Geistreiche Bemerkungen vom 19.10.2014

Der Hauptwert des Geldes besteht in der Tatsache, dass man in einer Welt lebt, in der es überbewertet wird.
Henry Louis Mencken

Die kürzesten Wörter, nämlich ‘ja’ und ‘nein’ erfordern das meiste Nachdenken.
Pythagoras von Samos

Liebe mich dann, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am meisten.
Anonym

Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus 2 Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.
John F. Kennedy

Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.
Heiner Geißler

Zeichnen ist Sprache für die Augen, Sprache ist Malerei für das Ohr.
Joseph Joubert

Geistreiche Bemerkungen vom 12.10.2014

Wenn ein Mann für dich kocht und der Salat enthält mehr als drei Zutaten, meint er es ernst.
Penelope Cruz

Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.
Rabindranath Tagore, Dichter

Misserfolg ist lediglich eine Gelegenheit, mit neuen Ansichten noch einmal anzufangen.
Henry Ford

Von allen Sorgen, die ich mir machte, sind die meisten nicht eingetroffen.
Sven Hedin

Die Zeit verweilt lange genug für denjenigen, der sie nutzen will.
Leonardo da Vinci

Gut zurechtgemacht für’s Ausgehen ist eine Frau dann, wenn ihr Begleiter lieber mit ihr Zuhause bliebe.
Olga Tschechowa

Geistreiche Bemerkungen vom 05.10.2014

Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.
Albert Camus

Es ist gefährlich, anderen etwas vorzumachen, denn es endet damit, dass man sich selbst etwas vormacht.
Eleonora Duse

Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen.
George Bernard Shaw

Sobald ein Optimist ein Licht erblickt, das es gar nicht gibt, findet sich ein Pessimist, der es wieder ausbläst.
Giovanni Guareschi

Die Demokratie setzt die Vernunft im Volke voraus, die sie erst hervorbringen soll.
Karl Jaspers

Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt’s nicht.
Konrad Adenauer

Geistreiche Bemerkungen vom 28.09.2014

Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
André Gide

Mein Vater pflegte zu sagen: Sprich nicht lauter, argumentiere weiser.
Desmond Mpilo Tutu

Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.
Wolf Biermann

Die Menschen müssen begreifen, dass sie das gefährlichste Ungeziefer sind, das je die Erde bevölkert hat.
Friedensreich Hundertwasser

Das Joch der Ehe ist so schwer, dass man zwei Personen braucht, um es zu tragen – manchmal drei.
Alexandre Dumas der Ältere

Die Schriftsteller können nicht so schnell schreiben, wie die Regierungen Kriege machen; denn das Schreiben verlangt Denkarbeit.
Bertolt Brecht

Geistreiche Bemerkungen vom 21.09.2014

Ein voller Terminkalender ist noch lange kein erfülltes Leben.
Kurt Tucholsky, Schriftsteller

Zum Mitleiden gab die Natur vielen ein Talent, zur Mitfreude nur wenigen.
Friedrich Hebbel

Manche werden als bedeutende Menschen geboren, manche erlangen Bedeutung – und manche beauftragen PR-Berater.
Daniel Boorstin

Leben ist die Kunst, taugliche Schlußfolgerungen aus unzureichenden Prämissen zu ziehen.
Samuel Butler

Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden.
Helmut Schmidt

Ein langweiliger Mensch ist einer, der Sie am Alleinsein hinderte, ohne Ihnen Gesellschaft zu leisten.
Anonym

Geistreiche Bemerkungen vom 14.09.2014

Wenn der Mensch so viel Vernunft hätte, wie Verstand, wäre vieles einfacher.
Linus Pauling

Das Leben ist kurz, weniger wegen der kurzen Zeit, die es dauert, sondern weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine bleibt, es zu genießen.
Jean-Jacques Rousseau

Gott ist ein Komödiant, der vor einem Publikum spielt, das zu ängstlich zum Lachen ist.
Voltaire

Der Verstand ist wie eine Fahrkarte: Sie hat nur dann einen Sinn, wenn sie benutzt wird.
Ernst R. Hauschka

Die Wahrheit kann auch eine Keule sein, mit der man andere erschlägt.
Anatole France

Der Humor nimmt die Welt hin, wie sie ist, sucht sie nicht zu verbessern und zu belehren, sondern mit Weisheit zu ertragen.
Charles Dickens

Geistreiche Bemerkungen vom 07.09.2014

Ein guter Aphorismus ist die Weisheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz.
Theodor Fontane

Die Ideen sind nicht verantwortlich für das, was die Menschen aus ihnen machen.
Werner Heisenberg

Aus dem Bewusstsein, gut angezogen zu sein, empfängt eine Frau mehr innere Ruhe als aus religiösen Überzeugungen.
Ralph Waldo Emerson

Es gibt zwei Möglichkeiten, Karriere zu machen: Entweder leistet man wirklich etwas, oder man behauptet, etwas zu leisten. Ich rate zur ersten Methode, denn hier ist die Konkurrenz bei weitem nicht so groß.
Danny Kaye

Alkohol konserviert alles, ausgenommen Würde und Geheimnisse.
Robert Lembke

Wer zugibt, dass er feige ist, hat Mut.
Fernandel

Wenn man einen falschen Weg einschlägt, verirrt man sich umso mehr, je schneller man geht.
Denis Diderot

Anderer See, anderer Strand, anderes Erlebnis

Schön zu lesen, dass man nicht der einzige in der Region ist, der sich mit der mehr oder weniger gehobenen Gastronomie beschäftigt. Wobei “beschäftigt” eher als neutrales Ersatzwort zu verstehen ist; “rumärgert” wäre auch eine Idee gewesen, oder “aufreibt”. Aber das wäre doch zu wertend gemeint. So war ein anderer Blogger in einem benachbarten Städtchen in größerer Gruppe unterwegs, um negativ aufzufallen. ;-) Gesehen habe ich den beschriebenen Laden auch schon, aber bisher führt der Weg immer vorbei.

Dass man an Seen mit Blick aufs Wasser von einer schönen Terrasse auch ganz andere Erlebnisse genießen kann, soll diese Geschichte zeigen. Wobei es eigentlich etwas ganz anderes zum Abendbrot geben sollte. Ursprüngliche Idee war eine Art Restevertilgung, die durch eine Art Arbeitsessen ersetzt werden sollte. Es gab ein paar Punkte aufgrund einiger Ereignisse in Zukunft und Vergangenheit zu besprechen. Italienisch sollte es werden, aber irgendwie hatten wir kein Glück. Das erste angesteuerte Ristorante war wegen Betriebsferien, das zweite wegen Ruhetag geschlossen. Also suchten wir weiter und wurden fündig. Irgendwie erinnerte das an eine andere Irrfahrt auf der Suche nach Essbarem. Und – um es vorweg zu nehmen – das Erlebnis war durchaus vergleichbar, inkl. Bewertung.

Es war schrecklich. Die Endabrechnung stimmte nicht, die Stühle waren unbequem und es gab keine Crème brûlée. Naja, die Dessertkarte schien eher auf die Tatsache abgestimmt zu sein, dass das Restaurant auch ein Café ist. Bei den Portionsgrößen scheint man auch kein Dessert zu brauchen. Und dass die Stühle unbequem waren, lag vermutlich doch eher an mir … Bei einer gewissen Körperlichkeit werden Sitzgelegenheiten mit Armlehnen manchmal doch etwas eng. Und die Abrechnung stimmte nur von der Zuordnung der Vorspeisen nicht, da sie aber preislich identisch waren, spielte es bei der Summe keine Rolle.

Alles andere – Essen, Atmosphäre und Service – war einfach nur top. Das Wetter ließ es noch zu, auf der Terrasse Platz zu nehmen. Der Blick war wunderbar, über den See in Richtung Stadt oder alternativ in den Sonnenuntergang. Wir saßen gerade und hatten in die Menükarten (leider nicht im Internet verfügbar) geschaut, kam der sehr nette und wie sich im Verlauf des Abends noch herausstellte aufmerksame Service auf uns zu und fragte nach dem Begehr. Vorspeise, Hauptgericht, Getränke. Das übliche eben.

Apropos das Übliche. Die Soljanka war spitze, was sich u.a. dadurch zeigte, dass sie auch eine “Sommersoljanka” war, der, im Gegensatz zur “Wintersoljanka” die Säure fehlte. Frische Gemüse sind verfügbar und mussten nicht durch ihre eingesäuert gelagerten ersetzt werden. Die Bruchetta (immerhin wollten wir ja eigentlich zum Italiener) war irgendwie deutsch, aber lecker und gut gemacht. Auf der Rechnung hieß diese Spezialität dann auch wieder Bruschetta, aber das nur nebenbei.

Manchmal wünscht man sich drei Hände. Pasta mit einem schönen Fischfilet ist eine solche Situation. Immerhin bekommt man dafür auch drei Besteckteile: das Fischmesser – Was soll ich denn mit dem Mini-Tortenheber? – für das Filet, die Gabel für alles andere und den Löffel als Hilfe für die Pasta. Dafür wurde er letztendlich aber nicht verwendet, aber die Paprikawürfel und den kleinen Bohnensalat aus der Garnitur könnte damit wunderbar aufgenommen werden. Dem gut zubereiteten Fisch, der Pasta und den übrigen Salatbestandteilen konnte mit viel Vergnügen sowie der Gabel und dem Fischmesser der Weg in den Mund geebnet werden.

Aber auch das andere Hauptgericht konnte sich sehen und schmecken lassen. Der Klassiker “Zigeunerschnitzel mit Pommes” kam hier in der edleren Version als saftiges Schweinesteak mit einer fruchtig-aromatischen Soße, Pommes und Salatbeilage auf den Tisch. Wer daran mäkeln wollte, muss woanders hin gehen. Dann würde man aber was verpassen.

Unter anderem den Service. Aufmerksam, freundlich, höflich, zuvorkommend und mitdenkend. Nach dem Abräumen des Geschirrs vom Hauptgericht wurde selbstständig nach dem Bedarf bzgl. koffeinhaltiger Heißgetränke gefragt. Der Espresso einer- wie auch der Cappuccino andererseits waren sehr gut (und auch das Wasser war beim kleinen Schwarzen mit dabei). Da zahlte sich wohl aus, dass man auch als Café firmiert. Leere Gläser wurden bemerkt und auf Nachfrage gegen neue, volle ersetzt. Man fühlte sich gut betreut und rundum wohl. Bis auf die Sache mit dem Stuhl, aber der war eben nicht für mich gemacht. ;-)

Wer also mal gut und nicht unbedingt teuer, aber dafür mit schönen Blick über den Tollensesee essen möchte, oder einfach nur einen geselligen Abend erleben möchte, der ist beim Seerestaurant und Café Augusta’s in Neubrandenburg, Lindenstraße 6d, an der richtigen Adresse. Bisher für mich auch das einzige Restaurant, dass die Tollensemaräne auf der Karte hat …

Geistreiche Bemerkungen vom 31.08.2014

Es gibt keine Grenzen. Weder für Gedanken, noch für Gefühle. Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt.
Ingmar Bergman

Die Ungerechtigkeit der Geschichte besteht darin, dass wir die gleichen Augen und Ohren haben wie unsere Vorfahren, obwohl wir weit mehr hören und sehen als sie.
Ernst R. Hauschka

Wer sagt: hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht.
Erich Fried

Eines Tages schwimmt die Wahrheit doch nach oben. Als Wasserleiche.
Wieslaw Brudzinski

Eine Träne zu trocknen ist ehrenvoller, als Ströme von Blut zu vergießen.
George Gordon Byron

Kein Geist ist in Ordnung, dem der Sinn für Humor fehlt.
Samuel Coleridge

Geistreiche Bemerkungen vom 24.08.2014

Man muss durch schlechte Erfahrungen hindurchgehen und nicht drumherum.
Liza Minnelli

Von der Mehrzahl der Werke bleiben nur die Zitate übrig. Ist es dann nicht besser, von Anfang an nur die Zitate aufzuschreiben?
Stanislaw Jerzy Lec

Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos.
Sigmund Freud

Die größte Ehre, die man einem Menschen antun kann, ist die, dass man zu ihm Vertrauen hat.
Matthias Claudius

Was heißt schon für uns Frauen, mit Anstand alt zu werden? Lieber unanständig jung bleiben.
Olga Tschechowa

Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen.
Peter Ustinov