Springe zum Inhalt

1

Neubrandenburg - Die Stadt der vier Tore. Was der Stadt aber noch fehlt, ist ein stadteigenes Gericht, dass die Regionalität widerspiegelt, lecker ist und einfach zubereitet werden kann. Und die Zahl vier sollte auch eine gewisse Rolle spielen. So gibt es von EiTV die Anregung für einen NeubrandenBurger, der Brötchen der hiesigen großen Bäckerei, Zander der Fischerei, Bärlauch vom Ring und Kartoffeln aus dem landwirtschaftlichen Umfeld miteinander vereint.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=UIOywQVamhU

Zutaten (1 Burger, wobei es schwierig wird, die Soße nur für einen Burger herzustellen, aber die schmeckt auch auf Brot oder Pellkartoffeln oder ...)

  • ein nicht zu knuspriges Brötchen
  • ein Zanderfilet
  • eine Kartoffel
  • Öl zum Braten
  • Salz, Pfeffer, Rosmarin für die Kartoffeln
  • Salz, Limette für das FiletSoße:
  • einige Bärlauchblätter
  • andere Kräuter nach Wahl (Schnittlauch, Zitronenthymian, ...)
  • je ein Esslöffel (stichfester) Joghurt, Magerquark und Frischkäse
  • Salz, Limettensaft, Pfeffer, Olivenöl zum Würzen

Der stichfeste Joghurt dient dazu, die Soße cremig zu halten. Wenn man aber zu doll rührt, verliert sich der Effekt. Dann sollte ggf. der Frischkäseanteil erhöht werden.

Blumen können nicht blühen ohne die Wärme der Sonne. Menschen können nicht Mensch werden ohne die Wärme der Freundschaft.
Phil Bosmans

Es gibt Maler, die die Sonne in einen gelben Fleck verwandeln. Es gibt aber andere, die dank ihrer Kunst und Intelligenz einen gelben Fleck in die Sonne verwandeln können.
Pablo Picasso

Was andere uns zutrauen, ist meist bezeichnender für sie als für uns.
Marie von Ebner-Eschenbach

Von Natur aus sind die Menschen fast gleich; erst die Gewohnheiten entfernen sie voneinander.
Konfuzius

Interessante Selbstgespräche setzen einen klugen Partner voraus.
Herbert George Wells

Es ist traurig, eine Ausnahme zu sein. Aber noch trauriger ist es, keine zu sein.
Peter Altenberg

Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden.
Helmut Schmidt

Manchmal kommt man irgendwohin und denkt, die Zeit ist stehen geblieben. Dann ist man da und möchte, dass die Zeit wirklich stehen bleibt. Meist sind es nur Kleinigkeiten, die sowas auslösen, aber die sind ja auch gelegentlich das wichtigste. Da sitzt man in einer Gaststätte, schaut aus dem Fenster und dann das:

Blick aus dem Fenster

Blick aus dem Fenster

Ok, für das Wetter (es lagen auch noch einige Schauer in der Luft) kann die Gaststätte nicht, aber es gibt eben Tage, da passt einfach alles. Und es war ein herrlicher Tag. Schöne Bilder sind entstanden. Das Wetter war sehr schön, schlechtes spielte sich zwar im Blickwinkel, aber doch weit genug entfernt ab.

Und weil alles Gute nie beisammen ist, wurde zum Abend nach einer Gaststätte gesucht, die das Glücksniveau wieder auf ein erträgliches Maß senken sollte. Immerhin ist das dort durchaus auch eine touristische Region, wenn auch noch nicht sehr stark erschlossen, was für die Gegend spricht. Aber bei einigen Ecken drängt sich eine kleine passende Erschließung geradezu auf. Immerhin waren vorhandene Bänke und Toiletten sauber und gepflegt, Papierkörbe, Hundeabfallbeseitigungshilfen waren vorhanden und gerüstet.

Die aufgesuchte Gaststätte machte von außen einen einfachen, aber aufgeräumten Eindruck, eine Dorf- oder Ausflugsgaststätte stellt man sich so vor, wo es dann Wiener mit Kartoffelsalat und warme Limo gibt. Immerhin gab es auch noch ein Schild "Imbiss" am Gebäude, der wohl auch mit bewirtschaftet würde, wenn denn Saison ist. Nach dem Eintreten bestätigte sich der bisherige Eindruck: Einfach, aber gepflegt, mit dem Charme der 1990er Jahre und einer langen Fensterfront, die den Blick auf den See genießen ließ. Ein Billard- und Spielautomatenraum ergänzte die dorfgaststättliche Atmosphäre.

Kollege Volksmund meint gelegentlich: "Der erste Eindruck trügt." "Teils, teils", kann man da drauf antworten. Die Speisekarte überraschte dann doch. Neben mehreren Seiten allerlei Getränke gab es genau eine Seite Essen: 2 Suppen, ein Steak, drei Schnitzel, eine Roulade, ein Wild- und ein Fischgericht. Sollte hier wirklich mal umgesetzt sein, was man sich als Gast nur wünschen konnte: Wenige, dafür handwerklich und frisch zubereitete Gerichte, dafür öfter mal wechselnde Speisekarten? Es schien so, stand doch oben drüber "Osterkarte".

Die Suppen waren schnell aufgeteilt, die Hauptgerichte ausgewählt. Das Spiel konnte beginnen. Die Getränke kamen nach einer kurzen, aber sympathischen Beratung zügig. Saisonal herausgefordert, stand natürliche eine Spargelcremesuppe auf dem Programm. Die war sicher selbst gekocht, konnte aber einen gewissen Convenience-Anteil auch nicht ganz verbergen. Das war aber auf einem akzeptablem Level, immerhin braut man sich ja bei einem Ragout Fin die Worchestersoße auch nicht selber. Die Soljanka kam gehaltvoll und bunt gemischt daher, die einzige kleine Bemängelung lag im beiden Suppen beigelegten Toast, der sicher gern noch ein wenig länger der aufknuspernden Hitze ausgeliefert gewesen wäre.

Als Hauptgerichte gab es Roulade mit Rotkohl und Klößen auf der einen und Schnitzel "Jäger Art" mit Kroketten auf der anderen Tischseite. Bei dieser Bezeichnung sei eine kleine Erläuterung angebracht, ist doch das Jägerschnitzel als Begriff nicht eindeutig und vor allem regional unterschiedlich belegt. Stünde allein der Begriff auf der Speisekarte, wäre ob der Geografie des Ortes eher eine panierte und gebratene Jagdwurstscheibe mit Tomatensoße zu erwarten gewesen. Aber es war eine Pilzsoße annonciert, eng verbunden mit einem richtigen Schnitzel, was die Spannung ob seiner Zubereitung beinahe knisternd spürbar machte, gibt es sowas doch auch schon fertig in beinahe jeder Tiefkühltruhe.

Dosierte, aber kräftige Klopfgeräusche aus Richtung Küche deuteten nicht die Befreiungswünsche des Kochs, wohl aber dessen frische Zubereitung des Schnitzels an. Schade nur, dass es dann offensichtlich frittiert wurde. Den (Fertig-)Kroketten wurde diese Behandlung auch zuteil, hier aber wohldosiert und so nah vor dem Servieren, dass sie von der Hitze das zuviel hatten, was den Suppen evtl. fehlte. Dafür gab es eine kleine - und einzig mögliche - Gemeinsamkeit zwischen der Spargelcremesuppe und der Pilzsoße, die ein wenig am ansonsten guten Gesamteindruck nagte.

Zum Nagen braucht man gute Zähne, und wer mal Zahnschmerzen hat, sollte auf einer Gewürznelke kauen. Nun hatte zwar keiner Zahnschmerzen, aber für eine Prophylaxe wurde gesorgt. Bei der Zubereitung von Rotkohl kann man unterschiedlich herangehen, was die über den Kohl hinaus gehenden Zutaten betrifft. Nelken gehören sicher auch hinein, aber wohldosiert und nicht fünf pro Portion. Dem gegenüber standen aber handgeformte Klöße und vom Chef höchstselbst gewickelte Rouladen, die all das in richtigem Maße enthielten, was hinein gehört, das entsprechend positive Geschmackserlebnis inklusive.

Zum Abschluss dann wie immer ein doppelter Espresso und ein Cappuccino. Leider streikte wohl gerade die Milchpumpe, so dass auch hier auf einen Espresso umgeschwenkt wurde. Dafür hab es dann auch noch einen Aquavit und einen Gebirgskräuter zur Verdauung. Angesagt war jeweils ein doppelter, aber manchmal sind die Augen doch etwas schlechter beim Einschenken, so dass der Flüssigkeitsstand doch deutlich über dem Eichstrich stand. So deutlich, dass das allein mit der leicht erhöhten Temperatur der Getränke nicht erklärt werden kann. 😉

Der Caffé kam aromatisch und wohltemperiert auf den Tisch, allein, der kleine Servicetest misslang, so dass die beiden kleinen Schwarzen "trocken" runtergewürgt werden mussten; das "Würgen" aber nur des Wortspiels wegen, war doch am Espresso selbst nichts zu bemängeln. So endete der Tag doch noch an einer wunderschönen Stelle unserer heimischen Gegend, von der wir hier doch sehr viel und sehr schöne haben. Wenn man denn mal mit dem Auto in südöstliche Richtung unterwegs ist, lohnt ein kleiner Ausflug an den Oberuckersee und in die Seegaststätte am Quast (53.204206, 13.887316). Webseite oder ähnliches gibt es nicht, deswegen mal nur die Koordinaten. Für Radler oder Wanderfreunde seien die Bahnhöfe "Warnitz, Bahnhof" oder "Warnitz, Uckermark" (lt. Karte gibt es diese zwei) oder "Seehausen" empfohlen.

Manche hübsche Weintraube eines Weisen lebt weiter als Rosine im Kopf eines Narren.
Ernst R. Hauschka

Das größte Problem mit den Fortschritt ist - auch die Nachteile entwickeln sich weiter.
Ernst Ferstl

Mit Geld kann man sich viele Freunde kaufen, aber selten ist einer seinen Preis wert.
Josephine Baker

So geht es oft mit einer Unterhaltung: Nach einer Weile vergeblicher Auseinandersetzung merkt man, dass man gar nicht von derselben Sache gesprochen hat.
André Gide

Ein Abschied verleitet immer dazu, etwas zu sagen, was man sonst nicht ausgesprochen hätte.
Michel de Montaigne

Dummheit ist auch eine natürliche Begabung.
Wilhelm Busch

Sei friedlich. Sich nicht rächen kann auch eine Rache sein.
Danny Kaye

Etwas über vier(!) Jahre ist es her, dass die erste Folge EiTV ins Netz ging: aus der Stadt der vier(!) Tore hinaus in die Welt. Zur Jubiläumsausgabe darf es also auch mal was sein, dass mit Neubrandenburg, der Zahl vier und regionalen Produkten zu tun hat. Lange ging ich mit dieser Idee schwanger, jetzt ist es passiert: Die Dreharbeiten zur 20. (5x4!) Ausgabe der kleinen Kochshow sind abgeschlossen, wir eilen, sie ins Netz zu bekommen.

Das Gericht soll diesmal eine kleine Überraschung bleiben. Vielleicht hat es ja das Zeug, etwas weitere Verbreitung zu finden. Es ist einfach und schnell in der Zubereitung, beinahe imbisstauglich, und schmeckt natürlich gut. Es hat nur einen großen Nachteil: Eine der Zutaten hat eine recht strenge Saisonalität und ist im guten nicht lagerfähig. Aber für die Nichtsaison gibt es geschmacklich ähnlich gelagerte Alternativen.

Vier Hauptzutaten, die ihre Wurzeln in der Stadt oder der nahen Region haben, sind mit dabei, dazu noch ein paar Sauermilchprodukte sowie Kräuter und Gewürze. Fertig. Und selbst der Namen leitet sich sehr direkt aus einem sehr eng mit der Stadt verbundenen Begriff ab. Was will man mehr?! An anderer Stelle habe ich schon mal über die Idee philosophiert. Vielleicht hilft es ja beim Rätselraten, was es wohl gibt.

Die meisten Nachahmer lockt das Unnachahmliche.
Marie von Ebner-Eschenbach

Wenn du die Absicht hast, dich zu erneuern, tu es jeden Tag.
Konfuzius

Man vergisst vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergisst niemals, wo das Beil liegt.
Mark Twain

Der Kreis ist eine geometrische Figur, bei der an allen Ecken und Kanten gespart wurde.
Anonym

Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
Benjamin Franklin

Auch eine schwere Tür hat nur einen kleinen Schlüssel nötig.
Charles Dickens

Im Leben kommt es darauf an, Hammer oder Amboss zu sein - aber niemals das Material dazwischen.
Norman Mailer

Sag etwas, das sich von selbst versteht, zum ersten Mal, und du bist unsterblich.
Marie von Ebner-Eschenbach

Essen ist neben Sex das Intimste was wir mit unseren Körpern anstellen können
Denis Scheck

Einen Fehler machen ist bitter; bitterer noch ist aber die Erkenntnis, wie unwichtig wir sind, wenn es niemandem aufgefallen ist.
Anonym

Alle sind Irre; aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht, wird Philosoph genannt.
Ambrose Bierce

Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht.
Oscar Wilde

Eines der traurigsten Dinge im Leben ist, dass ein Mensch viele gute Taten tun muss, um zu beweisen, dass er tüchtig ist, aber nur einen Fehler zu begehen braucht, um zu beweisen, dass er nichts taugt.
George Bernard Shaw

Es gibt ein unfehlbares Rezept, eine Sache gerecht unter zwei Menschen aufzuteilen: Einer von ihnen darf die Portionen bestimmen, und der andere hat die Wahl.
Gustav Stresemann

Zum Mitleiden gab die Natur vielen ein Talent, zur Mitfreude nur wenigen.
Friedrich Hebbel

Man hat einen zu guten oder einen zu schlechten Ruf; nur den Ruf hat man nicht, den man verdient.
Marie von Ebner-Eschenbach

Das Genie ist ein Blitz, dessen Donner Jahrhunderte währt.
Knut Hamsun

Die Liebe ist das Werk der Jugend. Dennoch lohnt es sich, es im Alter noch einmal zu kopieren.
Franz Blei

Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen.
Isaac Asimov

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
Kurt Tucholsky

Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.
Hermann Hesse

Mit dem Gedanken gespielt habe ich schon länger, aber nun machen wir mal Nägel mit Köpfe. Oder Salat mit Dressing. Ab sofort gibt es nicht die Restaurantkritik "Martin war Essen und Dirk war dabei" nicht nur im Radio oder als Mitschnitt der Sendung in der Mediathek, sondern auch direkt als Podcast, heute noch einzeln und ab dem nächsten Mal dann in direkter Verbindung mit dem dazu gehörigen Blogbeitrag.

Der Podcast besteht im wesentlichen aus den Original-Moderationen aus der Sendung, ergänzt durch Informationen, die es so nur im Podcast gibt, deswegen lohnt es sich, selbst nach der Varabschiedung auch noch dranzubleiben. Hier gibt es erstmal die Null-Nummer, die ganz offizielle erste Ausgabe wird dann die nächste sein.

Viel Spaß beim Anhören.

Zwei Dinge verursachen dem modernen Menschen Stress: Ständige Erreichbarkeit und wenn er mal kurz kein Netz hat.
Anonym

Die Sonne ist die Universalarznei aus der Himmelsapotheke.
August von Kotzebue

Fragen bleiben jung. Antworten altern rasch.
Kurt Marti

Auch Wolkenkratzer haben mal als Keller angefangen.
Sprichwort

Der Charakter ruht auf der Persönlichkeit, nicht auf den Talenten.
Johann Wolfgang von Goethe

Die Kunst Steuern einzunehmen besteht darin, die Gans zu rupfen ohne dass sie schreit.
Maximilien de Béthune, duc de Sully

Versuche niemals jemanden so zu machen, wie du selbst bist. Du solltest wissen, dass einer von deiner Sorte genug ist.
Ralph Waldo Emerson