Geistreiche Bemerkungen vom 28.09.2014

Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
André Gide

Mein Vater pflegte zu sagen: Sprich nicht lauter, argumentiere weiser.
Desmond Mpilo Tutu

Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.
Wolf Biermann

Die Menschen müssen begreifen, dass sie das gefährlichste Ungeziefer sind, das je die Erde bevölkert hat.
Friedensreich Hundertwasser

Das Joch der Ehe ist so schwer, dass man zwei Personen braucht, um es zu tragen – manchmal drei.
Alexandre Dumas der Ältere

Die Schriftsteller können nicht so schnell schreiben, wie die Regierungen Kriege machen; denn das Schreiben verlangt Denkarbeit.
Bertolt Brecht

28 Sep 2014

Geistreiche Bemerkungen vom 21.09.2014

Ein voller Terminkalender ist noch lange kein erfülltes Leben.
Kurt Tucholsky, Schriftsteller

Zum Mitleiden gab die Natur vielen ein Talent, zur Mitfreude nur wenigen.
Friedrich Hebbel

Manche werden als bedeutende Menschen geboren, manche erlangen Bedeutung – und manche beauftragen PR-Berater.
Daniel Boorstin

Leben ist die Kunst, taugliche Schlußfolgerungen aus unzureichenden Prämissen zu ziehen.
Samuel Butler

Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden.
Helmut Schmidt

Ein langweiliger Mensch ist einer, der Sie am Alleinsein hinderte, ohne Ihnen Gesellschaft zu leisten.
Anonym

21 Sep 2014

Geistreiche Bemerkungen vom 14.09.2014

Wenn der Mensch so viel Vernunft hätte, wie Verstand, wäre vieles einfacher.
Linus Pauling

Das Leben ist kurz, weniger wegen der kurzen Zeit, die es dauert, sondern weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine bleibt, es zu genießen.
Jean-Jacques Rousseau

Gott ist ein Komödiant, der vor einem Publikum spielt, das zu ängstlich zum Lachen ist.
Voltaire

Der Verstand ist wie eine Fahrkarte: Sie hat nur dann einen Sinn, wenn sie benutzt wird.
Ernst R. Hauschka

Die Wahrheit kann auch eine Keule sein, mit der man andere erschlägt.
Anatole France

Der Humor nimmt die Welt hin, wie sie ist, sucht sie nicht zu verbessern und zu belehren, sondern mit Weisheit zu ertragen.
Charles Dickens

14 Sep 2014

Geistreiche Bemerkungen vom 07.09.2014

Ein guter Aphorismus ist die Weisheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz.
Theodor Fontane

Die Ideen sind nicht verantwortlich für das, was die Menschen aus ihnen machen.
Werner Heisenberg

Aus dem Bewusstsein, gut angezogen zu sein, empfängt eine Frau mehr innere Ruhe als aus religiösen Überzeugungen.
Ralph Waldo Emerson

Es gibt zwei Möglichkeiten, Karriere zu machen: Entweder leistet man wirklich etwas, oder man behauptet, etwas zu leisten. Ich rate zur ersten Methode, denn hier ist die Konkurrenz bei weitem nicht so groß.
Danny Kaye

Alkohol konserviert alles, ausgenommen Würde und Geheimnisse.
Robert Lembke

Wer zugibt, dass er feige ist, hat Mut.
Fernandel

Wenn man einen falschen Weg einschlägt, verirrt man sich umso mehr, je schneller man geht.
Denis Diderot

07 Sep 2014

Anderer See, anderer Strand, anderes Erlebnis

Schön zu lesen, dass man nicht der einzige in der Region ist, der sich mit der mehr oder weniger gehobenen Gastronomie beschäftigt. Wobei “beschäftigt” eher als neutrales Ersatzwort zu verstehen ist; “rumärgert” wäre auch eine Idee gewesen, oder “aufreibt”. Aber das wäre doch zu wertend gemeint. So war ein anderer Blogger in einem benachbarten Städtchen in größerer Gruppe unterwegs, um negativ aufzufallen. ;-) Gesehen habe ich den beschriebenen Laden auch schon, aber bisher führt der Weg immer vorbei.

Dass man an Seen mit Blick aufs Wasser von einer schönen Terrasse auch ganz andere Erlebnisse genießen kann, soll diese Geschichte zeigen. Wobei es eigentlich etwas ganz anderes zum Abendbrot geben sollte. Ursprüngliche Idee war eine Art Restevertilgung, die durch eine Art Arbeitsessen ersetzt werden sollte. Es gab ein paar Punkte aufgrund einiger Ereignisse in Zukunft und Vergangenheit zu besprechen. Italienisch sollte es werden, aber irgendwie hatten wir kein Glück. Das erste angesteuerte Ristorante war wegen Betriebsferien, das zweite wegen Ruhetag geschlossen. Also suchten wir weiter und wurden fündig. Irgendwie erinnerte das an eine andere Irrfahrt auf der Suche nach Essbarem. Und – um es vorweg zu nehmen – das Erlebnis war durchaus vergleichbar, inkl. Bewertung.

Es war schrecklich. Die Endabrechnung stimmte nicht, die Stühle waren unbequem und es gab keine Crème brûlée. Naja, die Dessertkarte schien eher auf die Tatsache abgestimmt zu sein, dass das Restaurant auch ein Café ist. Bei den Portionsgrößen scheint man auch kein Dessert zu brauchen. Und dass die Stühle unbequem waren, lag vermutlich doch eher an mir … Bei einer gewissen Körperlichkeit werden Sitzgelegenheiten mit Armlehnen manchmal doch etwas eng. Und die Abrechnung stimmte nur von der Zuordnung der Vorspeisen nicht, da sie aber preislich identisch waren, spielte es bei der Summe keine Rolle.

Alles andere – Essen, Atmosphäre und Service – war einfach nur top. Das Wetter ließ es noch zu, auf der Terrasse Platz zu nehmen. Der Blick war wunderbar, über den See in Richtung Stadt oder alternativ in den Sonnenuntergang. Wir saßen gerade und hatten in die Menükarten (leider nicht im Internet verfügbar) geschaut, kam der sehr nette und wie sich im Verlauf des Abends noch herausstellte aufmerksame Service auf uns zu und fragte nach dem Begehr. Vorspeise, Hauptgericht, Getränke. Das übliche eben.

Apropos das Übliche. Die Soljanka war spitze, was sich u.a. dadurch zeigte, dass sie auch eine “Sommersoljanka” war, der, im Gegensatz zur “Wintersoljanka” die Säure fehlte. Frische Gemüse sind verfügbar und mussten nicht durch ihre eingesäuert gelagerten ersetzt werden. Die Bruchetta (immerhin wollten wir ja eigentlich zum Italiener) war irgendwie deutsch, aber lecker und gut gemacht. Auf der Rechnung hieß diese Spezialität dann auch wieder Bruschetta, aber das nur nebenbei.

Manchmal wünscht man sich drei Hände. Pasta mit einem schönen Fischfilet ist eine solche Situation. Immerhin bekommt man dafür auch drei Besteckteile: das Fischmesser – Was soll ich denn mit dem Mini-Tortenheber? – für das Filet, die Gabel für alles andere und den Löffel als Hilfe für die Pasta. Dafür wurde er letztendlich aber nicht verwendet, aber die Paprikawürfel und den kleinen Bohnensalat aus der Garnitur könnte damit wunderbar aufgenommen werden. Dem gut zubereiteten Fisch, der Pasta und den übrigen Salatbestandteilen konnte mit viel Vergnügen sowie der Gabel und dem Fischmesser der Weg in den Mund geebnet werden.

Aber auch das andere Hauptgericht konnte sich sehen und schmecken lassen. Der Klassiker “Zigeunerschnitzel mit Pommes” kam hier in der edleren Version als saftiges Schweinesteak mit einer fruchtig-aromatischen Soße, Pommes und Salatbeilage auf den Tisch. Wer daran mäkeln wollte, muss woanders hin gehen. Dann würde man aber was verpassen.

Unter anderem den Service. Aufmerksam, freundlich, höflich, zuvorkommend und mitdenkend. Nach dem Abräumen des Geschirrs vom Hauptgericht wurde selbstständig nach dem Bedarf bzgl. koffeinhaltiger Heißgetränke gefragt. Der Espresso einer- wie auch der Cappuccino andererseits waren sehr gut (und auch das Wasser war beim kleinen Schwarzen mit dabei). Da zahlte sich wohl aus, dass man auch als Café firmiert. Leere Gläser wurden bemerkt und auf Nachfrage gegen neue, volle ersetzt. Man fühlte sich gut betreut und rundum wohl. Bis auf die Sache mit dem Stuhl, aber der war eben nicht für mich gemacht. ;-)

Wer also mal gut und nicht unbedingt teuer, aber dafür mit schönen Blick über den Tollensesee essen möchte, oder einfach nur einen geselligen Abend erleben möchte, der ist beim Seerestaurant und Café Augusta’s in Neubrandenburg, Lindenstraße 6d, an der richtigen Adresse. Bisher für mich auch das einzige Restaurant, dass die Tollensemaräne auf der Karte hat …

01 Sep 2014

Geistreiche Bemerkungen vom 31.08.2014

Es gibt keine Grenzen. Weder für Gedanken, noch für Gefühle. Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt.
Ingmar Bergman

Die Ungerechtigkeit der Geschichte besteht darin, dass wir die gleichen Augen und Ohren haben wie unsere Vorfahren, obwohl wir weit mehr hören und sehen als sie.
Ernst R. Hauschka

Wer sagt: hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht.
Erich Fried

Eines Tages schwimmt die Wahrheit doch nach oben. Als Wasserleiche.
Wieslaw Brudzinski

Eine Träne zu trocknen ist ehrenvoller, als Ströme von Blut zu vergießen.
George Gordon Byron

Kein Geist ist in Ordnung, dem der Sinn für Humor fehlt.
Samuel Coleridge

31 Aug 2014

Geistreiche Bemerkungen vom 24.08.2014

Man muss durch schlechte Erfahrungen hindurchgehen und nicht drumherum.
Liza Minnelli

Von der Mehrzahl der Werke bleiben nur die Zitate übrig. Ist es dann nicht besser, von Anfang an nur die Zitate aufzuschreiben?
Stanislaw Jerzy Lec

Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos.
Sigmund Freud

Die größte Ehre, die man einem Menschen antun kann, ist die, dass man zu ihm Vertrauen hat.
Matthias Claudius

Was heißt schon für uns Frauen, mit Anstand alt zu werden? Lieber unanständig jung bleiben.
Olga Tschechowa

Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen.
Peter Ustinov

24 Aug 2014

Geistreiche Bemerkungen vom 17.08.2014

Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren.
André Gide

Vieles hätte ich verstanden, wenn man es mir nicht erklärt hätte
Stanislaw Jerzy Lec

Ohne schlechte Menschen gäbe es keine guten Anwälte.
Charles Dickens

Die Menschen müssen begreifen, dass sie das gefährlichste Ungeziefer sind, das je die Erde bevölkert hat.
Friedensreich Hundertwasser

Wer nicht zufrieden ist mit dem, was er hat, der wäre auch nicht zufrieden mit dem, was er haben möchte.
Berthold Auerbach

Wann immer ich zwei Übeln gegenüberstehe, wende ich mich dem zu, das ich noch nicht ausprobiert habe.
Mae West

17 Aug 2014

Endlich volljährig

Es ist genau 18 Jahre her. Und es ist, als ob es gestern gewesen wäre. Naja, nicht wirklich. Echte Erinnerungen habe ich nicht mehr. Es war ein Mittwoch, es war der 07. August 1996, es war 20 Uhr. Da ging das erste Mal das Genießermagazin auf NB-Radiotreff 88,0 auf Sendung, damals noch unter dem Namen “Betthupferl”. Heute heißt die Sendung “RundumGenuss” und ist erwachsen geworden. Am kommenden Sonntag gibts also die erste Sendung mit Schnaps, die Volljährlichkeit machts möglich. ;-)

Studio 1 beim Offenen Kanal in Neubrandenburg war der “Kreißsaal”. Alle 2 Wochen, immer schön im Wechsel mit CROSS-Jugendradio, ging es über den Sender. Die ersten Sendungen waren sicher noch etwas unbeholfen, obwohl ich mir mit 10 Frühsendungen (8-10 Uhr) und der Comoderation bei einer anderen Sendung etwas Routine verschafft hatte. Aber die eigene Sendung, das ist schon was anderes. Und die Jahre sind auch nicht ganz spurlos an ihr vorbei gegangen. Verschiebungen auf andere Sendetage, Verkürzung und Verlängerung der Sendezeit, mehrere Comoderatoren, eine Umbenennung, da kommt einiges zusammen.

Die letzten Jahre verlief es eigentlich ruhig, ganz untypisch für eine Pupertät. Dafür gab es dafür durchaus ein paar Zeitpunkte, an denen es hätte zu Ende sein können. Aber – und das kann man in aller Deutlichkeit sagen – der Spaß obsiegte und Spaß macht es auch immer noch. Mal sehen, wo es sich in der nächsten Zeit hinentwickelt. Und eine Weile wird es die Sendung sicher noch geben. Die 1000. Sendung zeichnet sich am fernen Horizont hab, immerhin ist die kommende die 918. Ausgabe. Genullt wird dann Anfang März 2016, und im August des gleichen Jahres ist dann 20. Geburtstag.

Wie feiert eine Radiosendung heute ihren Geburtstag? Nun, der Abend des Donnerstags ist im allgemeinen bestimmt von der Vorbereitung der Ablegersendung “Freitag nach eins“. Vielleicht stoßen die beiden Sendungen ja an, wenn es eine kleine Pause gibt, mit ein paar Gläsern bunter Noten, gemixt mit wohlfeilen Worten und getragen auf Hertzschen Wellen …

07 Aug 2014

Geistreiche Bemerkungen vom 03.08.2014

Manche kluge Frau ist nur deshalb allein, weil sie es nicht verstanden hat, ihre Klugheit zu verbergen.
Daphne du Maurier

Höflichkeit ist der Versuch, Menschenkenntnis durch gute Manieren zu mildern.
Jean Gabin

Mit Kummer kann man allein fertig werden, aber um sich aus vollem Herzen freuen zu können, muss man die Freude teilen.
Mark Twain

Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
Benjamin Disraeli

Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es auf jeden Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.
Hermann Hesse

Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.
Dietrich Bonhoeffer

03 Aug 2014