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Da die Resonanz auf die letzte kleine Bilderserie recht positiv ausgefallen ist und beim letzten Bloggerstammtisch der Wert von Bildern im Blog durchaus positiv bewertet wurde (auf dem Weg zur Kultverdächtigkeit Martins Sonntagsmittagsbilder), heute ein paar Fotos, die allerdings schon seit letztem Sonntag rumliegen. Sie (und noch ein paar mehr) sind im wesentlichen an 2 Orten entstanden: bei Nonnenhof und am Hügelgrab zwischen Siehdichum und Wustrow (bzw. auf den Wegen dahin).

Die Verbindung zwischen beiden Orten ist auch eine optische. Man sieht sich voneinander.

Blick auf das Hügelgrab vom Bootsanleger Nonnenhof

Vom Bootsanleger Nonnenhof aus braucht es allerdings ein wenig Zoom, um das Hügelgrab, dass auch gleichzeitig ein sehr schöner Aussichtspunkt ist, zu sehen.

Strand NonnenhofDen Strand von Nonnenhof sieht man dann nach einer 143°-Wende. 😉 Das beweißt, dass der Blick zurück über die Schulter manchmal durch aus lohnt.

Vogel auf ReuseAn dieser Stelle sind dann mal die Botaniker gefragt. Welcher Vogel lüftet hier seine Flügelfedern? Sieht ein wenig nach Bundesadler aus, ist es aber nicht. 😉

SegelbootManche Bilder brauchen auch Zeit. Bis das Segelboot endlich diese Position erreicht hatte, dauerte es einen Moment. Der Zufall wollte es, dass da auch die Sonne gerade die Wiese dahinter beschien. Dankend zur Kenntnis genommen.

Brücke"Durch diese hohle Gasse muss er kommen ..." Hier irrten sowohl W. Tell als auch F. Schiller. Hier lang gings zurück zum Auto.

DiestelDiese Diestel hätte mich beinahe gepiekt, ich konnte ihr aber noch rechtzeitig ausweichen. Im Hintergrund übrigens schon das Hügelgrab. Ich fürchte, ich weiß, wer der verwasche dunkle Fleck dort oben ist. 😉

DiestelIch fürchte, ich mag solche Aufnahmen ...

DiestelWer jetzt auch mal ein schönes Ausblicksbild vom Hügelgrab aus erwartet hat, den muss ich enttäuschen. Aktuell habe ich keine gemacht, habe ich doch schon welche im Archiv. So musste nochmals die Diestel dran glauben.

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Manchmal habe ich ja einen kleinen Zahlenfetisch. Runde Zahlen, besondere Zahlen, schöne Zahlen, Zahlen mit Hintergrund ... - das hat schon irgendwie was. Vielleicht liegt es ja auch am Anteil Mathematik, der mal in meinem Studium enthalten war. Oder ich verwechsle hier gerade Ursache mit Wirkung. Wer das Besondere der Zahl 2520 kennt oder weiß, was am 22.7. gefeiert wird und warum (natürlich ohne sich von Google, Wikipedia & Co. helfen zu lassen), kann das vielleicht nachempfinden.

vorher
vorher

WordPress, mit dem dieser Blog realisiert wird, geht bei der Nummerierung der Artikel reicht eigenwillige Wege. Das einzige, was man über diese Zahlen aussagen kann, ist, dass sie von Kolumne zu Kolumne steigen, aber manchmal in recht eigenwilligen Schritten. Deswegen ist die 2767, die hierfür vergeben wird, ohne Fetischrelevanz. Ganz anders im Dashboard, dort wird penibel mitgezählt. Als ich gestern zur Veröffentlichung der "Geistreichen Bemerkungen" kam, sah ich nebenstehende Anzeige, die mich zu dem diesem Artikel grundlegenden Gedanken führte: Der nächste ist der fünfhundertste.

Seit Mitte Dezember 2007 tue ich mich also der Blogwelt kund. Sicherlich ist nicht jeder der 500 Ergüsse heute noch lesenswert, vielleicht sollte ich da mal eine Inventur machen und schlechtes oder von der Zeit überrolltes entfernen. Aber es macht immer noch Spaß, an Formulierungen zu feilen, seinen Ärger zu kanalisieren, irgendwo Pointen zu klauen und den eigenen Ideen anzupassen. Mich durchzuringen, wirklich jeden Tag was zu schreiben, konnte ich bisher nicht. Das wird auch sicher vorläufig nichts. Aber das Ziel, dass zwischen zwei "Geistreichen Bemerkungen", die immer sonntagsabends erscheinen, mindestens ein weiterer Artikel steht, habe ich dann schon.

Nun wird erstmal ein Gläschen Eisteeschorle geköpft und mit dem Netbook angestoßen. 😉 Auf die nächsten mindestens 500. Und zur Auflösung der beiden Zahlen"rätsel' oben: Der 22.7. ist Welt-Pi-Tag, weil 22/7 einen guten Näherungswert für Pi darstellt. 2520 ist die kleinste Zahl, die gleichzeitig durch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 teilbar ist.

[podcast]https://ms.dpkom.de/rundumgenuss/wp-content/uploads/sites/5/2010/07/2767.mp3[/podcast]

Update: Nach der Veröffentlichung

danach
danach

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Ich weiß nicht, was sich manche Firmen bei der Auswahl ihres Namens so denken. Sicher kann man bei diesem Firmennamen auch geradeaus denken, aber manchmal muss man auch so denken, die andere denken:

Co-Working in der Herbertstraße? Dazu passt dann aber die Postleitzahl nicht. Oder irgendein anderes Netzwerk?

Sicherlich geht es in der Herbertstraße manchmal auch im Nüsse. 😉

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Vielleicht ist es ja schon jemandem aufgefallen: blog.rundumgenuss.de gibt es jetzt auch optimiert für Smartphones. Jetzt heißt es nur noch, eine kurze Adresse dafür zu finden. Aber mit der langen gehts jetzt auch schon. Einfach mal ausprobieren mit iphone, Milestone, iPad touch, G1, Android und Co.

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Es gibt Menschen, die bildlich gesprochen sehenden Auges in ein aufgeklapptes Messer laufen. Das ist im wesentlichen ihr eigenes Problem. Aber wenn eine ganze Region sowas tut, dann ist das nicht sehr schön und außerdem etwas übertrieben formuliert.

Vier Großereignisse an vier Tagen, da darf man eine gewisse Skepsis haben, was ordnungsgemäße Abläufe in der Stadt betrifft. Wobei ich immer noch hoffe, dass meine Prognosen nicht in Erfüllung gehen. So viel Glück ist aber selten jemandem beschieden. Vielleicht sollten wir auch alle entspannen und ein verlängertes Wochenende zum Verreisen nutzen.

Donnerstag eröffnet der neue große Supermarkt in der Oststadt, Freitag der Weberglockenmarkt, Sonnabend ist Wochenendeinkauf und Sonntag ist verkaufsoffen, zumindest in der Innenstadt.

Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass am Sonntag in der Innenstadt mit massiver Belastung durch den meist ruhenden Verkehr zu rechnen ist. Zahlenmäßig massive Verstöße gegen die StVO werden nicht geahndet werden, geschweige denn unterbunden oder verhindert.

Jedem Falschparker sein 10/15-Euro-Ticket am Sonntag zwischen 13 und 18 Uhr, das wäre eine schöne Entlastung für die Stadtkasse bzw. eine schöne Spende für gemeinnützige Vereine. Ich werde ja sehen, wieviel Ordnungsbeamte unterwegs sein werden, denn ich bin am Sonntag auch in der Innenstadt - zu Fuß übrigens, einen der um den Ring liegenden Parkplätze nutzend.

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Bei meiner morgenlichen Lektüre habe ich in dem gerade aktuellen Buch (die Vorstellung folgt in der GLE, sobald ich es durch habe) einen sehr interessanten, wissenschaftlich fundierten und vieles erklärenden Gedanken gefunden.

Zwei Psychologen der Cornell-Universität hatten sich mit dem Thema Selbsteinschätzung beschäftigt.

Menschen neigen dazu, ihre eigenen zwischenmenschlichen und geistigen Fähigkeiten zu überschätzen. Wenig begabte Menschen sind dabei doppelt benachteiligt. Sie treffen nicht nur unglückliche Entscheidungen und ziehen falsche Schlüsse, sondern erkennen diese Fehler hinterher auch nicht. ...
Warum die weniger begabten Menschen nicht irgendwann merken, dass sie weniger können, ist uns ein Rätsel. Eigentlich müssten sie ihr Unvermögen anhand der Reaktionen ihrer Umwelt begreifen. Aber genau das können sie nicht: ihre Umwelt verstehen. (Justin Kruger, David Dunning 1999)

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Architekten sind kreative Leute, deren gestalteten Ergebnisse man immer gern bewundert (oder verwundert anschaut). Sicherlich gibt es eine ganze Reihe Gebrauchsarchitektur, aber man findet auch immer wieder herausragende Gebäude, die ob ihrer Einzigartigkeit auffallen. Beispiele dafür kennen wir alle. Aber der Architekt wird nicht als solcher geboren. Sicher liegt eine ganze Menge Talent u.U. mit in der Wiege, aber das Handwerkszeug wird an Hochschulen gelehrt. Die Bauhaus-Uni in Weimar, die Hochschule für bildende Künste Hamburg oder auch die ETH in Zürich seien stellvertretend erwähnt.

Was passiert eigentlich mit den Architektur-Projekten, die bei der Ausbildung an den Hochschulen durchfallen? Wäre doch schade, wenn diese, in die soviel Zeit und Energie investiert wurde, einfach so entsorgt würden. Nunja, sie haben vielleicht einige Fehler: Wohnhäuser, die wie an die Straße gewürfelt aussehen und in Blickrichtung nur aus grauem Beton bestehen ohne Fenster. Oder Häuser, wie aussehen wie Baracken (und auch in der gleichen Farbe angestrichen sind). Oder schicke Zweigeschosser, die die so eng nebeneinander stehen, dass sich die Bewohner benachbarter Häuser am Frühstückstisch den Zucker rüber reichen könnten, wenn nicht wieder ein bis zwei Wände fensterlos wären.

Aber ich will diese fensterlosen Hauswände nicht zu stark kritisiere, sind sie doch an sich gut durchdacht. Sie hindern meist die Bewohner des Hauses, ins nebenan stehende andere Haus zu sehen. Das hat da nämlich Fenster in der gegenüberliegenden Wand. Und wenn man da dann rausgucke, sieht man auf die (graue) Wand des gegenüberliegenden Hauses. Ich vermute mal, dass man sogar die Rauigkeit des Putzes erkennen kann. Hoffen wir also, dass die Innenarchitekten so gut waren, die Wohnungseinrichtung so gut zu planen, dass gar kein Interesse besteht, aus dem Fenster zu gucken.

Wer jetz glaubt, graue Wohnbetonwürfel, Wohnbaracken und das andere beschriebene gibt es nicht, dem empfehle ich mal einen schönen Spaziergang durch das Wohngebiet Wolgaster Straße, speziell die Zinnowitzer und die Heringsdorfer Straße.

Update 08.10.2009: Ich habe mir heute das Gelände nochmal angesehen. Die "Baracken" heißen übrigens Gartenhofhäuser. Davon gibt es zwei, die halbwegs parallel laufen. Dazwischen sind dann die Gartenhöfe, hoch mit Sichtschutzpalisaden eingezäunt, damit weder Licht noch des Nachbars Auge in den Garten fällt.
Erstaunlich ist übrigens, wie man gleich argwöhnisch beäugt wird, wenn man sich Häuser, die doch öffentlich rumstehen, mal etwas genauer ansieht. 😉

Wahlen sind manchmal die Rache des Bürgers. Der Stimmzettel ist ein Dolch aus Papier.
David Lloyd George, brit. Politiker, 1863 - 1945

Das Gegenteil von Pflicht ist nicht die Pflichtlosigkeit, sondern die Verantwortung.
Johann Pestalozzi, Johann Heinrich Pestalozzi, schweiz. Pädagoge u. Schriftsteller, 1746 - 1827

Man kann niemanden überholen, wenn man in seine Fußstapfen tritt.
Francois Truffaut, 06.02.1932 - 21.10.1984, frz. Regisseur, Schauspieler und Produzent

Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen reißt es hinfort.
Lucius Seneca, Lucius Annaeus Seneca, röm. Politiker, Philosoph u. Schriftsteller, 4 v.Chr. - 65 n.Chr.

Das Leben leicht tragen und tief geniessen, ist die Summe aller Weisheit.
Wilhelm von Humboldt, Karl Wilhelm Freiherr von Humboldt, dt. Philosoph, Philologe u. preuß. Staatsmann, 1767 - 1835

Nicht jene, die streiten, sind zu fürchten, sondern jene, die ausweichen.
Marie von Ebner-Eschenbach, Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, Novellistin u. Aphoristikerin, wurde 1900 erste Ehrendoktorin der Wiener Universität, 1830 - 1916

Gedanken sind zollfrei, aber man hat doch Scherereien.
Karl Kraus

Nimm an, was nützlich ist. Lass weg, was unnütz ist. Und füge das hinzu, was dein Eigenes ist.
Bruce Lee