz zuletzt ihre Laster.
Hans Moser

Die größten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können.
Jean Jaurès

Der schlimmste aller Fehler ist, sich keines solchen bewusst zu sein.
Thomas Carlyle

Das Erfundene kann vervollkommnet, das Geschaffene nur nachgeahmt werden.
Marie von Ebner-Eschenbach

Wer wagt selbst zu denken, der wird auch selber handeln.
Bettina von Arnim

Ein ungeübtes Gehirn ist schädlicher für die Gesundheit als ein ungeübter Körper.
George Bernard Shaw

Sag etwas, das sich von selbst versteht, zum ersten Mal, und du bist unsterblich.
Marie von Ebner-Eschenbach

Ein Politiker teilt die Menschheit in zwei Klassen ein: Werkzeuge und Feinde.
Friedrich Nietzsche

Welch eine himmlische Empfindung ist es, seinem Herzen zu folgen.
Johann Wolfgang von Goethe

Manchmal ist es doch ganz verwunderlich, wie aus - im Zweifel  mehreren - Irrtümern doch zum Schluss was schönes bei raus kommt. Wobei der eigentliche Schluss erst morgen früh sein wird. Oder auch nicht. Das muss sich noch zeigen. Wobei ich nicht übertrieben habe, also sollte morgen nichts zu spüren sein.

Aber genug der Andeutungen. Donnerstags abends sitze ich meist am Rechner, um die Sendung "Freitag nach eins" vorzubereiten. Themenauswahl, Musik, Twittersprüche, Blogbeitrag usw. Die Sendung ist zwar nur eine Stunde lang, aber ein wenig Vorbereitung muss schon sein, soll sie gut und störungsfrei über die Bühne bzw. on air gehen. Mein heutiger Begleiter ist dabei nicht nur ein im Hintergrund dudelnder Fernseher sondern diesmal auch ein Gläschen Rotwein - ok, mittlerweile schon das zweite. 😉 Ein bisschen ungewöhnlich ist es schon.

Dieser Rotwein hat mich aber mal interessiert. Dazu muss man vielleicht sagen, dass sich vermutlich ein paar Leser dieser Zeilen darüber wundern. Es gibt wenige Menschen, die mich Alkohol trinken gesehen haben. Das heißt nicht, dass ich mich immer nur heimlich besaufe, aber mein Konsum geistreicher Getränke ist übersichtlich zu nennen. Das ist nicht immer so gewesen, was zwar so klingt, als ob ich früher Alkoholiker war, was es aber nicht heißen soll. Ich war und bin immer Genusstrinker gewesen. Der Schwerpunkt lag auf Weißwein - speziell Riesling, weniger zum Essen, sondern einfach nur so. Der durfte gern etwas kräftiger sein, aber nicht ganz trocken. Es gibt da schon leckere Gewächse.

Mein Weinkonsum in den letzten Jahren lag quasi bei Null. Ich weiß nicht, wieso, aber irgendwie machte es keinen Spaß. Aber langsam komme ich wohl in ein Alter, das wird Wein wieder interessant, aber nicht mehr der Weiße, sondern der Rote. Aber auch hier ziehe ich die nicht ganz (furz-)trockenen den anderen vor, auch der Tanningehalt darf gern so klein wie möglich sein. Ich hatte da mal vor ein paar Jahren einen sehr süffigen Spanier ... Aber lassen wir das. Die Detailkenntnisse sind etwas eingerostet, es gilt, sich langsam wieder vorzutasten.

Der Boden war bereitet, und so viel mir ein Wort ins Auge, dass mein Interesse weckte: Unter der Überschrift "Rotweine" stand der Begriff "Schwarzriesling". Ein Rotwein mit Rieslingeigenschaften? Haben die eine rote/dunkle Rieslingtraube gezüchtet? Meine aktuelles Interesse an Rotwein und mein altes an Riesling schienen sich verbunden zu haben. Dass ich damit einem Irrtum aufgesessen bin, weiß der Weinkenner längst und ich mittlerweile auch. Der Schwarzriesling hat mit dem Riesling nur den Namen gemein, ansonsten überwiegen die Unterschiede.

Das hinderte mich aber nicht daran, trotzdem ein Fläschchen käuflich zu erwerben. Wikipedia und das Flaschenetikett klärten mich darüber auf, dass der Schwarzriesling eher was mit dem Burgunder zu tun hat. Auch der Traminer scheint beteiligt zu sein. Im Glas befindet sich eine schöne rote Flüssigkeit, die allerdings aus der Flasche etwas dünn rausgelaufen ist. Das kann aber auch an der ungünstigen Beleuchtung gelegen haben. Je länger ich an dem Glas herumtrinke, desto besser mundet er mir aber trotz meines anfänglichen Irrtums.

Was lernen wir daraus? Schöne Genüsse müssen nicht immer fundierten Erkenntnissen entspringen. Manch Irrtum brachte auch schon freudige Überraschungen hervor. Prost. Und die Sendung morgen ist vielleicht besonders geistreich. Wenn es das Thema Handys hergibt. 😉

Das Geheimnis des Erfolges ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.
Henry Ford

Ein hübsches Kompliment ist eine glaubwürdige Übertreibung.
Peter Alexander

Mütter lieben ihre Kinder mehr, als Väter es tun, weil sie sicher sein können, dass es ihre sind.
Aristoteles

Wer weiß, wie Gesetze und Würste zu Stande kommen, kann nachts nicht mehr ruhig schlafen.
Otto von Bismarck

Wer lernen möchte, den Menschen die Wahrheit zu sagen, muss lernen, sie sich selbst zu sagen.
Lew Tolstoi, Schriftsteller

Das blöde an Mode ist ja, dass der Kopf immer oben rausguckt.
Unbekannt

Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.
Marie von Ebner-Eschenbach

Es ist besser, zu genießen und zu bereuen, als zu bereuen, dass man nicht genossen hat.
Giovanni Boccaccio

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.
Albert Einstein

Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet. Je mehr jemand die Welt liebt, desto schöner wird er sie finden.
Christian Morgenstern

Es fällt immer auf, wenn jemand über Dinge redet, die er versteht.
Helmut Käutner

Der wahrhaft Gelehrte schämt sich nicht, auch solche zu fragen, die unter ihm stehen.
Lao-tse, Philosoph

Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag, doch niemals klug genug für den, der kommen mag.
Friedrich Rückert, Philosoph

Ein stolzer Mensch verlangt von sich das Außerordentliche. Ein hochmütiger Mensch schreibt es sich zu.
Marie von Ebner-Eschenbach

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann.
Leonardo da Vinci, Künstler

Solange uns die Menschlichkeit miteinander verbindet, ist egal, was uns trennt.
Ernst Ferstl

Man soll weder annehmen noch besitzen, was man nicht wirklich zum Leben braucht.
Mahatma Gandhi

Ein Philosoph ist ein Mann, der in Ermangelung einer Frau die ganze Welt umarmt.
Peter Ustinov, Schauspieler

Nicht auf das, was geistreich, sondern auf das, was wahr ist, kommt es an.
Albert Schweitzer

Es steckt oft mehr Geist und Scharfsinn in einem Irrtum als in einer Entdeckung.
Joseph Joubert, Schriftsteller

Nur ein mittelmäßiger Mensch ist immer in Hochform.
William Somerset Maugham

Interessante Selbstgespräche setzen einen klugen Partner voraus.
Herbert George Wells, Schriftsteller

Was es alles gibt, was ich nicht brauche.
Aristoteles

Die besten Freunde sind diejenigen Menschen, mit denen man über dieselben Dinge schweigen kann.
Chinesisches Sprichwort

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Grau sah es aus an diesem Novembertag, als die Reise auf Deutschlands sonnenscheinreichste Insel ging. Das Wetter verhöhnte diesen Slogan nach Kräften, es hätte nicht verwundert, wenn auch noch Schneegriesel gefallen wäre oder von irgendwoher ein Donner grollte. Kollege Volksmund ist da ja immer mit Tipps parat, auch wenn diese sich mittlerweile überholt haben bzw. auch als falsch nachgewiesen sind. Das gilt im Gewitterfall auch für den Spruch: "Eichen sollst Du weichen, Buchen sollst Du suchen." Zumindest auf den ersten Teil des Satzes sollte man manchmal doch öfter hören.

Neben vielerlei Badespaß bietet Usedom dem, der zu gehen, hören, schmecken, sehen, fühlen und spüren fähig ist, allerlei Zerstreuung, Anregung und Betätigung. So verschlug es zwei hungrige Autofahrer in den Süden der Insel. Da das Kulturprogramm wegen Geschlossenheit ausfiel, wurde der niedergehende Nieselregen schnell durcheilt, um dem Ziel der Atzung näher zu kommen. Der Einzug in ein Hotelrestaurant geschah zügig und nicht unbeobachtet, so dass der Service seine Tätigkeit aufnehmen konnte.

Bei diesem Aspekt des gastronomischen Erlebnisses können wir gern ein wenig verweilen, da hier (und nur hier) der positive Teil dieser Geschichte stattfindet. Wohldosierte Aufmerksamkeit dem Gast gegenüber war verbunden mit einem angenehmen, vielleicht etwas ange- aber auf keinen Fall verstaubten Ambiente. Der Gast hatte die Wahl, Getränke gleich oder erst nach dem Studium der Karte zu bestellen, leere Gläser und Flaschen wurden bemerkt, das Besteck entsprechend der Bestellung gerichtet. Und, um das Ende mal vorweg zu nehmen, auch das Ding mit dem Espresso und Cappuccino klappte beinahe makellos, auf jeden Fall besser als in JEDEM(!) anderen bisher besuchten Lokal. Auf die Bestellung je eines doppelten Espressos und eines Cappuccinos kamen die Getränke auf kleinen Tabletts und der Espresso war automatisch ergänzt durch ein kleines Glas Wasser und ein Zuckerdöschen. Das hätte ich mir auch für meinen Cappuccino gewünscht. Aber man hilft sich als Gast gern gegenseitig aus. Das kleine Manko: Zumindest der Espresso unter dem Milchschaumhäubchen hätte durchaus etwas aromatischer und kräftiger sein können. Aber auch das ist Geschmackssache.

Der Besuch fiel zufällig in die 9. Usedomer Wildwochen und so war die Hauskarte durch eine kleine Wildspeisekarte ergänzt. Drei Wildgerichte und eine Suppe standen zur Auswahl, und auch die normale Speisekarte führte das eine oder andere Wildgericht auf. Die Usedomer Waldpilzcremesuppe, eine (unvermeidliche) Soljanka, einen Burger Helbut und Wildschweinmedaillons mit einem Kartoffel-Birnen-Gratin, Gemüse-Julienne und Soße standen neben ein paar Getränken am Ende auf der Rechnung und vorher auf dem Tisch. Die Soljanka war mit Ausnahme der eben gemachten Aufzählung nicht weiter erwähnenswert. Die Waldpilzcremesuppe allerdings war das schleimigste und die Pilze darin das fehlaromatischste, was ich bisher erlebt habe. Man konnte den falschen Eindruck haben, dass über die Pilze vor dem Trocknen noch eine Schnecke rübergelaufen ist, die aber später mit verarbeitet wurde. Warum keine frischen Pilze verwundet wurden - habe ich nicht gehört, wir hätten gerade eine hervorragende Pilzsaison? - wird ein ewiges Geheimnis der Küche bleiben.

Während man sich an den Suppen noch beinahe die Zunge hätte verbrühen können, bestand diese Gefahr bei den Hauptgerichten nicht mehr. Vielleicht waren sie schon vor den Suppen fertig? Man weiß es nicht. Der Wildburger Helbut bestand aus einem großen blonden Sesambrötchen, dass mit gesprengtem Eisbergsalat, Tomatenfragmenten, angebratenem und dann kochend gegartem Wildfleisch und einer cremig-süßen Soße (ich dachte erst, es wäre eine Cocktail-Soße, aber es muss irgendwann mal eine Preiselbeere vorbeigelaufen sein) belegt war. Das Wildfleisch war kein Burger (also Hackfleisch) im klassischen Sinn, sondern war nur in dünne Scheiben geschnitten und "verrückt" auf den Salat geschichtet. Das Wort "verrückt" entstammt übrigens der Speisekarte.

Zum Helbut gab es ein Kännchen Bratensoße, einer aromatischen, aber dünnen, eher an Brühe erinnernden Flüssigkeit, die so schmeckte, als ob das im Burger befindliche Fleisch darin gegart wurde. Es könnte auch sein, dass das Fleisch so schmeckte, als ob es in dem Fond gegart wurde, aber das wäre ja fast das selbe. Während man beim Italiener gern mal Brot zum Essen dazu bekommt, um letzte Tropfen leckerer Soße damit vom Teller zu bekommen, war der Inhalt des Kännchens dazu da, über das Burgerbrötchen geschüttet zu werden. Wenn jetzt aber diese nur sehr zart angetoastete sesambestreute und aufgeblasene Mehlwatte mit Flüssigkeit in Berührung kommt, weiß jeder, was damit passiert. Statt des Handwerkerspruches "Nach fest kommt ab." gilt hier "Nach feucht kommt Matsch." Ursprünglich wollte ich auch nur das Fleisch mit der Soße überschütten, aber die Bauart des Burgers ließ es nicht zu, war doch die cremige Burgersoße nicht unterhalb des Fleisches - wie es sich gehört - sondern obendrauf.

Zart und weich, so war das Burgerbrötchen und auch das Fleisch im Burger. Die Wildschweinmedaillons auf dem anderen Teller waren es nicht. Eigentlich ist sowas ja das feinste vom Tier. Das Filet wird in dicke Scheiben geschnitten, die werden sanft plattiert und dann kurz gebraten. Würzung nicht vergessen. Was aber hier als Medaillons auf den Teller kam, war an Zäh- und Festigkeit kaum zu übertreffen. Das Haus hat übrigens gutes Besteck, was in dem Zusammenhang positiv erwähnt werden sollte. Damit hier nicht nur negatives steht. Vielleicht kommentiert auch der Esser mal, ob er am nächsten Tag Kaumuskelkater hatte. Eine schöne Trainingseinheit für markante Gesichtszüge war der Verzehr der Filetscheiben auf jeden Fall.

Auch der Rest der Tellerauflage bekleckerte sich nicht mit Ruhm. Bei Wein und anderen Getränken gibt es bekanntermaßen eine empfohlene Trinktemperatur. Bei Wildfleischgerichten sollte es sowas auch geben, bei den Gerichten war sie auf jeden Fall nicht erreicht (und gerade Wild lebt von ein wenig Temperatur). Aber auch das Kartoffel-Birnen-Gratin half da nicht dem Wohlempfinden auf die Sprünge.

Im großen und ganzen kann man in diesem Fall nur froh sein, dass die Usedomer Wildwochen am Tag des Erscheinens dieses Artikels ihren letzten Tag haben. Es bleibt zu überprüfen, ob die Gerichte der normalen Speisekarte besser beim Gast ankommen als die von der Spezialkarte. Ansonsten gilt für den Gasthof "to'n Eikbom" in Dargen auf Usedom: "Eichen sollst Du weichen ..." (Volksmund).

Misstrauen ist ein Zeichen von Schwäche.
Mahatma Gandhi

Kluge Menschen suchen sich die Erfahrungen selbst aus, die sie zu machen wünschen.
Aldous Huxley, Schriftsteller

Ich werde den Verdacht nicht los, dass Abstinenzler die Sachen nicht mögen, auf die sie verzichten.
Dylan Thomas

Man mutet sich so leichtfertig andern Menschen zu, und dabei kann man sich kaum selbst ertragen.
Wolfgang Borchert

Je mehr sich die Männer den Wünschen der Frauen anpassen, desto weniger können die Frauen mit ihnen anfangen.
Camille Paglia

Wer zu früh Erfolg hat, fängt an, sich selbst zu kopieren.
Friedensreich Hundertwasser

Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das wichtigste im Leben. Heute, da ich alt bin, weiß ich: Es stimmt.
Oscar Wilde

Besser unter Niveau amüsieren als niveauvoll gelangweilt.
Kay Ray

Darf man bei einem Restaurantbesuch erwarten, dass ob der quasi unveränderten Speisekarte nach dem letzten Besuch auch das gesamte Erlebnis unverändert geblieben ist? Ja.
Darf sich die Abwesenheit des "Chefs" auf die Qualität des gastronomischen Erlebnisses auswirken? Nein.
Lehrausbildung Ende Oktober - Sowas beginnt doch meist im August? - Darf das Auswirkungen haben? Eigentlich nicht, und wenn, dann nur kleine. Man ist als Gast ja guten Willens, jeder war irgendwann mal Azubi oder Lehrling.

Gerade auch, wenn man für ein Stück Fleisch auf dem Teller über 20 Euro ausgibt, begleitet von einem Hauch Garnitur, etwas BBQ-Soße und etwas Knoblauchbaguette, dann sollte man alle obigen Frage so beantworten dürfen. Allein, es war nicht so. Aber das Knoblauchbaquette war gut. Und der Frischkäsedipp vom gegenüberliegenden Teller. Und beides zusammen. Aber dann folgt schon die Mängelliste.

Die große Cola von gegenüber kam auch wie bestellt, bei meiner großen Pfirsichschorle fehlten die Größe und wesentliche Teile der Schorligkeit. Nunja, die junge Kraft, vermutlich noch am Beginn ihrer großen Gastronomiekarriere, kam nach der Aufnahme der Bestellung nochmal zurück, um vergessene Details (Garpunkt der Steaks) nachzufragen. Schade, dass sie nicht alles nochmal eruiert hat.

Es ist immer schwierig, wenn bei mehreren Personen an einem Tisch unterschiedliche Gänge bestellt werden. Aber ich unterstelle, dass es da in der Ausbildung durchaus eine Regel gibt, die sich auf die Situation "zwei Mann am Tisch, einer mit Vorspeise, einer ohne, sonst nur Hauptgericht, kein Dessert" anwenden lässt. Das Ziel, dass beide gleichzeitig was zu essen bekommen, lässt sich da unterschiedlich einfach herbeiführen. Im aktuellen Fall wurde die bestellte Vorspeise einfach nicht geliefert (allerdings auch am Ende nicht berechnet). Irgendwie scheint dieser Teil der Bestellung keinen Weg vom Ohr zu Stift und Zettel gefunden zu haben.

Ansonsten: Das Rib-Eye-Steak war nicht wie bestellt medium, sondern medium rare, die Konsistenz ist mit teilweise zart, teilweise eigenartig recht gut beschrieben. Am Rumsteak muss der Koch sehr gehangen haben, es war voller sehnen/Sehnen. Das Röstgemüse wird wohl Tiefkühlware gewesen sein, von keinerlei Saisonalität gestreift.

Überarbeitung oder Stress kann auch kein Grund für die abgerutschte Leistung gewesen ein, waren insgesamt doch nur zwei Tische besetzt. Unter welchen Bedingungen ich nochmal ins Cayenne gehe, weiß ich nicht. Von allein fällt mir das sicher nicht nochmal ein.

Was wären die Menschen ohne die Frauen? Rar, sehr rar.
Mark Twain, Samuel Langhorne Clemens, amerikan. Schriftsteller u. Satiriker, 1835 - 1910

Die Fantasie ist Vorläufer und Nachfolger aller Tatsachen.
Horst A. Bruder, dt. Aphoristiker, ('Gegen-Sätze', 'Trieb-Feder', 'Druck-Stellen'), geb. 1949

Die erste Liebe ist nichts als ein bisschen Dummheit und sehr viel Neugierde.
George Bernard Shaw, irisch. Dramatiker, Schriftsteller u. Bühnenautor, 1925 Nobelpreis für Literatur, 1856 - 1950

Sage mir, wer Dich lobt, und ich sage Dir, worin Dein Fehler besteht.
Lenin, Wladimir Iljitsch Uljanow, russ. Revolutionär u. Politiker, gilt als Begründer der Sowjetunion, 1870 - 1924

Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, geben uns den Halt im Leben.
Marie von Ebner-Eschenbach, Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, Novellistin u. Aphoristikerin, wurde 1900 erste Ehrendoktorin der 'Wiener Universität', 1830 - 1916

Erst beim Abfassen der Steuererklärung kommt man dahinter, wieviel Geld man sparen würde, wenn man gar keines hätte.
Fernandel

Mitunter reicht schon eine stärkere Brille, um den Verliebten zu heilen.
Friedrich Nietzsche, Friedrich Wilhelm Nietzsche, dt. Philosoph, Essayist, Lyriker u. Schriftsteller, 1844 - 1900

Ich lebe in jener Einsamkeit, die peinvoll ist in der Jugend, aber köstlich in den Jahren der Reife.
Albert Einstein