Wo Gott Dich hingesät hat, dort sollst du blühen.
aus Afrika
Etwas von heute auf morgen verschieben bedeutet, einen Tag verloren zu haben.
Ludwig Güttler
Der Mensch kann nicht alles wissen, aber etwas muß jeder haben, was er ordentlich versteht.
Gustav Freytag
Eigennutz ist die Klippe, an der jede Freundschaft zerschellt.
Ludwig Tieck
Intuition ist der eigenartige Instinkt, der einer Frau sagt, dass sie Recht hat - gleichgültig, ob das stimmt oder nicht.
Oscar Wilde, Oscar Fingall O'Flahertie Wills, irisch. Lyriker, Dramatiker u. Bühnenautor, (1891 'Das Bildnis des Dorian Gray'), 1854 - 1900
Die Stimme der Vernunft ist leise, aber sie ruht nicht eher, bis sie sich Gehör verschafft hat.
Prof. Dr. Siegmund Freud, Sigismund Schlomo Freud, österr. Arzt u. Neurologe, Begründer der Psychoanalyse, 1856 - 1939
Der Verstand und die Fähigkeit ihn zu gebrauchen, sind zweierlei Fähigkeiten.
Franz Grillparzer (15.01.1791 - 21.01.1872) österreicherischer Dramatiker
Verstehen heisst mit dem Herzen hellsehen...
Victor Hugo, frz. Lyriker, Romantiker u. Maler, ('Der Glöckner von Notre Dame'), 1802 - 1885
Sonne satt
Das Wetter am Wochenende verspricht ja noch recht angenehm zu werden. Deshalb sei mal auf den alten Artikel verwiesen.
Was man vom Prosecco lernen kann
Marcus Reckewitz und Hannes Bertschi haben mit dem Untertitel "Man schmeckt nur, was man weiß" ein hervorragendes Buch herausgebracht, dass ich jedem Genussmenschen nur ans Herz bzw. an den Magen und die Zunge legen kann. "Safran, Sushi und Prosecco" (ISBN: 978-3502150282) ist kein Kochbuch und keine Rezeptsammlung, dreht sich aber trotzdem um Essen und Trinken und sammelt viel Wissenswertes aus kulinarischen Höhen und Abgründen.
Bewusstes Genießen sollte eigentlich bei jedem ganz weit oben stehen, ließen sich doch auf diesem Weg viele ernährungsbedingte Beschwerden und Krankheiten von vornherein vermeiden. Dafür eine Basis zu legen, ist das Buch durchaus hilfreich, blickt es auch nicht nur auf den Teller oder ins Glas, sondern auch darüber hinaus, weiter, als das Tischtuch reicht.
Besondere Zustimmung und Erheiterung brachte mir der Artikel über den bereits im Titel des Buches enthaltenen Prosecco, steht er (der Artikel, nicht der Prosecco) doch stellvertretend für viele andere Produkte unserer Nahrungsmittelindustrie (allein dieser Begriff und das, was dahinter steht, gehören verboten). Ein Zitat: "... wenn man daran glaubt, dass Discounter für ein Almosen in der Lage sind, Gold in Flaschen abzufüllen, dann, ja dann ist man der ideale Kandidat für eine komplette Vollverarschung." Nicht umsonst gab es schon eine Reihe von Produktfälschungen, gerade auch bei eigentlichen Qualitätsprodukten, bei deutschen Discountern.
Zwei grundlegende Fehlentwicklungen sehe ich: Zum einen die "Geiz ist geil"-Mentalität des Verbrauchers und zum anderen seine bereits fortgeschrittene geschmackliche Verbildung. Oder warum bildet sich ein Auflauf um Kühltruhen, wenn Hackfleisch im Sonderangebot (zwei Wörter, die sich eigentlich ausschließen sollten) angeboten wird? Oder es wird ein Gemisch von Milchpulver, löslischem Kaffee, Zucker, Aroma, heißem Wasser, gedeckelt mit Schlagsahne, als Cappuccino akzeptiert, einem Getränk, das eigentlich aus einem Espresso (oder auch zwei) und einer Milchschaumhaube besteht. Es kann natürlich auch sein, dass es bei Cappuccino den "Trüffel"-Teekessel-Effekt gibt: Trüffel ist ja zum einen auch eine Schokoladen-Spezialität und zum anderen ein Pilz, der nicht nur Schweine anlockt.
Besonders perfide sind dann immer die Konsumenten, die sich über die Qualität von z. Bsp. Fleisch aufregen, dieses aber trotzdem immer dort kaufen, wo es am billigsten ist. Und das, obwohl es in unserer Region mindestens einen Fleischerzeuger und -verkäufer gibt, der nicht nur die Tier selber aufzieht, sondern auch das Futter noch selber anbaut (soweit ich weiß). Qualität hat nunmal ihren Preis und wer nicht bereit ist, diesen auch zu bezahlen, der darf sich hinterher auch nicht beschweren.
Aber das Thema ist so umfassend, dass man darüber ewig schreiben könnte. Deswegen zurück zum Buch und damit dem Auslöser für diesen Beitrag. Wer lesen kann, dem sei es empfohlen, es gibt es in der broschierten Fassung für unter 10 Euro. Der Buchhandel berät da sicher gern. Als Hörbuch habe ich noch nicht gefunden. Das wäre aber mal eine Idee, zum Nebenbeihören beim Kochen. 😉
Geistreiche Bemerkungen vom 01.06.2008
Dumme und Gescheite unterscheiden sich dadurch, dass der Dumme immer dieselben Fehler macht und der Gescheite immer neue.
Kurt Tucholsky, dt. Journalist u. Schriftsteller, schrieb u.a. unter dem Pseudonym 'Kasper Hauser', 1890 - 1935
Man soll die Männer nehmen, wie sie sind und die Frauen, wie sie sein möchten.
Frank Wedekind, Benjamin Franklin Wedekind, dt. Dramatiker, ('Frühlings Erwachen', 'Lulu'), 1864 - 1918
Wenn die Neurotiker Luftschlösser bauen, kassieren die Psychiater die Miete.
Jerome Lawrence
Die Wissenschaft fängt eigentlich erst da an, interessant zu werden, wo sie aufhört.
Justus von Liebig
Eilen hilft nicht; zur rechten Zeit fortgehen, das ist's.
La Fontaine
Man muss in den Dreck hinein geschlagen haben, um zu wissen, wie weit er spritzt.
Wilhelm Raabe
Für alles gibt es eine Medizin, außer gegen Tod und Steuern.
aus Amerika
Man muss das Tiefe verstecken. Wo? An der Oberfläche.
Hugo von Hofmannsthal, österr. Schriftsteller, 1874 - 1929
Geistreiche Bemerkungen vom 25.05.2008
Nur die Narren und die Toten ändern niemals ihre Meinung.
James Russell Lowell, amerikan. Schriftsteller, 1819 - 1891
Am Morgen sehr früh ist viel zu spät für das, was man Abend vorher hätte tun sollen.
Johann Pestalozzi, Johann Heinrich Pestalozzi, schweiz. Pädagoge u. Schriftsteller, 1746 - 1827
Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat.
Mark Twain (30.11.1835 - 21.04.1910) US-Schriftsteller
Der Mensch ist das einzige Tier, das freundschaftlichen Verkehr mit seinen Opfern pflegen kann, bis es sie verspeist.
Samuel Butler, brit. Schriftsteller, 1835 - 1902
Die Menschen bauen zu viele Mauern und nicht genügend Brücken.
Dominique Georges Pire
Der Schein regiert die Welt und die Gerechtigkeit ist nur auf der Bühne.
Friedrich Schiller
Richte nie den Wert des Menschen schnell nach einer kurzen Stunde. Oben sind bewegte Wellen, doch die Perle liegt am Grunde.
Otto von Leixner, Johann Christian Gottlieb Franz Otto Spamer, dt. Buchhändler u. Verleger, 1820 - 1886
In der Aufstellung unserer Grundsätze sind wir strenger als in ihrer Befolgung.
Theodor Fontane, Henri Théodore Fontane, dt. Journalist, Theater-Kritiker u. Schriftsteller, ('Effi Briest', 'Die Poggenpuhls'), 1819 - 1898
Geistreiche Bemerkungen vom 18.05.2008
Wem das Lächeln fehlt, fehlt ein Flügel.
Truman Capote
Das Leben eines anderen Menschen mit Zuversicht erfüllen heißt doppelt leben.
William C. Chandler
Es ist besser, ein eckiges Etwas zu sein, als ein rundes Nichts...
Friedrich Hebbel, Christian Friedrich Hebbel, dt. Dramatiker, 1813 - 1863
Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen...
Antoine de Saint-Exupéry, frz. Humanist, Romancier, Erzähler u. Flieger, 1900 - 1944
Misstraue der Macht der Gewohnheit... Nur wer Ballast abwirft, hat Elan für die Zukunft.
Weisheit der Eskimos
Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen. Aber das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.
Joseph Joubert (07.05.1754 - 04.05.1824) französischer Schriftsteller
Narren lernen, wenn sie lernen, auf eigene Kosten. Der Weise lernt meist auf Kosten der Narren.
aus Brasilien
Jeder übermütige Sieger arbeitet an seinem Untergang...
Jean de La Fontaine, frz. Schriftsteller, 1621 - 1695
Geistreiche Bemerkungen vom 11.05.2008
Warum bekommt der Mensch die Jugend in einem Alter, in dem er nichts davon hat?
George Bernard Shaw (26.07.1856 - 02.11.1950) irischer Dramatiker, Schriftsteller und Nobelpreisträger
Immer weniger Bundesbürger glauben an Gott. Was vermutlich auf Gegenseitigkeit beruht.
Michael Augustin
Was ungenutzt soll man verschenken. Wie beispielsweise sein Gehirn.
Günter Kunert
Jede Dummheit findet einen, der sie macht.
Tennessee Williams
Wenn alles auf Erden vernünftig wäre, würde nichts geschehen.
Fjodor Dostojewski, Fjodor Michailowitsch Dostojewski, russ. Schriftsteller, ('Schuld u. Sühne'), 1821 - 1881
Lache nie über die Dummheit der anderen. Sie ist deine Chance.
Winston Churchill (30.11.1874 - 24.01.1965) brit. Politiker und Nobelpreisträger
Bist du wütend, dann zähle bis drei. Bist du sehr wütend, dann fluche.
Mark Twain, Samuel Langhorne Clemens, amerikan. Schriftsteller u. Satiriker, 1835 - 1910
Wenn alle das gleiche denken, denkt keiner richtig.
Georg Lichtenberg, Georg Christoph Lichtenberg, dt. Physiker u. 'Meister des Aphorismus', 1742 - 1799
Geistreiche Bemerkungen vom 04.05.2008
Schweigen ist die unerträglichste Erwiderung.
Gilbert Keith Chesterton (29.05.1874 - 14.06.1936) engl. Schriftsteller
Die Lüge ist ein sehr trauriger Ersatz für die Wahrheit, aber sie ist der einzige, den man bis heute entdeckt hat.
Elbert Hubbard (19.06.1856 - 07.05.1915) US Autor und Verleger
Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen.
Voltaire (21.11.1694 - 30.05.1778) frz. Philosoph
In jedem Wunsch schlummert die Enttäuschung seiner Erfüllung.
Nikolaus von Kues, Nicolaus Cusanus, dt. Theologe uund Philosoph
Der Zweck heiligt die Mittel, sagt man. Aber die Mittel heiligen sicherlich nicht immer den Zweck.
Willy Meurer, Wilhelm Karl Meurer, dt.-kanad. Kaufmann, Aphoristiker u. Publizist, geb. 1934
Der Mensch ist das einzige Tier, das lacht und weint. Denn er ist auch das einzige Tier, das den Unterschied erkennt zwischen dem, was er ist, und dem, was er sein könnte.
William Hazlitt, brit. Schriftsteller, 1778 - 1830
Das Reisen will uns eines lehren: Das Schönste bleibt stets, heimzukehren.
deutsches Sprichwort
Solang man reift, fängt man nicht an, zu faulen.
Attila Ohm, Dr. Ulrich Löchner, dt. Aphoristiker, geb. 1948
Geistreiche Bemerkungen vom 27.04.2008
Nicht um meinem Brüdern überlegen zu sein, suche ich Kraft sondern um meinen größten Feind zu bekämpfen - mich selbst.
indianisches Sprichwort
Erstaunlich, dass der Mensch nur hinter einer Maske ganz er selbst ist.
Edgar Allan Poe, amerikan. Journalist u. Schriftsteller, 1809 - 1849
Das Paradies pflegt sich erst dann als Paradies zu erkennen zu geben, wenn wir daraus vertrieben wurden.
Hermann Hesse (02.07.1877 - 09.08.1962) dt. Schriftsteller
Die kleinen Miseren des Lebens helfen uns manchmal über sein großes Elend hinweg.
Marie von Ebner-Eschenbach
Wenn nur der Kutscher klar sieht, dann wird auch mit blinden Pferden das Ziel erreicht.
Johann. Nepomuk Nestroy
Das eigentliche Mysterium der Welt ist das Sichtbare - nicht das Unsichtbare.
Oscar Wilde
In der Provinz ist schon der Regen eine Zerstreuung.
Edmond de Goncourt
Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umerhirrt.
Gotthold Ephraim Lessing (22.01.1729 - 15.02.1781) Dichter, Literaturtheoretiker und -kritiker
Kulinarischer Spaziergang
Marmelade oder Schinken, Honig oder Käse? Für die kulinarische Befriedigung am Morgen gibt es zahlreiche Modelle. Wer eher der herzhaften Varianten anhängt und manchmal morgens an leichter Appetitlosigkeit leidet, dem sei zur Zeit ein kleiner Spaziergang über den Neubrandenburger Wall, speziell zwischen den Abzweigungen Fritz-Reuter-Straße und Rostocker Straße empfohlen. Die Empfehlung: Schlendern und mit (fast) allen Sinnen genießen.
So habe ich es heute früh gemacht: die blühenden Wallwiesen, der dezente, frische Bärlauchduft in der Luft, die taubetröpfelten Pflanzen im Licht der aufgehenden Sonne. Nur die Geräusche des montagmorgendlich berufsverkehrgenutzten Ringes störten ein wenig.
Memo an mich: Morgen früh Walkman nicht vergessen!
Was der morgendliche Spaziergang gebracht hat? Auf jeden Fall den Appetit auf ein herzhaftes Frühstück.
