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Manchmal, also, eigentlich öfters, oder sagen wir so: Wenn ich beim wöchentlichen Einkauf dran gedacht habe, mir einen kleinen Vorrat mitzubringen, trinke ich morgens gern mal ein Milchmischgetränk mit Kaffee, so wie es von verschiedenen Anbietern mit verschiedenen Namen und Geschmäckern und noch verschiedeneren Preisen angeboten wird.

Nun habe ich am letzten Samstag ein entsprechendes Angebot in Bio-Qualität entdeckt, dass ich natürlich ausprobieren wollte. Kurz zusammengefasst: Der Geschmackstest geriet zum Reinfall. Wobei nicht nur der Geschmack, sondern das ganze Mundgefühl negativ auffielen. Der Blick auf die Zutatenliste bestätigte die Vermutung: Reismehl und teilweise Reisstärke. Wer mal Reismilch pur getrunken hat, weiß, was man dabei im Mund spürt.

Die Namen von derartigen Milchmischgetränken sind sicherlich auch diskussionswürdig. Wenn man von den Original-Bedeutungen der Begriffe Espresso, Cappuccino (= Espresso mit Milchschaumhaube) und Latte macchiatto (= heiße Milch mit Espresso und Milchschaumhaube) ausgeht, fragt man sich, was sich hinter "Latte Espresso", "Espresso Macchiatto" oder "Latte Cappuccino" verbirgt. Immerhin blieb dem Trinker bisher die Kombination mit "Expresso" erspart.

Was jetzt aber Reismehl und -stärke in den Bechern zu tun haben, erklären die Begrifflichkeiten auch nicht. Vermutlich sollen sie andere Bestandteile (wie Sahne) aus konventionellen Getränken funktionell ersetzen. Aber Konsequenz weist der Hersteller damit auch nicht aus, sind doch sowieso schon zwei Verdickungsmittel in den Getränken enthalten, die nicht biogeadelt sind, die dem Namen nach aber aus der Natur kommen könnten.

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Als ich heute abend nach Hause kam, schnubberte es recht lecker, als ich die Wohnungstür öffnete. Ich überlegte, was ich denn als letztes in der Küche zubereitet hatte, dass so riechen könnte ...

Der Duft erinnerte etwas an Mixed Pickles oder anderes säuerlich eingelegtes. Es fiel mir dann ein, dass ich dergleichen nicht zubereitet hatte ...

Ein Blick in den Kochraum erschrak mich dann doch etwas: Ein Regalbrett hatte sich von der Wand gelöst und die Sachen, die da drauf standen, verteilten sich auf einem Beistellschrank und dem Fußboden verteilt. Oliven in der Dose, Balsamico-Essig, Kakaodose, Ölflasche (leer) und so eine Flasche mit Öl, in das div. kleine Paprika eingelegt waren (weniger Würzung, mehr Zierde).

Letztere war die einzige, die sich zerbrochen auf dem Boden verteilte. Da freut sich der Putzmann. Öl einfangen, Scherben aufsammeln, ohne sich zu schneiden, was anderes kann ich mir als Sonntagnachtbeschäftigung auch nicht besseres vorstellen.

Müde macht uns die Arbeit, die wir liegenlassen, nicht die, die wir tun.
Marie von Ebner-Eschenbach

Wenn man Spaß an einer Sache hat, dann nimmt man sie auch ernst.
Gerhard Uhlenbruck

Oft verliert man sich nur deshalb nicht in einem Laster, weil man mehrere hat.
François de La Rochefoucauld, François VI. Duc de La Rochefoucauld, frz. Offizier, Diplomat u. Schriftsteller, 1613 - 1680

Sobald man davon spricht, was im nächsten Jahr geschehen soll, lacht der Teufel.
aus Japan

Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.
Mahatma Gandhi

Es gibt Diebe, die von den Gesetzen nicht bestraft werden und dem Menschen doch das Kostbarste stehlen: die Zeit.
Napolèon Bonaparte, Napoleone Buonaparte, frz. Politiker u. Feldherr, 1769 - 1821

Es ist keine Kunst, geistreich zu sein, wenn man vor nichts Respekt hat.
Johann Peter Eckermann, dt. Bibliothekar u. Schriftsteller, 1792 - 1854)

Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, so muß man erst richtig anfangen.
Konrad Adenauer

Die viel beschworene Globalisierung mag bei bestimmten Zusammenhängen sicher eine Berechtigung haben, aber auf Teufel komm raus sollte sie nicht auf alle Gebiete unseres Lebens ausgeweitet werden. Eines ist sicher die Erzeugung von Nahrungsmitteln, wo die Globalisierung auch einige Schattenseiten hat.

Der Widerspruch in sich sind dann typische regionale Produkte, die plötzlich aus ganz anderen Ecken unserer Welt kommen. In der EU gibt es erfreulicherweise Regelungen, die bestimmte ortsgebundene Genüsse schützen: Thüringer Rostbratwurst, Münchner Weißwurst, Lübecker Marzipan u. ä. Aber es gibt noch eine Reihe anderer Produkte, deren Regionalbezug vielleicht etwas lockerer ist, aber wo man sich auch eine Regelung von der Politik wünschen würde.

Ähnlich wie der Gouda nach Holland gehört, gehört der Cheddar zu England, der Schweiz sterben im Emmentaler, Mozzarella so Gehört der zu Italien. Aber dann liest man folgende Meldung:

Die italienischen Behörden haben 70'000 Packungen deutschen Mozzarella beschlagnahmt. Der Käse laufe direkt nach Öffnen der Verpackung blau an.

Was mag da nur bei der Produktion schief gelaufen sein? Das muss natürlich aufgeklärt und abgestellt werden.

Skandalös finde ich allerdings auch eine weitere Erkenntnis aus dem Artikel, ein Stück weiter hinten.

Der verdächtige Mozzarella war den Angaben zufolge in Deutschland im Auftrag einer italienischen Firma produziert worden und für Discount-Supermärkte in Norditalien bestimmt.

Muss das sein?

Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.
Noël Coward, 16.12.1899 - 26.03.1973, engl. Schauspieler, Dramatiker und Komponist

Ich bin immer töricht gewesen, an das Gute im Menschen zu glauben.
Paul Gauguin

Das Glück kommt zu denen, die es erwarten. Nur müssen sie die Tür auch offen halten.
Thomas Mann

Wer nicht genießt, wird ungenießbar.
Konstantin Wecker

Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind.
Henry Ford I., amerikan. Automobilindustrieller, Gründer der 'Ford Motor Company', 1863 - 1947

Es ist ein großer Trost, andere dort scheitern zu sehen, wo man selbst gescheitert ist.
William Somerset Maugham

Mit Propheten unterhält man sich am besten drei Jahre später.
Sir Peter Ustinov, Petrus Alexandrus von Ustinov, brit. Schauspieler, Regisseur, Schriftsteller u. UNICEF-Botschafter, Oscar-Preisträger, ('Topkapi'), 1921 - 2004

Ein Lächeln von Dir kehrt immer zu Dir zurück.
aus Indien

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Der aid-Infodienst (gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ) veröffentlichte unlängst einen interessanten Artikel zum Thema vegetarisches Grillen, den man als Vegetarier mit Fleischersatzgelüsten sehr genau lesen sollte. Mit zum Teil erstaunlicher Offenheit werden in wenigen Worten die großen Nachteile von Tofu, Soja und Co. beschrieben und diese danach als Vorteile verkauft.

Augenscheinlich ist nicht jeder, der sich fleischlos ernähren möchte (aus welchen Gründen auch immer) ein Vegetarier. Wozu gäbe es sonst die vielfältigen "Fleischersatzprodukte"? Wenn ich dann in einer eigentlich für diese Stoffe werbende Veröffentlichung lesen muss, dass "'Sojafleisch' oder 'texturiertes Soja' einen industriell hergestellten Fleischersatz" darstellen, "der als Nebenprodukt bei der Sojaölproduktion anfällt", dann vergeht mir der Appetit, da ich die Produkte der LebensmittelINDUSTRIE im wesentlichen ablehne. Mit natürlicher Ernährung hat das nichts mehr zu tun.

Aber es gibt ja auch noch "Tofu", laut Artikel "in Blöcke gepresster Sojabohnenquark". Das klingt nicht ganz so verwerflich. Welchen (industriellen) Aufwand es braucht, um aus einer Sojabohne den Quark zu gewinnen, verschweigt man geflissentlich. Welche kulinarischen Eigenschaften hat Tofu eigentlich? "Sein überwiegend neutraler Geschmack macht den Tofu zum kulinarischen Tausendsassa und inspiriert Gourmets zu allerlei kreativen Würzideen." Da stellt sich natürlich die Frage, warum wir unser Essen eigentlich mit allerlei mehr oder weniger exotischen Gewürzen verfeinern (müssen). Weil es ohne meist nur noch einen sehr geringen Eigengeschmack hat.

Wer die Chance hat, an ein natürlich aufgewachsenes Fleisch zum Grillen, Braten oder Schmoren zu kommen, der sollte es einfach mal kaufen. Den größten Genuss stellt das dann nur mit ein wenig Salz und Pfeffer gewürzt und passend gegart da, unnötig, es mit Kräutern der Provence, Currymischungen oder Knoblauchdipps zu verschlimmbessern. Natürlich kann man das alles tun, aber man muss es nicht, denn wie sagte Jochen Malmsheimer öfters so schön: "Das schmeckte noch selber!", einer Eigenschaft, die Tofu & Co. abgeht.

Je nach Strenge in der Gläubigkeit und den eigenen geschmacklichen Vorlieben gibt es so viele vegetarische Möglichkeiten, sich gekonnt kulinarisch zu befriedigen, egal, ob auf dem Grill, in der Pfanne oder wo auch immer zubereitet, aber diese Fleischplacebos dienen nur ihren Herstellern, sind sie doch mit einem sehr großen positiven Image versehen. Nur durch das Austauschen von Fleisch gegen so was wird man noch nicht zum Vegetarier, für die Aussage, man ernähre sich dann gesünder, fehlt auch noch jeder Nachweis.

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Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann.
Marie von Ebner-Eschenbach

Je mehr der Mensch des ganzen Ernstes fähig ist, desto herzlicher kann er lachen.
Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788 - 1860

Jemanden vergessen wollen, heißt an ihn denken.
Jean de la Bruyère, frz. Moral-Philosoph u. Schriftsteller, 1645 - 1696

Was man ernst meint, sagt man am besten im Spaß.
Wilhelm Busch

An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.
André Kostolany, 09.02.1906 - 14.09.1999, ungarischer Börsenexperte

Erfahrene Juristen bezeugen, dass es vor Gericht von Vorteil sein kann, wenn man im Recht ist.
Graham Chapman, 08.01.1941 - 04.10.1989, brit. Schauspieler, Schriftsteller und Komiker

Dummheit musste sich noch nie rechtfertigen.
Alexander Saheb, dt. Journalist, Buchautor u. Aphoristiker, geb. 1968

Gegen Schmerzen der Seele gibt es nur zwei Heilmittel: Hoffnung und Geduld.
Pythagoras, Pythagoras von Samos, griech. Philosoph u. Mathematiker, 570 - 510 v.Chr.

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Nachdem ich mit nachfolgendem kleinen Witz beinahe jeden in meiner Umgebung beglückt habe, manche haben ihn auch schon mehrfach gehört, kommt hier seine vermutlich letzte Anwendung:

Was liegt am Strand und hat einen Sprachfehler?

Eine Nuschel.

P. S.: Außerdem dient er hiermit als Test für die Eingabe eines Artikels in den Blog übers Handy.

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Leider weiß ich nicht mehr, wo ich das Zitat gehört habe, genauer: in welcher Fernsehsendung. Aber es stammt von Hendrik Thoma, seineszeichens Sommelier, Genießer und Internet-TV-Macher.

Über Geschmack lässt sich sehr wohl diskutieren. Aber man muss ihn auch haben.

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