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Wir unterschätzen das, was wir haben, und überschätzen das, was wir sind.
Marie von Ebner-Eschenbach, Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, Novellistin u. Aphoristikerin, wurde 1900 erste Ehrendoktorin der Wiener Universität, 1830 - 1916

Aufschub ist die tödlichste Form der Ablehnung.
Winston Churchill

Man kann ohne Liebe Holz hacken, Ziegel formen, Eisen schmieden. Aber mit Menschen kann man ohne Liebe nicht umgehen.
Leo Tolstoj, Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi, russ. Romanautor, 1828 - 1910

Eine Ehefrau beschert uns zwei gute Tage im Leben: den Hochzeitstag und ihren Sterbetag.
Peter Sellers, Richard Henry Sellers, brit. Schauspieler, ('Inspektor Closeau'), 1925 - 1980

Wenn du den Wert des Geldes kennenlernen willst, versuche, dir welches zu leihen.
Benjamin Franklin

Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart, der bedeutendste Mensch immer der, der dir gegenüber steht, und das notwendigste Werk ist immer die Liebe.
Meister Eckhart, Eckhart von Hochheim, dt. Theologe u. Philosoph, 1260 - 1328

Nicht das Genie ist 100 Jahre seiner Zeit voraus, sondern der Durchschnittsmensch ist um 100 Jahre hinter ihr zurück.
Robert Edler von Musil, österr. Novellist, Dramatiker u. Aphoristiker, 1880 - 1942

Wenn einer Geld hat, darf er so dumm sein, wie er will.
Ovid, Publius Ovidius Naso, röm. Epiker, 43 v.Chr. - 17 n.Chr.

Ein gelegentlich genutztes Stilmittel ist das vor ein Kapitel gestellte und irgendwie dazu passende Zitat. Selbst Fernsehserien haben diese Idee aufgegriffen, ich denke da an Kevin Sorbos "Gene Roddenberry's Andromeda" (das ist übrigens kein Deppen-Apostroph, sondern ein amerikanisches - Synonym?).

Etwas anderes ist es, wenn man eigentlich nur ein Zitat dem geneigten Leser präsentieren will, das aber nicht raumfüllend ist. Dann lässt man sich ein paar tiefschürfende Gedanken über die Verwendung von Zitaten in Literatur und (utopischen) Fernsehserien einfallen und hängt das wichtigste und sinngebende hinten ran.

Neulich las ich einen schönen Gedanken von Vincent Klink (Koch, Autor, Herausgeber, Künstler):

Es gibt in Deutschland viele Menschen, die sich aus Stumpfsinn mit schlechtem Essen abfinden und ohne Not den Löffel an die verbrecherische Nahrungsmittelindustrie abgegeben haben.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Update: Aus gleichem Buche noch an eben gefundenes anderes Zitat. Das ist von Wiglaf Droste, der gerade wortreich eine Lammkeule erstanden und mit nach Hause gebracht hatte:

Zu Hause angekommen, half ich dem Lamm, es sich auf einem Gemüsebett bequem zu machen. Während ich das Tier in die Röhre schob, wo es sich recht bald wollüstig lasziv in Rosmarin, Schalotten, Tomaten, Knoblauch und Rotwein wälzte und dabei wohlig schmurgelnde bis zustimmend schnurrende Seufzlaute von sich gab, trällerte ich albern: O Gott, ich will nicht wissen, wo Du bist - mich penetriert die Frage, wo du isst.
Keine drei Sekunden später klopfte es an die Tür, ich öffnete. "Du hast mich gerufen?", fragte die Frau im Türrahmen. ... (Ich) sagte so lässig wie möglich: "Hallo, Kleine." In ihren Augen glitzerte es, amüsiert, wie mir schien, aber sie antwortete nur: "Pass du lieber auf dein Lämmchen auf. Du musst gut zu ihm sein. Gib ihm ordentlich Rotwein zu trinken." ...
"Der größte Tierfreund ist ein guter Koch", fuhr sie fort; "wenn man die Viecher schon umbringt, soll man sie hinterher wenigstens anständig behandeln. ..."'

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Man muss viel gelernt haben, um nach dem fragen zu können, was man nicht weiß.
Jean-Jaques Rousseau, frz.schweiz. Moralphilosoph, Dichter u. Musiker, 1712 - 1778

Die Satire ist ein Spiegel, in dem der Betrachter alle anderen Gesichter erkennt, nur das eigene nicht.
Jonathan Swift, irisch. Erzähler, Moralkritiker u. Theologe, ('Gullivers Reisen'), 1667 - 1745

Mädchen lernen leichter fühlen, als die Männer denken.
Voltaire, François-Marie Arouet, frz. Schriftsteller, Philosoph u. Historiker, 1694 - 1778

Auch jede Kehrseite hat ihre Kehrseite.
aus Japan

Es ist besser, einen leeren Geldbeutel zu haben, als an einer leeren Seele zu leiden.
William Pitt, William Pitt, 1. Earl of Chatham, brit. Premierminister, 1708 - 1778

Der Zufall ist die in Schleier gehüllte Notwendigkeit.
Marie von Ebner-Eschenbach, Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, Novellistin u. Aphoristikerin, wurde 1900 erste Ehrendoktorin der Wiener Universität, 1830 - 1916

Was bei der Jugend wie Grausamkeit aussieht, ist meistens Ehrlichkeit.
Jean Cocteau

Gedanken, die uns kommen, sind besser als solche, die wir uns machen.
Joseph Joubert, frz. Moralist u. Essayist, 1754 - 1824

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Gedankensplitter, die es (bisher) noch nicht in die Langform eines Blogbeitrages geschafft haben (06/2010):

  • Um seinen Traum zu verwirklichen, Spuren zu hinterlassen, reicht es, wenn man in einen Haufen Hundescheiße tritt. (nach einer Äußerung von Jochen Malmsheimer in "Neues aus der Anstalt" vom 08.06.2010)
  • Warum sich heute aufregen, wenn es nächstes Jahr viel bessere Gründe dafür gibt? (Erwin Pelzig, gleiche Sendung).
  • Jeder muss sich entscheiden ob er "gesundes" oder gutes Essen will. Überall da, wo die Gesundheitsmarotten den Markt bestimmen, bleibt die Qualität notgedrungen auf der Strecke. (Udo Pollmer in einem Interview)
  • Vorurteile behindern beim Denken, da jede neue Erkenntnis ins deren Gerüst eingebaut wird, anstatt das Gedankengebäude neu zu errichten. Irgendwer hat mal geschrieben: Umdenken heißt für manche, ihre Vorurteile neu zu gruppieren. Da könnte was dran sein.
  • Gefüllte Zucchini-Blüten, mit Backteig umhüllt und frittiert, scheint ein eher von dekadentem Überfluss ausgelöstes Gericht zu sein. Kleingärtner mit mehreren(!) blühenden Pflanzen auf der Parzelle lehnten meinen Zubereitungsversuchswunsch mit den Worten ab: Dann gibts ja weniger Zucchinis.

Die meisten Menschen brauchen mehr Liebe als sie verdienen.
Marie von Ebner-Eschenbach, Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, Novellistin u. Aphoristikerin, 1830 - 1916

Bleiben wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.
Che Guevara

Einfach unglücklich sein genügt nicht, du musst auch wissen wie.
Djuna Barnes

Jedes Mal, wenn ein Mensch lacht, fügt er seinem Leben ein paar Tage hinzu.
Curzio Malaparte

In jeder Epoche gibt es Menschen, die nicht wie jene denken, die nicht denken.
Marguerite Yourcenar

Wenn Sie heute irgend eine Idee killen wollen, brauchen Sie nur dafür zu sorgen, daß ein Komitee darüber berät.
Charles Kettering

Arbeit ist oft die einzige Erholung von der Last des Daseins.
Peter Rosegger, österr. Schriftsteller u. Erzähler, 1843 - 1918

Menschen, die ihre Zeit schlecht verwenden, sind die ersten, die sich über deren Kürze beklagen.
Jean de la Bruyère, frz. Moral-Philosoph u. Schriftsteller, 1645 - 1696

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Manchmal, also, eigentlich öfters, oder sagen wir so: Wenn ich beim wöchentlichen Einkauf dran gedacht habe, mir einen kleinen Vorrat mitzubringen, trinke ich morgens gern mal ein Milchmischgetränk mit Kaffee, so wie es von verschiedenen Anbietern mit verschiedenen Namen und Geschmäckern und noch verschiedeneren Preisen angeboten wird.

Nun habe ich am letzten Samstag ein entsprechendes Angebot in Bio-Qualität entdeckt, dass ich natürlich ausprobieren wollte. Kurz zusammengefasst: Der Geschmackstest geriet zum Reinfall. Wobei nicht nur der Geschmack, sondern das ganze Mundgefühl negativ auffielen. Der Blick auf die Zutatenliste bestätigte die Vermutung: Reismehl und teilweise Reisstärke. Wer mal Reismilch pur getrunken hat, weiß, was man dabei im Mund spürt.

Die Namen von derartigen Milchmischgetränken sind sicherlich auch diskussionswürdig. Wenn man von den Original-Bedeutungen der Begriffe Espresso, Cappuccino (= Espresso mit Milchschaumhaube) und Latte macchiatto (= heiße Milch mit Espresso und Milchschaumhaube) ausgeht, fragt man sich, was sich hinter "Latte Espresso", "Espresso Macchiatto" oder "Latte Cappuccino" verbirgt. Immerhin blieb dem Trinker bisher die Kombination mit "Expresso" erspart.

Was jetzt aber Reismehl und -stärke in den Bechern zu tun haben, erklären die Begrifflichkeiten auch nicht. Vermutlich sollen sie andere Bestandteile (wie Sahne) aus konventionellen Getränken funktionell ersetzen. Aber Konsequenz weist der Hersteller damit auch nicht aus, sind doch sowieso schon zwei Verdickungsmittel in den Getränken enthalten, die nicht biogeadelt sind, die dem Namen nach aber aus der Natur kommen könnten.

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Als ich heute abend nach Hause kam, schnubberte es recht lecker, als ich die Wohnungstür öffnete. Ich überlegte, was ich denn als letztes in der Küche zubereitet hatte, dass so riechen könnte ...

Der Duft erinnerte etwas an Mixed Pickles oder anderes säuerlich eingelegtes. Es fiel mir dann ein, dass ich dergleichen nicht zubereitet hatte ...

Ein Blick in den Kochraum erschrak mich dann doch etwas: Ein Regalbrett hatte sich von der Wand gelöst und die Sachen, die da drauf standen, verteilten sich auf einem Beistellschrank und dem Fußboden verteilt. Oliven in der Dose, Balsamico-Essig, Kakaodose, Ölflasche (leer) und so eine Flasche mit Öl, in das div. kleine Paprika eingelegt waren (weniger Würzung, mehr Zierde).

Letztere war die einzige, die sich zerbrochen auf dem Boden verteilte. Da freut sich der Putzmann. Öl einfangen, Scherben aufsammeln, ohne sich zu schneiden, was anderes kann ich mir als Sonntagnachtbeschäftigung auch nicht besseres vorstellen.

Müde macht uns die Arbeit, die wir liegenlassen, nicht die, die wir tun.
Marie von Ebner-Eschenbach

Wenn man Spaß an einer Sache hat, dann nimmt man sie auch ernst.
Gerhard Uhlenbruck

Oft verliert man sich nur deshalb nicht in einem Laster, weil man mehrere hat.
François de La Rochefoucauld, François VI. Duc de La Rochefoucauld, frz. Offizier, Diplomat u. Schriftsteller, 1613 - 1680

Sobald man davon spricht, was im nächsten Jahr geschehen soll, lacht der Teufel.
aus Japan

Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.
Mahatma Gandhi

Es gibt Diebe, die von den Gesetzen nicht bestraft werden und dem Menschen doch das Kostbarste stehlen: die Zeit.
Napolèon Bonaparte, Napoleone Buonaparte, frz. Politiker u. Feldherr, 1769 - 1821

Es ist keine Kunst, geistreich zu sein, wenn man vor nichts Respekt hat.
Johann Peter Eckermann, dt. Bibliothekar u. Schriftsteller, 1792 - 1854)

Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, so muß man erst richtig anfangen.
Konrad Adenauer

Die viel beschworene Globalisierung mag bei bestimmten Zusammenhängen sicher eine Berechtigung haben, aber auf Teufel komm raus sollte sie nicht auf alle Gebiete unseres Lebens ausgeweitet werden. Eines ist sicher die Erzeugung von Nahrungsmitteln, wo die Globalisierung auch einige Schattenseiten hat.

Der Widerspruch in sich sind dann typische regionale Produkte, die plötzlich aus ganz anderen Ecken unserer Welt kommen. In der EU gibt es erfreulicherweise Regelungen, die bestimmte ortsgebundene Genüsse schützen: Thüringer Rostbratwurst, Münchner Weißwurst, Lübecker Marzipan u. ä. Aber es gibt noch eine Reihe anderer Produkte, deren Regionalbezug vielleicht etwas lockerer ist, aber wo man sich auch eine Regelung von der Politik wünschen würde.

Ähnlich wie der Gouda nach Holland gehört, gehört der Cheddar zu England, der Schweiz sterben im Emmentaler, Mozzarella so Gehört der zu Italien. Aber dann liest man folgende Meldung:

Die italienischen Behörden haben 70'000 Packungen deutschen Mozzarella beschlagnahmt. Der Käse laufe direkt nach Öffnen der Verpackung blau an.

Was mag da nur bei der Produktion schief gelaufen sein? Das muss natürlich aufgeklärt und abgestellt werden.

Skandalös finde ich allerdings auch eine weitere Erkenntnis aus dem Artikel, ein Stück weiter hinten.

Der verdächtige Mozzarella war den Angaben zufolge in Deutschland im Auftrag einer italienischen Firma produziert worden und für Discount-Supermärkte in Norditalien bestimmt.

Muss das sein?

Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.
Noël Coward, 16.12.1899 - 26.03.1973, engl. Schauspieler, Dramatiker und Komponist

Ich bin immer töricht gewesen, an das Gute im Menschen zu glauben.
Paul Gauguin

Das Glück kommt zu denen, die es erwarten. Nur müssen sie die Tür auch offen halten.
Thomas Mann

Wer nicht genießt, wird ungenießbar.
Konstantin Wecker

Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind.
Henry Ford I., amerikan. Automobilindustrieller, Gründer der 'Ford Motor Company', 1863 - 1947

Es ist ein großer Trost, andere dort scheitern zu sehen, wo man selbst gescheitert ist.
William Somerset Maugham

Mit Propheten unterhält man sich am besten drei Jahre später.
Sir Peter Ustinov, Petrus Alexandrus von Ustinov, brit. Schauspieler, Regisseur, Schriftsteller u. UNICEF-Botschafter, Oscar-Preisträger, ('Topkapi'), 1921 - 2004

Ein Lächeln von Dir kehrt immer zu Dir zurück.
aus Indien