Geistreiche Bemerkungen vom 30.08.2015

Das Leben muss nicht leicht sein, wenn es nur inhaltsreich ist.
Lise Meitner

Spielen ist eine Tätigkeit, die man gar nicht ernst genug nehmen kann.
Jacques-Yves Cousteau

Auf die Arbeit schimpft man nur solange, bis man keine mehr hat.
Sinclair Lewis

Oft verliert man das Gute, wenn man das Bessere sucht.
Pietro Metastasio

Es ist besser, zu genießen und zu bereuen, als zu bereuen, dass man nicht genossen hat.
Giovanni Boccaccio

Bescheidenheit ist eine Eigenschaft, für die der Mensch bewundert wird, falls die Leute je von ihm hören sollten.
Edgar Watson Howe

Geistreiche Bemerkungen vom 23.08.2015

Erziehung besteht aus zwei Dingen: Beispiel und Liebe.
Friedrich Fröbel

Wenn ein Mensch keinen Grund hat, etwas zu tun, so hat er einen Grund, es nicht zu tun.
Walter Scott

Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
Benjamin Disraeli

Es gibt drei Möglichkeiten, eine Firma zu ruinieren: mit Frauen, das ist das Angenehmste; mit Spielen, das ist das Schnellste; mit Computern, das ist das Sicherste.
Oswald Dreyer-Eimbcke

Aus Vertraulichkeit entsteht die zarteste Freundschaft und der stärkste Hass.
Antoine de Rivarol, Schriftsteller

Rockstars sterben entweder jung oder sie altern sehr, sehr langsam.
Brian Molko

Geistreiche Bemerkungen vom 16.08.2015

Erstaunlich, was man alles findet, wenn man was ganz anderes sucht.
Georg Thomalla, Schauspieler

Ein Mensch ohne Humor ist wie ein Haus mit immer trüben Fenstern.
Rudolf Alexander Schröder

Wer lachen kann, dort wo er hätte heulen können, bekommt wieder Lust zum Leben.
Werner Finck

Das Wissen um den richtigen Zeitpunkt ist der halbe Erfolg.
Maurice Couve de Murville, Politiker

Die schlimmste Herrschaft ist die der Gewohnheit.
Publilius Syrus

Wer den Feind umarmt, macht ihn bewegungsunfähig.
Nepalesisches Sprichwort

Geistreiche Bemerkungen vom 09.08.2015

Wenn ein Film Erfolg hat, ist er ein Geschäft. Wenn er keinen Erfolg hat, ist er Kunst.
Carlo Ponti

Es gibt immer einen Besiegten in der Liebe; den der mehr liebt.
Franz Blei

Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.
Jupp Müller

Eines der größten Probleme beim Fußball ist, dass die einzigen Leute, die wissen, wie man spielen müsste, auf der Pressetribüne sitzen.
Robert Lembke, Fernsehmoderator

Das wundervolle Gestern ist das gewöhnliche Heute in der Erinnerung von morgen.
David Letterman

Junge Leute wissen nicht, was Alter ist und alte vergessen, was Jugend war.
Irische Weisheit

Alle Jahre wieder …

… nein nein! Ich fange nicht an, Weihnachtslieder zu singen. Das wäre vielleicht doch noch etwas früh. Aber eine kleine Notiz möchte ich doch los werden, die nur indirekt mit diesem Blog, dafür aber umso mehr mit dem Auslöser dieses Internetangebotes zu tun hat.

Am 07. August 1996, 20 Uhr, ging das erste Genießermagazin im Radio, genauer bei NB-Radiotreff 88,0 auf Sendung. Damals noch unter dem Namen „Betthupferl“, mittlerweile aber auch schon wieder seit einiger Zeit unter „RundumGenuss“.

So feiert die Sendung heute schon ihren 19. Geburtstag. Langsam sollte mal was draus werden. 😉 Immerhin besteht eine gewisse Erwartungshaltung, wenn man die dienstälteste regelmäßige Sendung auf dem Offenen Kanal macht.

Vom misslungenen Versuch, einen Burger so zu essen, wie ihn sich der Koch gedacht hat

Es gibt viel schöne Orte in und um Neubrandenburg, vor allem, wenn man auf Landschaft und Gegend steht. Unser See gehört mit dazu, und wenn man dort auch noch eine gastliche Städte findet, in die man einkehren und leckeren Labsal zusammen mit der Natur (oder einem Blick darauf) genießen kann, ist das Paradies doch beinahe schon perfekt. So oder so ähnlich muss es in Nonnenhof – als es dort noch die Ausflugsgaststätte gab – gewesen sein, wenn wandernde, radelnde oder schifffahrende Vier-Tore-Städter dorthin kamen und es genossen. Meine Erinnerungen reichen zwar nur für ein warmes Wiener Würstchen, ein Stück Kuchen und ein Glas rote Limo, aber das ist dann die Ungnade der späten Geburt, die mich die echte Hoch-Zeit der Gaststätte am südlichen Tollensesee nicht miterleben ließ.

Drehen wir die Geschichte, die Geografie und die Zeiten ein wenig um, kommt die Frage nach dem „Nonnenhof“ der Klein Nemerower, Meiershofer, Alt Rehsener und Prillwitzer in den Sinn. Dabei landet man an oder auch in einem Haus, dass durchaus einen guten Ruf hat in der Region. Ein Bett aus Vorschusslorbeeren ist bereitet und wir können mal gucken, wer drin liegt. Um es gleich vorweg zunehmen: Es ist nicht der Zonk.

Bevor es aber zum Essen, Trinken und Service geht, müssen wir noch einen kleinen Ausflug in die deutsche Sprache unternehmen, um die richtigen Vokabeln richtig verstanden einsetzen zu können. „Durchwachsen“ fällt mir als Gesamteindruck ein, ich fürchte aber, dass es als Bewertung zu negativ belastet ist. Nähern  wir uns dem Begriff aus der kulinarischen Richtung, wäre die feinere, positiver besetzte Variante „marmoriert“, was aber als Bewertung noch weniger greift. Unter einer „vielfältigen“ Leistung stellt sich vermutlich auch jeder etwas anderes vor, kommt aber dem gewollten Sinn schon wieder etwas näher. Vielleicht fällt mir ja noch später ein passsenderer Begriff ein (oder ihr schreibt mir einen).

Es war geradezu saunaesk „himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“, wenn auch das nicht schon wieder hemmungslos übertrieben ist (saunaesk im Sinne der Gegensätze von heiß und kalt und dem ständigen Wechsel). Sehen wir uns den Service an: Wenn man seine Aufmerksamkeit erstmal erweckt hat, kommt er sehr charmant und herzlich daher, wobei die Skalierung je nach Person von mecklenburgisch zurückhaltend (was kein Negativkriterium ist!) bis scherzhaft (auch noch auf der angenehmen Seite) pendelt. So gab es ein paar Kleinigkeiten, die doch etwas länger gedauert haben als gut war: Erstkontakt, Bemerken leerer Gläser (teils), Bemerken des Zahlungswunsches. Das meiste lief aber sehr gut, so dass man von Serviceseite her von einem gelungenen Abend sprechen kann.

Gelungen waren auch die Hauptgerichte, wenn auch der Zander und das Schweinemedallion doch etwas zu durch waren. Beim Versuch, den nach dem Hause benannten Burger stilvoll zu verspeisen, scheiterte der Esser. Der Versuch, den Burger so zu essen (zumindest in einem Happs), wie ihn sich der Koch gedacht hat, misslang; es wollten einfach nicht alle Schichten gleichzeitig auf die Gabel. Immerhin reichte es zu den Erkenntnissen, dass aufgeblasene Sesambrötchen für Restaurantburger ab einem gewissen Durchmesser ungeeignet sind. Dafür kam der Pattie von allen Patties, die ich in Neubrandenburg gegessen habe, dem am nächsten, was ich unter einem guten Pattie verstehe. Und: Ja, auch den Burgerladen habe ich schon besucht.

Wer übrigens ein Gericht mit Pommes bestellt, wird sich ein wenig wundern. Diese Art der frittierten Kartoffelstäbchen habe ich noch nicht gesehen und ich finde sie gut. Es sind aber eher Pommes für Erwachsene. Neue Kartoffeln (mit ihrer dünnen Schale) kann man gut in Form belgischer Pommes (das sind die breiteren) schneiden und dann frittieren. Lecker. Nur der Ketchup schmeckte wie bei einem Systemhamburgerbrater. Da fehlte dann wieder die eigene Note (oder sollte die süß und glatt sein?). Etwas mehr Struktur täte der roten Ditschencreme gut. Wer aber bewusst Pommes bestellt, weil er den Kartoffelschalen bei den Rosmarin-Kartoffeln, den Wedgets oder den Country-Potatos aus dem Weg gehen will, kommt vom Regen in die Traufe.

Pinienkerne kommen grundsätzlich geschält und meist angeröstet auf den Teller. Über das Maß lässt sich sicher streiten, Wie viele davon auf einem kleinen Carpaccio zu liegen kommen, darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein. Vor allem, wenn man sie nicht so mag, sind auch ein paar schon zu viel. Erfreulich war die nur dezente Rucolabeigabe, da haben wir schon ganz anderes erlebt. So wird bei dieser Vorspeise eher auf hohem Niveau gejammert, aber das kommt nur davon, dass ich der Nussbeigabe zu Essen eher ablehnend gegenüber stehe. Der Rest war lecker, was man von den Vorsuppen der anderen Esser nicht so behaupten kann. Wir lernen: Iss keine Soljanka in einem Haus, das auch ein Frühstücksbüfett veranstaltet. Immerhin schwamm keine Leberwurst mit drin rum. Pfifferlingsschredder in mehliger Suppe zählt auch nicht zu den wohlschmeckenden Gerichten.

Das Kontrastprogramm dazu lieferten dann die Dessert. Eigentlich sollte es ja nur noch ein Caffe sein, der kam auch prompt und war so, wie es sein musste. Ergänzt wurde der Genuss durch den Blick auf einen im Widerschein der bald untergehenden Sonne glitzernden Tollensesee und durch drei Nachtische, für die die Anatomie den „Dessertmagen“ erfunden hat: das ist der Magen im menschlichen Körper, der doch leer ist, wenn man eigentlich durch das vorherige Essen satt ist. Das Mangosorbet ist wirklich sehr zu empfehlen, aber auch die geweckte Rote Grütze und die anderen Dessert, teils nur vom Augenschein, sind lecker.

Wenn man – um den Eingangsgedanken nochmals aufzugreifen – die ehemalige Ausflugsgaststätte Nonnenhof als kleines Reiseziel der Neubrandenburger bezeichnet, ist es zugegeben etwas verwegen, als vergleichbare Einrichtung für die Klein Nemerower, Alt Rehsener, Meiershofer und Prillwitzer das „Badehaus“ zu bezeichnen. Es ist schon etwas mehr. Im großen und ganzen kann das Restaurant für den Genussfreund empfohlen werden, der auch mal den einen oder anderen kleinen Ausrutscher toleriert.

Geistreiche Bemerkungen vom 02.08.2015

Wenn ein Mann eine Frau nicht mehr riechen kann, hilft auch das beste Parfüm nichts mehr.
Helen Vita

Es ist nicht der Berg, den wir bezwingen – wir bezwingen uns selbst.
Edmund Hillary

Faulheit ist Dummheit des Körpers, und Dummheit Faulheit des Geistes.
Johann Gottfried Seume, Schriftsteller

Erfahrungen sind Maßarbeit. Sie passen nur dem, der sie macht.
Carlo Levi

Mancher lehnt eine gute Idee bloß deshalb ab, weil sie nicht von ihm ist.
Luis Buñuel

Wenn ein Mann zurückweicht, weicht er zurück. Eine Frau weicht nur zurück, um besser Anlauf nehmen zu können.
Zsa Zsa Gabor

Geistreiche Bemerkungen vom 26.07.2015

Vergessen ist Gefahr und Gnade zugleich.
Theodor Heuss

Männer kann man überreden, Frauen muss man überzeugen.
Barbra Streisand

Wer viel verspricht, vergisst auch viel.
Thomas Fuller

Selbstironie ist das klügste Stilmittel, um Unterhaltung zu machen.
Barbara Schöneberger

Jeder Mensch, der sich für etwas engagiert, hat eine bessere Lebensqualität als andere, die nur so dahinvegetieren.
Bruno Kreisky

Wenn man gebraucht wird, rieseln Komplimente wie Konfetti.
Toni Impekoven

Geistreiche Bemerkungen 19.07.2015

Du musst den Brunnen graben, bevor du Durst hast.
Chinesische Weisheit

Zu größerer Klarheit über seine Gedanken gelangt man, indem man sie anderen klar zu machen sucht.
Joseph Unger

Das Leben ist eine Komödie für den Denkenden und eine Tragödie für die, welche fühlen.
Hippokrates

Wenn man erfolgreich ist, dann überschlagen sich die Freunde, aber erst wenn man einen Misserfolg hat, dann freuen sie sich wirklich.
Harry S. Truman

Das Leben hat immer mehr Fälle, als der Gesetzgeber sich vorstellen kann.
Norbert Blüm

Die beste Informationsquelle sind Leute, die versprochen haben, nichts weiterzuerzählen.
Marcel Mart

Geistreiche Bemerkungen vom 12.07.2015

Man kann niemanden überholen, wenn man in seine Fußstapfen tritt.
Francois Truffaut

Reue ist der Versuch, in sich zu gehen, nachdem man gerade so schön aus sich herausgegangen ist.
Hans Clarin

Glück bedeutet eine gute Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis.
Ingrid Bergman

Für die Welt bist du irgendjemand, aber für irgendjemand bist du die Welt.
Erich Fried

Jede Revolution ist viel weniger Bauplatz der Zukunft als Auktion der Vergangenheit.
Heimito von Doderer

Wenn es keine Hochzeiten gäbe, würden Männer durchs Leben gehen und denken, sie machen keine Fehler.
Kim Basinger