Springe zum Inhalt

Früher wurde ja noch aus Händen gelesen, aber heute eben Feeds ...

Aber Spaß beiseite: ein kleiner Umzug steht bevor, so dass sich im Lauf der kommenden Woche die Feedadresse für alle RSS-Reader ändern wird. Eine Zeit lang will ich zwar versuchen, neben dem neuen auch noch den alten Feed erreichbar zu lassen, aber eine Umstellung auf den neuen wäre spätestens ab 1.8. sinnvoll. Genauere Informationen gibt es dann, wenn es soweit ist. Dies ist nur schonmal eine Vorwarnung.

Ein Ehepaar sitzt beim Frühstück.
Sie: "Ich wette, Du weisst nicht, was für ein Tag heute ist."
Er antwortet nur: "Natürlich weiß ich das." und verzieht sich ins Büro.
Um 10: 00 Uhr kommt ein Strauß Blumen von Fleurop zuhause an, gegen 12: 00 Uhr eine große Schachtel Pralinen und, als ob das nicht genug wäre, um 15: 00 Uhr ein sauteures Kleid vom Designer.
Natürlich ist die Frau überglücklich und ruft ihren Gatten bei der Arbeit an: "Liebling, ich bin dir so dankbar! Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie so einen schönen Siebenschläfertag!"

Früher, da hat man (dem Klischee nach) alles, was einen bedrückte, seinem Frisör erzählt (alternativ auch dem Barkeeper). Dank dünner werdendem Haar und ständig wechselnden, aber eben seltener besuchten Frisören, ist das Vertrauensverhältnis zum Haarabschneider nicht so weit aufgebaut, dass man einfach alles erzählen kann. So ergieße ich mich also hier, da ich mich auch selten in Bars rumtreibe.

Außerdem gibt es nur noch selten Frisöre, meistens sind es doch Frisörinnen.

😉

Manchmal sind die einfachsten Sachen doch die besten; wenn man denn auf die gute Qualität der Grundzutaten achtet. Als ich gestern beim Fleischer meines Vertrauens vorbei kam, ein regionaler Betrieb mit Tieren aus eigener Haltung, lachten mich da die Scheiben grillfertig eingelegten Kamms an. Der nebenan befindliche Bäcker bot knackfrische Brötchen feil, so dass sich zu Hause beides leckerst miteinander verband.

Die Fleischscheibe kam in eine gut vorgeheizte beschichtete Pfanne und wurde mit einmaligem(!) wenden auf beiden Seiten schön braun angebraten. Das Brötchen wurde aufgeschnitten, die Fleischscheibe, nachdem sie in der sich langsam abkühlenden Pfanne ein wenig geruht hatte, auf die untere Hälfte gelegt, mit ein wenig Senf bestrichen und dann mit der anderen Brötchenhälfte gedeckelt.

Saftiges Fleisch, knuspriges Brötchen und der Hauch Senf verbanden sich zu einer einmaligen Delikatesse. Alles frisch ist immer noch am besten.

Probiert das übrigens bitte nicht mit abgepacktem Fleisch und folienverschweißten Brötchen! Es gibt zum Beispiel beim Fleisch Gründe, warum es a) gut eingepackt ist, b) gut mit würziger Soße ummantelt ist,  c) es doch erstaunlich haltbar ist und d) manchmal erstaunlich günstig ist. Die wollt ihr aber nicht wissen, also nehmt gleich frisches Fleisch.

Von Thales' von Milets "Erkenne Dich selbst!" bis Georg W. Bushs "Achse des Bösen" reichen die Zitate und Redewendungen, die Helge Hesse zusammengetragen und mit ihrem geschichtlichen Umfeld ergänzt hat. Das Buch erhebt sicher nicht den Anspruch der Vollständigkeit, bietet aber kurzweilige Auffrischung der Geschichtskenntnisse der letzten 2600 Jahre.

Große Namen und jeweils ein Ausspruch von Ihnen begleiten durch die Zeitläufe: Sokrates, Aristoteles, Laozi, Cäsar, Cicaro, Vespasian, Anselm von Canterbury, Machiavelli, Luther, Descartes, Friedrich II, Kant, Napoleon, Büchner, Marx, Bismarck, Lenin, Einstein, Hitler, Churchill, Sartre, Brandt, Hussein, Clinton u.a. geben sich die Ehre, die Anregung für ein Stück Historie zu sein, die dann auf zwei bis drei Seiten abgehandelt werden.

Unterhaltsam, bildend, anschaulich.

Helge Hesse: Hier stehe ich, ich kann nicht anders
ISBN: 978-3821856018 (gebunden) oder 978-3492251273 (broschiert)

2

Immer mal was neues, davon lebt sicherlich auch ein Blog. Und deswegen gibt es ab sofort auch eine neue Rubrik bei "RundumGenuss": Die gekachelte Leseecke. In loser Folge werden Bücher vorgestellt, die sich hervorragend dazu eignen, bei der "großen Geschäftssitzung" gelesen zu werden. Anekdotensammlungen, Gedichtanthologien, Sachbücher mit kurzen, eigenständigen Kapiteln usw.

Viel Spaß also beim Nachstöbern, Nachlesen und Verrichten. Solltet ihr selber was zu empfehlen haben, schreibt einfach an

Die Ratte, die das sinkende Schiff verlässt, ist klüger als der Kaptän, der damit untergeht.
Jonathan Swift, irisch. Erzähler, Moralkritiker u. Theologe, ('Gullivers Reisen'), 1667 - 1745

Klug wird man hinterher, klüger war man meists vorher.
Mark Twain, Samuel Langhorne Clemens, amerikan. Schriftsteller u. Satiriker, 1835 - 1910

Mut besteht nicht darin, dass man die Gefahr blind übersieht, sondern darin, dass man sie sehend überwindet.
Jean Paul, Johann Paul Friedrich Richter, dt. Dichter, 1763 - 1825

Lob macht gute Menschen besser und Schlechte noch schlechter.
Thomas Fuller, brit. Prediger, 1608 - 1661

Erfahrung vermehrt unsere Weisheit, verringert aber nicht unsere Torheiten.
Josh Billings

Wer glaubt, über der Situation zu stehen, steht in Wirklichkeit nur daneben.
Friedl Beutelrock

Die Augen reden mächtiger als die Lippen.
Gerhard Hauptmann, dt. Schriftsteller, ('Die Weber'), 1912 Nobelpreis für Literatur, 1862 - 1946

Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
Benjamin Disraeli

Wer seine Zukunft formen will, muss in der Gegenwart leben.
Antoine de Saint-Exupéry, frz. Humanist, Romancier, Erzähler u. Flieger, 1900 - 1944

Denk falsch, wenn du magst, aber Denk um Gottes Willen für dich selber.
Doris Lessing

Im Herzen eines Menschen ruht der Anfang und das Ende aller Dinge.
Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi

Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche nie die Welt angeschaut haben.
Alexander von Humboldt

Glück, das ist eine gute Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis.
Ingrid Bergman

Die Welt ist eine Pulverfabrik, in der das Rauchen nicht verboten ist.
Friedrich Dürrenmatt

Gott gab uns die Sprache, damit wir aneinander vorbeireden können.
Sir Peter Ustinov, Petrus Alexandrus von Ustinov, brit. Schauspieler, Regisseur, Schriftsteller u. UNICEF-Botschafter, Oscar-Preisträger, ('Topkapi'), 1921 - 2004

Die Leuchte des Geistes ohne Wärme des Herzens wird oft zum Irrlicht.
Peter Sirius, Otto Kimmig, dt. Dichter u. Aphoristiker, 1858 - 1913

Im Unglück sieht man die Wahrheit klarer.
Fjodor Dostojewski, Fjodor Michailowitsch Dostojewski, russ. Schriftsteller, ('Schuld u. Sühne'), 1821 - 1881)

Liebe Mitstreiter von Foodwatch,

wie ich heute SpiegelOnline entnahm, habt ihr festgestellt, dass ein gewisser Alfons Schuhbeck für "Billigsuppe" wirbt. Da seid ihr richtige Blitzmerker.  Fast auf den Tag genau vor 7 Monaten (in Worten: sieben Monaten) gab es hier bereits eine entsprechende Notiz. Die "Qualität" der angesprochenen Produkte ist nicht erst durch Labortests festzustellen, da reicht auch ein Blick auf die Zutatenliste.