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Ein gutes Gespräch besteht ungefähr zur Hälfte aus Zuhören.
Ernst Ferstl, österr. Lehrer, Dichter u. Aphoristiker, geb. 1955

Träume Dir das Leben schön und mache aus diesen Träumen eine Realität.
Madame Marie Curie, Marie Sklodowska Curie, poln.-frz. Physikerin u. Chemikerin, 1903 Nobelpreis für Physik, 1911 Nobelpreis für Chemie, 1867 - 1934

Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn's ihm gut geht und eine, wenn's ihm schlecht geht. Die letzte heißt Religion.
Kurt Tucholsky

Der Mann steht im Mittelpunkt und somit auch im Wege.
Pablo Neruda

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.
Katharina von Siena, ital. Kirchenlehrerin, 1347 - 1380

Ist es nicht seltsam, dass die Menschen so gern für ihre Religion fechten und so ungern nach ihren Vorschriften leben?
Georg Lichtenberg, Georg Christoph Lichtenberg, dt. Physiker u. 'Meister des Aphorismus', 1742 - 1799

Über sich selbst zu lachen, kann einen erfolgreich auf den Boden der Tatsachen zurückholen.
Jando, Jens Koch, dt. Autor, ('Windträume', 'Herzensbotschaften für das Jahr'), geb. 1970

Alles, was sich ein Mensch vorstellen kann, werden andere Menschen verwirklichen.
Jules Verne

Das Herz öffnet uns Türen, zu denen unser Verstand keinen Schlüssel findet.
Ernst Ferstl, österr. Lehrer, Dichter u. Aphoristiker, geb. 1955

Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das Große vergebens warten.
Pearl S. Buck

Die größte Wohltat, die man einem Menschen erweisen kann, besteht darin, dass man ihn vom Irrtum zur Wahrheit führt.
Thomas von Aquin, Thomas Aquinas, ital. Theologe u. Philosoph, 1224 - 1274

Wenn man nicht weiß, was man zu einer Gesellschaft anziehen soll, kommt man am besten als erste. Dann haben die anderen das Gefühl, falsch angezogen zu sein.
Dagmar Koller, Österreichische Sängerin

Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse.
Friedrich Nietzsche, Philosoph

Tiere sind so angenehme Freunde, sie stellen keine Fragen und üben keine Kritik.
George Eliot

Reue ist der Versuch, in sich zu gehen, nachdem man gerade so schön aus sich herausgegangen ist.
Hans Clarin, Deutscher Schauspieler

Wenn soziale Kälte gegen globale Erwärmung helfen würde, bräuchten wir uns um Letztere wohl keine Sorgen mehr zu machen.
Katja Trtilek, dt. Hobby-Aphoristikerin, geb. 1976

Kein Mann sollte ein Geheimnis vor seiner Frau haben. Sie wird es in jedem Falle herausfinden.
Oscar Wilde, Oscar Fingall O'Flahertie Wills, irisch. Lyriker, Dramatiker u. Bühnenautor, (1891 'Das Bildnis des Dorian Gray'), 1854 - 1900

Der Lebenskluge weiß, welche seiner Erfahrungen auf den Sperrmüll gehören.
Attila Ohm, Dr. Ulrich Löchner, dt. Aphoristiker, geb. 1948

Lachen ist die einzige Antwort auf alles Verrückte in der Welt."
Herman Melville

Lachen ist ein Beruhigungsmittel ohne unangenehme Nebenwirkungen.
Peter E. Schumacher, Peter Egon Schumacher, dt. Publizist u. Aphorismensammler, geb. 1941

Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet.
David Hume, Philosoph

Wer sich mit fremden Federn schmückt, kann auch nicht fliegen.
Fred Ammon, dt. Aphoristiker u. Autor, ('Kleine Dumm- u. Weisheiten zum Schmunzeln u. Nachdenken'), geb. 1930

Je dunkler der Himmel ist, desto heller werden die Sterne erscheinen.
Leonardo da Vinci, Maler

Jeder ist seines Glückes Schmied. Blöd nur, wenn man handwerklich zwei linke Hände hat und noch nicht mal weiß, wo der Hammer hängt.
Katja Trtilek, dt. Hobby-Aphoristikerin, geb. 1976

Klar definierte Begrifflichkeiten sind schon was schönes. Wenn irgendwo "Wiener Schnitzel" drauf steht, dann sollte man sicher sein dürfen, ein paniertes Kalbsschnitzel zu bekommen, eine Sauce Hollandaise sollte aus Butter, Ei und Gewürzen bestehen oder Gyros sollte am Drehspieß gegrilltes gewürztes Schweinefleisch sein. Da aber der Laissez-faire auch bei der Benennung von Gerichten immer weiter um sich greift, werden paniertes Schweineformfleisch (vor dem Schutz des Begriffs), auf billigem Öl basierende Soße und Schweinegeschnetzeltes nach Gyrosart gewürzt aus der Pfanne akzeptiert. Ein Untergang der Kochkultur.

Mein erstes Gyros bekam ich von einem Imbissstand in Neubrandenburg. Das wirkt auf den ersten Blick  nicht völlig optimal, aber es hat mich geprägt. Der wichtige Punkt in dem Zusammenhang: In diesem Imbissstand befand sich ein Drehspieß und das Gyros kam direkt von ihm auf den Teller. Zwiebeln und Tzatziki drauf, ein paar Pommes dabei: Lecker. Später stellte ich fest, dass Gyros durchaus auch noch etwas feiner und besser sein kann. Der Umgang Anfang der 1990er Jahre mit Messer und Drehspieß war noch etwas robust. Aber das Prinzip blieb und hieß Grillen am Drehspieß.

Es gibt da nämlich etwas, was alle Verfechter des Pfannengyros - ich wage es kaum, das Wort niederzuschreiben - nicht hinbekommen: Die Struktur des Endproduktes. Dazu muss man sich nur mal vorstellen, was auf dem Drehspieß eigentlich passiert. Die äußere Schicht wird gleichmäßig gegrillt, so das sie ihre leckere braune Kruste bekommt, darunter befindet sich das noch saftige Fleisch. Dann wird mit einem Messer die äußere Schicht abgeschnitten (Gyros ist unter anderem gröber geschnitten als zum Beispiel das Fleisch für den Döner), so dass sich jetzt wieder die leckere Kruste bilden kann. Dieser Effekt - eine Seite knusprig, eine Seite saftig - ist mit einer Pfanne und mit Geschnetzeltem nicht nachzubilden, aber für Gyros so typisch. Eine Chance wäre vielleicht, wenn sie den Pfanneninhalt ohne umzurühren garen könnten, so dass die untere Schicht knusprig und die obere saftig bleibt. Das funktioniert aber nicht, da sich unten auch das Fett und der Fleischsaft sammeln.

Imbissstände mit Gyros im Sortiment gibt es augenscheinlich nicht mehr. Also ist man auf den Besuch eines griechischen Restaurants angewiesen, in der Hoffnung, dass die wenigstens noch einen Drehgrill in der Küche haben. Auf dem Rückweg von einer kleines Landesrundfahrt wurde u.a. zum Zwecke der Gyroseinnahme ein Griechisches Restaurant in Gnoien aufgesucht. Dort schien man allerdings keinerlei Interesse an irgendeinem Umsatz oder an Service oder dergleichen zu haben. Nachdem wir etwa 10 Minuten im Restaurant saßen (nicht unbemerkt aus der Küche), sind wir dann wieder unverrichteter Dinge gegangen.

Der geplante Weg führte uns nach Teterow, der dortige Grieche empfing uns freundlich, die Erstausstattung Getränke stand schnell auf dem Tisch und die Bestellung war aufgegeben. Das Wetter brachte es mit sich, dass auf eine Vorspeise verzichtet wurde, es war doch sehr warm. In dem Zusammenhang fiel angenehm auf, dass beim servierten Salatteller keine Salatcreme oder keine Salatsoße, sondern eine leichte Vinaigrette dabei war. Das Essen kam zügig, leider auch wieder in viel zu großen Portionen. Das Gyros kam zwar nicht direkt vom Drehspieß, war aber lecker und um Klassen besser als jedes Pfannengedöns. Griechisch üblich (nicht nur, aber eben hier besonders) muss man den Getränkenachschub aktiv bestellen, aber hier, wie auch beim Essen, werden Sonderwünsche gern erfüllt und prompt erledigt.

Auch der Abschlusstest fiel der immer noch großen Hitze des Abends zum Opfer - erwartet man eigentlich auch in einem Griechischen Restaurant einen Espresso oder einen Cappuccino? Bei angenehmeren Temperaturen ist sicher ein weiterer Besuch drin, dann mit komplettem Testprogramm. Das Restaurant Akropolis in Teterow wird bis dahin erstmal empfohlen.

Ein Dummkopf, der kein Wort sagt, unterscheidet sich nicht von einem Gelehrten, der schweigt.
Jean Baptiste Molière, Jean-Baptiste Poquelin, frz. Komödiendichter u. Schauspieler, 1622 - 1673

Aus den Trümmern unserer Verzweiflung bauen wir unseren Charakter.
Ralph Waldo Emerson, amerikan. Geistlicher, Lehrer, Philosoph u. Essayist, 1803 - 1882

Sich zurückziehen heißt nicht davonlaufen; und den Kopf hochtragen ist nicht Klugheit.
Miguel de Cervantes Saavedra, span. Dichter, ('Don Quijote de la Mancha'), 1547 - 1616

Wir sollten unsere Gefühle nicht im Regen stehen lassen. Sie gehören überdacht.
Ernst Ferstl, österr. Lehrer, Dichter u. Aphoristiker, geb. 1955

Derjenige, der sich langweilen lässt, ist noch weniger Wert, als der, der ihn langweilt.
Samuel Butler, brit. Schriftsteller, 1835 - 1902

Mit Kummer kann man allein fertig werden, aber um sich aus vollem Herzen freuen zu können, muss man die Freude teilen.
Mark Twain

Mit den Menschen ist es wie mit den Autos: Laster sind schwer zu bremsen.
Heinz Erhardt, Schauspieler

Musik ist die einzige Sprache, in der man nicht lügen kann.
Sir Yehudi Menuhin, Sir Yehudi Menuhin, Baron of Stoke d'Abernon, amerikan. Violinvirtuose u. Dirigent, 1979 Friedenspreis, 1997 Otto-Hahn-Friedensmedaille, 1916 - 1999

Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann.
Marie von Ebner-Eschenbach (13.09.1830 - 12.03.1916) österreichische Schriftstellerin

Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles seine Bemerkungen.
Heinrich Heine (13.12.1797 - 17.02.1856) deutscher Dichter und Journalist

Gibt es eine bessere Form mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
Charles Dickens (07.02.1812 - 09.06.1870) britischer Schriftsteller

Eines der besten Mittel gegen das Altwerden ist das Dösen am Steuer eines fahrenden Autos.
Juan Manuel Fangio (24.06.1911 - 17.07.1995) argentinischer Rennfahrer

Die Herrlichkeit der Welt ist immer adäquat der Herrlichkeit des Geistes, der sie betrachtet. - Der Gute findet hier sein Paradies - der Schlechte genießt schon hier seine Hölle.
Heinrich Heine

Dass sich die Erde um die eigene Achse und um die Sonne zu drehen hat, ist machen Leuten noch viel zu wenig. Sie glauben, daß sich die Erde auch um sie drehen müsse.
Ernst Ferstl

Wer eine gute, verständige und schöne Frau sucht, sucht nicht eine, sondern drei.
Oscar Wilde (16.10.1854 - 30.11.1900) irischer Dramatiker und Schriftsteller

Für Börsenspekulationen ist der Februar einer der gefährlichsten Monate. Die anderen sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Oktober.
Mark Twain (30.11.1835 - 21.04.1910) US-Schriftsteller

Viele wollen sich gar nicht mit sich selbst beschäftigen. Wahrscheinlich wollen sie nicht an Langeweile zugrunde gehen.
Ernst Ferstl, österr. Lehrer, Dichter u. Aphoristiker, geb. 1955

Ein Lächeln ist die Medizin mit den schönsten Nebenwirkungen.
Fred Ammon, dt. Aphoristiker u. Autor, ('Kleine Dumm- u. Weisheiten zum Schmunzeln u. Nachdenken'), geb. 1930

Ideale sind wie Sterne. Man kann sie nicht erreichen, aber man kann sich an ihnen orientieren.
Carl Schurz, amerikan. Politiker, 1829 - 1906

Verzweiflung ist die Schlussfolgerung der Narren.
Benjamin Disraeli, brit. Premierminister u. Schriftsteller, 1804 - 1881

In der Ehe stammen Drehbuch und Regie vom Mann, Dialoge und Ton von der Frau.
Federico Fellini

Der Mensch kann gegen seinen Willen überzeugt werden, aber nicht erfreut.
Samuel Johnson, brit. Schriftsteller, erstellte u.a. ein umfangreiches Wörterbuch, 1709 - 1784

Man kann die Erkenntnisse der Medizin auf eine knappe Formel bringen: Wasser, mäßig genossen, ist unschädlich.
Mark Twain

Die unterhaltsamsten Gäste sind die, die gern hören, wenn andere sprechen.
Thomas Carlyle, schott. Philosoph, Historiker, Essayist, Geschichtsschreiber u. sozialpolitischer Schriftsteller, 1795 - 1881

Wer eine Not erblickt und wartet, bis er um Hilfe gebeten wird, ist ebenso schlecht, als ob er sie verweigert hätte.
Dante Alighieri, ital. Philosoph, 1265 - 1321

Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können, wenn man weiß, dass man an seiner Stelle lügen würde.
Henry Louis Mencken

Wer seinen Gefühlen Flügel verleiht, sollte auch an einen Absturz denken.
Klaus Ender, dt.-österr. Fotograf (AFIAP) u. Buchautor, ('Rügen - Poesie einer Insel', 'Rügen - Insel im Licht'), geb. 1939

Faulheit ist eine Gabe, eine unangenehme Aufgabe so lange aufzuschieben, bis es zu spät ist.
Unbekannt

Das große unzerstörbare Wunder ist der Menschenglaube an Wunder.
Jean Paul, Johann Paul Friedrich Richter, dt. Dichter, 1763 - 1825

Das Unglück der Deutschen ist, dass sie glauben, das Wort "Erotik" käme von "erröten".
Anton Kuh, österr. Journalist, Schriftsteller, Kaffeehausliterat u. Stegreifredner, 1890 - 1941

Du siehst die leuchtende Sternschnuppe nur dann, wenn sie vergeht.
Friedrich Hebbel

Man ist meistens nur durch Nachdenken unglücklich.
Joseph Joubert

Ist es wirklich interessant, Pferden beim Essen zuzuschauen? Nun ja, vielleicht ist die Frage auch nur missverständlich bzw. uneindeutig gestellt. Wagen wir also einen zweiten Versuch: Ist es wirklich interessant, beim Essen Pferden zuzuschauen? Warum nicht, solange sie nicht undeklariert auf den Teller kommen. Man muss übrigens kein Pferdefreund sein, um auf der schönen Insel Usedom gut zu essen, aber es könnte durchaus etwas helfen.

Usedom, Deutschlands sonnenscheinreichste Insel, lädt mittlerweile mit allerlei Attraktionen Urlauber und Erholungssuchende zu sich ein. Das ganze Brimborium ist für Naturliebhaber nicht unbedingt erforderlich, findet er doch in der Gegend selbst genug erkundens- und genießenswertes (noch). Die touristischen wie kulinarischen Hochburgen scheinen auf der südlichen Inselhälfte konzentriert zu sein, Heringsdorf, Ahlbeck, Bansin, Koserow werden gern und oft aufgezählt. Mitnichten! Auch der Norden bietet Labsal und Zerstreuung auf allerlei Niveau, wenn man nur rechtzeitig von der B111 nach links abbiegt, hat man die Insel über Wolgast erreicht.

Gängiger Punkt für dieses Abbiegen ist der Abzweig in Bannemin, wo einen die Straße schnurstracks nach Trassenheide leitet; aber auch schon der vorher liegende Abzweig nach Mölschow führt, dortselbst eine Modellbahnausstellung streifend, mitten in den Ort. Verlässt man diesen in nördlicher Richtung, wird man links der Straße eines Reiterhofes gewahr, der aber nicht nur Pferden Kost und Logis bietet, sondern auch Reitern und anderen Menschen, deren Versuch zu reiten den Tierschutz auf den Plan rufen könnte, dies zu unterbinden, Atzung und zeitweise Wohnung verheißt.

Das Hotel-Restaurant empfängt den Gast dreigeteilt. Hat man die Rezeption rechts hinter sich gelassen, wird man vom hellen und freundlichen Hauptraum erwartet, von dem ein etwas dunkler wirkender Gastraum und ein lichtdurchfluteter Wintergarten abzweigen, der naheliegenden Ausblick auf spielende Kinder und Pferde sowie weiterliegenden auf Landschaft ermöglicht. Das Erscheinen des Gastes bleibt vom Service nicht unbemerkt, so dass man zügig, aber ungehetzt, mit Speisekarte und Sitzplatz versorgt ist. Der Menüplan verspricht gutbürgerliches, die Online-Variante ist aber nicht aktuell.

Aufmerksamkeit ist eine der Qualitäten, die man dem Service positiv attestieren kann. Er hat sogar einen eigenen Charme, den man aber erlebt haben muss, um ihn wirklich zu begreifen, Worte allein reichen dafür nicht. Vor allem die Hotelgäste werden ihn spüren können, reine Restaurantgäste können ihn höchstens erahnen (die Gefahr für's Missverstehen besteht). Lässt man sich drauf ein, macht es aber Spaß, so umsorgt zu werden. Leere Getränke wurden bemerkt und auf Nachfrage erneuert, Speisen wurden zielgenau abgesetzt.

Womit wir beim wichtigsten Thema wären. Die vorspeisliche Fischsuppe war lecker, die unvermeidliche Soljanka - diesmal in einer nichtsauren Variante - ebenso. Da fiel es nicht schwer, das leicht angealterte Salatblatt im Beilagendreierlei mit dem Tomatenachtel und der halber Gurkenscheibe zu übersehen. Zu den Hauptgerichten gab es Bratkartoffeln der etwas rustikaleren Art: gröber als gewohnt geschnitten, aber dadurch nicht minder wohlschmeckend, wenn sie einen Moment länger in einem geeigneten Bratwerkzeug mit weniger Fett verweilt hätten, um die angenehme Knusprigkeit zu erreichen, die ihnen eigen sein sollte, egal, wie sie geschnitten sind. Die selbstgemachten sauren Bratheringe können genauso empfohlen werden wie die Kutscherpfanne und die anderen auf der Karte vorhandenen Gerichte.

Während es bei anderen Restaurants ein Überfluss an Rucola gab, schwabbten hier zwei Ingredienzien - wenn auch nicht ganz so viel - über ein gutes Maß hinaus. Das Salatbouquet bekam einen so ordentlichen Schuss fruchtiges Dressing, dass Teile des Hauptgerichtes davon in Mitleidenschaft gezogen wurden. Was aber den Koch bewog, den Feldsalat beim Brathering auch noch mit einem Kaviar zu verzieren, wird sein Geheimnis bleiben, ging dieser unter der Vinaigrette geschmacklich völlig unter. Weniger ist eben doch manchmal mehr, das bezieht sich auch mal wieder auf die Menge der Sättigungsbeilage. Der zweite Überfluss lag in anderen schwarzen Kügelchen. Zur Würze sind Piment und Pfeffer sowohl bei Suppen als auch würzigen Bratheringen wichtig; auf des Gastes Teller bzw. in seiner Schüssel haben sie aber nichts zu suchen, kann ein unbeabsichtigter Biss darauf doch den gesamten Genuss vermiesen.

Aber dies waren auch nur Details, die den sehr angenehmen Gesamteindruck nur unmerklich verschlechterten. Zumal der Service DEN Abschlusstest mit Bravour bestand, fast ein wenig wider Erwarten, dafür aber zu umso größerer Freude. Die das Essen finalisierende Bestellung lautet: ein doppelter Espresso und ein Cappuccino. Klingt einfach, aber wirklich richtig bekommt man das nur selten. Im Reit- und Freizeithotel Friesenhof kurz hinter Trassenheide kam dieses stärkende Doppel in umfassender Perfektion auf den Tisch, nur die Schokolade an einem der beigelegten Kekse war ein wenig angeschmolzen. Irgendwodran muss man schließlich rumnörgeln. 😉

Manchmal, ich weiß nicht, ob ihr das auch kennt, da gibt es Situationen, in denen eine wunderschöne, richtig eiskalte, aber nicht unbedingt mit Eis versetzte Cola genau das richtige ist. Die Süße, die der Seele gut tut, die konzentrierte Kohlensäure, die den verödeten Gaumen frei sprudelt und das anregende Koffein, das wieder Elan in den Körper bringt.

Der Colas gibt es einige; vor allem, wenn man die aromatisierten mitzählt, ist beinahe für jeden Geschmack etwas dabei. Und es wäre ja auch nicht so, als ob nicht auch immer mal wieder neue dazu kämen. In den letzten Wochen habe ich einige der neuen getestet, die Berichte dazu habe ich hier zusammen gefasst. Prost.