Geistreiche Bemerkungen vom 05.07.2015

Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.
Franz von Assisi

Man kann Prinzipien aufstellen wie Wegweiser oder wie Galgen.
Hans Kasper

Was die Raupe Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling.
Laozi

Es ist besser, sich mit zuverlässigen Feinden zu umgeben, als mit unzuverlässigen Freunden.
John Steinbeck

Ein guter Diplomat muss mit den Ohren sehen und mit den Augen schweigen können.
Lawrence Durrell

Man muss alle Menschen ein ganz klein wenig besser behandeln, als sie es verdienen; so entwaffnet man sie am leichtesten.
Dorothea Schlegel

Geistreiche Bemerkungen vom 28.06.2015

Wohin Denken ohne Experimentieren führt, hat uns das Mittelalter gezeigt; aber dieses Jahrhundert lässt uns sehen, wohin Experimentieren ohne Denken führt.
Arthur Schopenhauer

Mut ist das, was man sich von vielen Politikern wünscht, aber nur von wenigen bekommt.
Günter Blobel

Jeder meint, dass seine Wirklichkeit die richtige Wirklichkeit ist.
Hilde Domin

Banken sind gefährlicher als stehende Armeen.
Thomas Jefferson

Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
Francis Picabia

Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse.
Friedrich Nietzsche, Philosoph

Geistreiche Bemerkungen vom 21.06.2015

Der Optimist erklärt, dass wir in der besten aller Welten leben, und der Pessimist fürchtet, dass dies wahr ist.
James Branch Cabell

Arbeit ist das beste Mittel gegen Verzweiflung.
Sir Arthur Conan Doyle

Sage mir, wer dich lobt, und ich sage dir, worin dein Fehler besteht.
Wladimir Iljitsch Lenin

Das Vergnügen kann auf der Illusion beruhen, doch das Glück beruht allein auf der Wahrheit.
Nicolas Chamfort

Der Verstand und die Fähigkeit ihn zu gebrauchen, sind zweierlei Fähigkeiten.
Franz Grillparzer

Politik machen heißt, den Leuten soviel Angst einjagen, dass ihnen jede Lösung recht ist.
Wolfram Weidner

Früher war’s besser. Und nicht nur früher

Es muss 1993 gewesen sein, als ich meine erste Berührung mit einem Gericht hatte, dass ich auch heute immer noch sehr gern zu mir nehmen würde, wenn ich es in guter Qualität finden könnte. Es war lecker und im Ansatz eigentlich sogar gesund. Ob die Ausführung von damals oder die von heute noch diesem Kriterium entsprechen, bleibt mal dahin gestellt. Es könnte aber gelingen. Das ist aber genau wie beim Hamburger oder einem seiner Abkömmlinge. Die kann man auch sehr gesund und lecker herstellen, aber was einem da gemeinhin speziell durch die Systemgastronomie geboten wird, entspricht diesem Ziel nur teilweise.

Aber zurück zu früher. Und früher war alles besser. Zumindest in dem Fall. Und beim Wurstbrot. Aber das ist eine andere Geschichte.  Im hier zu besprechenden Fall steht zwar auch Fleisch im Mittelpunkt, aber wir fangen mal mit den Beilagen an. Dazu gehört ein leckerer Krautsalat, frisch angemacht und doch etwas durchgezogen. Ein paar Gurkenstifte werden in einen gut aiolisierten Knoblauchquark gehobelt, was ihn nicht mehr ganz so anrüchig, aber dafür etwas frischer macht. Ebenfalls, wenn auch nicht ganz so fein, kommen ein paar gehobelte Zwiebelringe mit auf den Teller. Verzichtbar, aber ebenfalls verkannt, sind die frittierten Kartoffelstäbchen, die bei der Verwendung des richtigen Frittierfettes und einer geeigneten Zubereitung die beste und nährstofferhaltendste Verwendung der Knollenfrucht ist. Kurze Garzeiten vereint mit wertvollen Ölen und leckeren Extras machen sie so wertvoll. Mit einer vorfrittierten TK-Fritte schafft man das natürlich nicht.

Kommen wir zum Fleisch. Schweinenacken wird in dünne Scheiben geschnitten und reihum auf einem langen Spieß aufgereiht. Etwas Lamm, Rind kann auch dabei sein, und für eine flugfähige Variante kann auch ein hoher Hühnerfleischanteil verwendet werden. Das Fleisch wird typischerweise mit Salz, Pfeffer, Knoblauch, Oregano, Thymian, Kreuzkümmel, Majoran und Koriander gewürzt. Aber das ist noch nicht alles, weil dann erst der Arbeitsschritt erfolgt, der dem Gericht seinen Namen gibt. Der große Fleischspieß kommt in einen Drehgrill und wird dort gegart. So gibt es außen eine schöne Röstkruste und wenn man es nicht zu dünn abhobelt innen das saftige Fleisch. Im Gegensatz zum Dönerfleisch, dass nebenbei bemerkt im wesentlichen aus Hackfleisch besteht, wird Gyros gröber geschnitten. Und Gyros als Wort leitet sich vom griechischen Begriff von Kreisel oder Runde ab. Ohne das Grillen am Drehspieß gibt es kein Gyros! Das manchmal zu findene Wort „Pfannengyros“ ist ein Widerspruch in sich – wie Brateis. Oder Steaklöffel. „Geschnetzeltes nach Gyros-Art gewürzt“ oder ähnliches würde ich noch durchgehen lassen. ABER NICHT „PFANNENGYROS“!

Wie komme ich eigentlich auf diese Gedanken? Achja, wir waren essen. Und um Gyros essen zu gehen, ist es ratsam, ein griechisches Restaurant aufzusuchen, in der Region (vielleicht auch überregional) offensichtlich die einzige Chance, Gyros wirklich vom Drehspieß zu bekommen. Oder zumindest ist die Wahrscheinlichkeit dort höher als bei den anderen Anbietern, die das Wort „Gyros“ auf der Karte führen.

So sah uns ein sonniger Tag in Richtung eines entsprechenden Etablissements gehen, wenn auch mit einem schnellen und kurzen bedauernden Moment, die vorhandene Terasse nicht nutzen zu können, da sie für Gäste nicht eingerichtet war. Erinnerungen an Familienfeiern auf dieser, wenn auch noch nicht unter der weiß-blauen Flagge, haben die Idee gut gefunden, so ging es also ins Innere. Dort begann alles sehr angenehm: ansprechender Empfang, zügige Bedienung, zeitlich angemessene Bestellung, zügige Getränkelieferung, leckere und frische Vorspeisen. Aber was zeichnet sich da am Horizont ab? Geht man in eine Gaststätte, bestellt 3 Getränke und die werden binnen weniger Minuten geliefert, so gibt es Servicekräfte, die dann noch wissen, wer was bestellt hatte. Ist es ein zu hoher Anspruch, sowas als Standard zu erwarten?

Geografie ist nicht meine Stärke, Aber ich unterstelle mal, dass es in Griechenland auch irgendwo eine tiefe Schlucht oder eine steile Klippe oder etwas vergleichbares gibt. Aber so etwas war es, was sich da wohl abzeichnete, als die Hauptgerichte auf den Tisch kamen. Es ging steil nach unten. Geschmacklich zumindestens. Als gelernte und studierte DDR-Bürger haben wir mal von einem dialektischen(?) Gesetz(?) gehört, in dem folgender Gedanke vorkam: Das Umschlagen von Quantität in Qualität und umgekehrt. Im Restaurant versuchte man es noch mit der Quantität. Gesundheitsgefährend große Portionen kamen an den Tisch, von denen man nach wenigen Happen genau wusste, dass man sich ob des Geschmacks die Reste nicht einpacken lassen würde, was offensichtlich eine gängige Praxis war, wurden doch öfters aluminiumumwickelte Resteschalen durch den Gastraum getragen.

Der Salzgehalt von Speisen ist sicher Geschmackssache, aber beim Gyros waren doch viele Verliebtzeitstränen geflossen. Der Knoblauchquark fing das zwar auf, und man hätte darüber hinwegsehen können, wenn die Getränkeversorgung wenigstens funktioniert hätte. Aber leere Gläser wurden mit gesteigertem Aufwand ignoriert. Ergänzt wurde das ganze durch tranig schmeckende Leber, leckere Lammkoteletts, blonden Pommes, gutem 08/15-Tomatenreis, und zwei Runden Ouzo aufs Haus, einer kalten und einer warmen.

Aber ich will nicht immer so schlecht schreiben. Mir fielen noch ein paar pointierte Bemerkungen ein. Da dieser Text vor der Aufnahme des Podcastes entstanden ist, möchte ich mit einer gewissen Unsicherheit auf den verweisen, vielleicht ist da ja was drin. Auf jeden Fall kommt Martins Blickwinkel dazu. Und ein P.S., auch gleich noch. Dem Restaurant „Hellas“ im alten Werderbruch sei ein Wirken des philosophischen Gesetzes gewünscht. Irgendwann schlägt die Menge in Güte um.

P.S.: Thomas postete neulich einen Kommentar beim Herdnerd: Salz ist besonders schmackhaft, wenn man es auf einem gebratenen Steak serviert. Das gilt sicher auf Gyros, aber mit Paracelsus muss man es dann doch auch halten.

Geistreiche Bemerkungen vom 14.06.2015

Verstand und Genie rufen Achtung und Hochschätzung hervor, Witz und Humor erwecken Liebe und Zuneigung.
David Hume

Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet. Je mehr jemand die Welt liebt, desto schöner wird er sie finden.
Christian Morgenstern

Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten.
Rabindranath Thakur

Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten.
Thomas von Aquin

Wenn man kein Geld hat, denkt man immer an Geld. Wenn man Geld hat, denkt man nur noch an Geld.
Jean Paul Getty

Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand.
Blaise Pascal

Geistreiche Bemerkungen vom 07.06.2015

Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aus dem Respekt.
Daniel Defoe

Man muss durch schlechte Erfahrungen hindurchgehen und nicht drumherum.
Liza Minnelli

Meine Pünktlichkeit drückt aus, dass mir deine Zeit so wertvoll ist wie meine eigene.
Helga Schäferling

Der Erfinder der Notlüge liebte den Frieden mehr als die Wahrheit.
James Joyce

Die Wahrheit triumphiert nie, ihre Gegner sterben nur aus.
Max Planck

Kein Geist ist in Ordnung, dem der Sinn für Humor fehlt.
Samuel Coleridge

Geistreiche Bemerkungen vom 31.05.2015

Beide schaden sich selbst: der, der zu viel verspricht und der, der zu viel erwartet.
Gotthold Ephraim Lessing

Wenn man die Frauen verstehen könnte, ginge viel von ihrem Zauber verloren.
Sacha Guitry

Wer viel Geld hat, kann spekulieren. Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren. Wer kein Geld hat, muss spekulieren.
André Kostolany

Das Leben ist wundervoll. Es gibt Augenblicke, da möchte man sterben. Aber dann geschieht etwas Neues, und man glaubt, man sei im Himmel.
Édith Piaf

Es bleibt zwischen Menschen, sie seien noch so eng verbunden, immer ein Abgrund offen, den nur die Liebe, und auch nur mit einem Notsteg, überbrücken kann.
Hermann Hesse

Unsere Träume können wir erst dann verwirklichen, wenn wir uns entschließen, einmal daraus zu erwachen.
Josephine Baker

Geistreiche Bemerkungen vom 24.05.2015

Erfolge muss man langsam löffeln, sonst verschluckt man sich an ihnen.
Erika Pluhar

Die großen Tugenden machen einen Menschen bewundernswert, die kleinen Fehler machen ihn liebenswert.
Pearl S. Buck

Glück ist ein Parfüm, das du nicht auf andere sprühen kannst, ohne selbst ein paar Tropfen abzubekommen.
Ralph Waldo Emerson

Ein Widerstand um jeden Preis ist das Sinnloseste, was es geben kann.
Friedrich Dürrenmatt

Die Arbeit ist etwas Unnatürliches. Die Faulheit allein ist göttlich.
Anatole France

Das Unglück ist, dass jeder denkt, der andere ist wie er, und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt.
Heinrich Zille

Geistreiche Bemerkungen vom 17.05.2015

Ein Optimist ist ein Mensch, der alles halb so schlimm oder doppelt so gut findet.
Heinz Rühmann

Man soll die Dinge so nehmen, wie sie kommen. Aber man sollte auch dafür sorgen, dass die Dinge so kommen, wie man sie nehmen möchte.
Curt Goetz

Eine Liebeserklärung ist wie die Eröffnung beim Schach: Die Konsequenzen sind unabsehbar.
Hans Söhnker

So wie das Eisen außer Gebrauch rostet und das still stehende Wasser verdirbt oder bei Kälte gefriert, so verkommt der Geist ohne Übung.
Leonardo da Vinci

Hast du keine Feinde, dann hast du keinen Charakter.
Paul Newman

Durch Vernunft, nicht durch Gewalt soll man Menschen zur Wahrheit führen.
Denis Diderot

Geistreiche Bemerkungen vom 10.05.2015

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.
Erasmus von Rotterdam

Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.
Otto von Bismarck

Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich aus den Dingen etwas zu machen.
Thomas Mann

Tugenden und Mädchen sind am schönsten, ehe sie wissen, dass sie schön sind.
Ludwig Börne

Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen.
Isaac Asimov

Ein Optimist ist ein Mensch, der alles halb so schlimm oder doppelt so gut findet.
Heinz Rühmann