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Ab und zu sollten wir auch jene, die nichts Gutes an uns finden, maßlos enttäuschen.
Ernst Ferstl, österr. Lehrer, Dichter u. Aphoristiker, geb. 1955

Ob man die Welt als Pessimist oder Optimist ansieht, der Mist bleibt.
Gabriel Laub, Schriftsteller

Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden.
Marlon Brando, Schauspieler

Ob Frauen so intelligent sind wie Männer, weiß ich nicht. Aber so dumm sind sie ganz bestimmt nicht.
Katharina von Medici, Caterina Maria Romula de Medici, frz. Königin, 1519 - 1589

Freundschaft ist eine Tür zwischen zwei Menschen. Sie kann manchmal knarren, sie kann klemmen, aber sie ist nie verschlossen.
Balthasar Gracián y Morales

Kein Diktator, kein Agressor kann für längere Zeit ein besiegtes Volk mit Waffengewalt unterdrücken, nichts im Universum ist stärker und ausdauender als der Wunsch nach Freiheit, gegen diesen Wunsch kann keine Regierung bestehen ebenso wenig ein Tyrann mit seiner Armee.
G'Kar (Figur in der Serie "Babylon 5")

Wenn Sie einen Schweizer Bankier aus dem Fenster springen sehen, springen Sie hinterher. Es gibt bestimmt was zu verdienen.
Voltaire

Die Geschichte ist eine Schule, in der die Stundenpläne selten eingehalten werden.
Olof Palme, Politiker

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https://www.youtube.com/watch?v=2r2Y2iuOupA

Zutaten für die Wurstscheibe:

  • 250 g mageres Schweinefleisch (Gulasch, Schulter, Kamm, also nicht 100%ig mager)
  • 250 g fettes Schweinefleisch (Schweinebauch, edler wäre Schweinebacke), wer es besonders mag, nimmt geräucherte Schweinebacke (wer es rauchig mag, nimmt Schweinebacke pur, etwas schwächer ist der Rauchgeschmack bei Schweinebauch zu -backe bei 1:1)
  • 125 g Eis, am besten als Schnee, Crushed Eis oder kleiner Würfel oder Eisplatten
  • 10 g Salz
  • weitere Würzung nach belieben: Pfeffer, Muskat, Kräuter oder, wie im aktuellen Fall passend, Curry

Zutaten für die Currysoße:

  • 1 kleiner Apfel
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Chilischote (Größe nach Schärfegrad)
  • 100 g Tomatenmark
  • 2 EL Currypulver
  • 1 EL Paprika (edelsüß)
  • 2 EL Honig
  • 1 EL weißen Balsamicoessig
  • Salz
  • ¼ l Apfelsaft
  • Öl zum Braten

Der Becher, der im Video verwendet wird, hat eine Füllmenge von 700 ml und passt genau zu den oben genannten Fleischmengen. Wer keinen Becher verwenden will, legt ein ausreichend großes Stück Frischhaltefolie auf eine Geschirrtuch und dann darauf die Brätmasse. Dann wird sie in die Plastefolie eingerollt und wie ein Bonbon fest verschnürrt. Zur Erhöhung der Stabilität wird anschließend alles mit dem Geschirrtuch umwickelt und auch ähnlich eingepackt. Andere Gefäßformen sind theoretisch auch denkbar. Es gibt auch Rezepte, in der eine solche Masse in normaler Wurstform einfach in sehr heißes, aber nicht kochendes Wasser zum gar ziehen gepackt wird. Die einfachste Möglichkeit ist natürlich, sich vom Fleischer seines Vertrauens einen Kunstdarm zu holen und den dann zu füllen. 😉

Diese Folge  EiTV hat einen Vorgeschichte, die jetzt nicht nochmal erzählt werden soll, es sei aber auf diese und diese Seite verwiesen.

Wie alt man ist, merkt man an dem Grad des Missbehagens, das einem die Konfrontation mit neuen Ideen bereitet.
Anselm Feuerbach, dt. Maler, 1829 - 1880

Das Lebensziel vieler Menschen ist heutzutage nicht mehr, gut zu sein, sondern es gut zu haben.
Ernst Ferstl, österr. Lehrer, Dichter u. Aphoristiker, geb. 1955

Rede nur, wenn du gefragt wirst, aber lebe so, dass man dich fragt.
Paul Claudel

Wenn die Politiker nicht so viel Gewicht auf ihre Reden legen würden, müssten sie nicht ständig ihre Diäten erhöhen.
Harald Lesch

Jeder Bettler stammt von irgendeinem König und jeder König von irgendeinem Bettler ab.
Englisches Sprichwort

Ein Onkel, der Gutes mitbringt, ist besser als eine Tante, die bloß Klavier spielt.
Wilhelm Busch, dt. Zeichner, Maler u. Schriftsteller, 1832 - 1908

Die größte Sehenswürdigkeit die es gibt, ist die Welt - sieh sie dir an.
Kurt Tucholsky, dt. Journalist u. Schriftsteller, schrieb u.a. unter den Pseudonymen 'Kasper Hauser', 'Ignaz Wrobel', 'Theobald Tiger', 'Peter Panter', 1890 - 1935

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.
Henry Ford, 30.07.1863 - 07.04.1947, Gründer von Ford

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... oder auch (auf deutsch): "Nimm das, Schachtelwirt!"

... oder auch (seriös): "Abgedreht - EiTV No. 19"

Der Dreh ist vollbracht. Jetzt noch die Postproduktion und dann geben wir's den einfallslosen Pinseln. Ein Weltkonzern, nicht unbedingt für seine kulinarischen Spitzenleistungen bekannt, aber doch immerhin einer der wichtigsten, wenn nicht der wichtigste Vertreter diverser Kultprodukte und Basis einer Generationen prägenden Esskultur, bringt etwas mit einer Currywurst heraus.

Wer erinnert sich nicht an den Almgaudi, Die Vorlageder sogar Röstis mit auf das Hamburgerbrötchen brachte, oder den Nürnbergerburger, der drei Bratwürstel mit einer Spur Sauerkraut und einem Klecks Senf zwischen zwei - zugegebenen aufgeblasenen - Wattebrötchenhälften presste. Aber dann die große Pleite: Currywurst. Eine (entgegen der in der Werbung zu sehenden) kaum zu einem Drittel gefüllten Pappschachtel mit einer mundgerecht zerteilten Wurst, überzogen mit einer Soße und begleitet von einem Currypulvertütchen (die "scharfe" Variante darf zu recht in Anführungszeichen geschrieben werden) und einem für den Laden unüblichen Brötchen.

Kreativität gleich Null, Originalität gleich Null, Überraschungseffekt enttäuschend. Dabei ist es doch so einfach.

Currywurstburger

Bevor ich ihn richtig zusammengesetzt habe, habe ich die Schichten mal versetzt angeordnet:

Currywurstburger

Und von der Seite:

Currywurstburger

Was sehen wir? Oben und unten natürlich das angetoastete Hamburgerbrötchen, auf der unteren Hälfte ein Klecks Currysoße, dazu eine Scheibe eines gebratenen, mit Curry gewürzten, weil selbst gemachten Bratwurstbrätling, darüber nochmal einen Klecks Currysoße und abgedeckt mit dem Brötchendeckel.

Es ist doch so einfach! Wieso geht sowas nicht beim Profi? Wie es genau geht, dass seht ihr dann im Video, sobald es fertig ist.

Vielen Dank übrigens in diesem Zusammenhang an Sten, einem Fleischer und Blogger aus der Leipziger Ecke, genauer: aus Brandis. Von ihm habe ich den Tipp, wie man überhaupt Bratwurstbrät macht. Wobei ich mich nicht so ganz an sein Rezept gehalten habe. Also, liebe Fleischerkollegen, wenn ihr später das Video seht und darin sind Fehler, die sind dann von mir. 😉

Ich kenne Menschen, die Licht verbreiten und Leute, die alles finster machen.
Peter E. Schumacher, Peter Egon Schumacher, dt. Publizist u. Aphorismensammler, geb. 1941

Der Mensch, mit dem wir genussvoll schweigen können, ist ein Geschenk Gottes.
Gudrun Zydek, dt. Schriftstellerin, Lyrikerin u. Aphoristikerin, ('Komm, ich zeige dir den Weg!', 'Himmlische Regentropfen'), geb. 1944

Hast Du Dir heute schon etwas Gutes getan? Wer heute nichts tut, lebt morgen wie gestern!
Gabriele Bauer, dt. Entspannungstherapeutin u. Ultramind-Trainerin, ('José Silva - Ultramind')

Was hilft dir in den meisten Fällen? Die Fähigkeit, dich dumm zu stellen!
Friedrich Löchner, dt. Pädagoge, geb. 1915

Gott hilft denen, die sich selber helfen.
Benjamin Franklin, amerikan. Politiker, Diplomat, Schriftsteller u. Naturwissenschaftler, erfand u.a. 1752 den Blitzableiter, 1706 - 1790

Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will.
Gustav Klimt

Was den Käse angeht, waren die Dichter zu allen Zeiten sehr schweigsam.
Gilbert Keith Chesterton, brit. Krimi-Autor, ('Pater Brown'), 1874 - 1936

Nichts kommt von selbst - sogar eine Dummheit muss man erst machen.
Stanislaw Lec, Aphoristiker

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Ohne zu viel verraten zu wollen: Die schöpferische Pause ist vorbei, die Zeit hat eine neue Rezeptidee geboren und nun wird alles auf EiTV-Planung umgebaut. Wenn man sich überlegt, welch ein Aufwand allein für die Idee nötig war, ist die lange Pause vielleicht nicht erklärt, aber begründet. 😉

Was kam alles zusammen: Ein abgehalfterter Komiker in einer Werbung, ein Erwerb des beworbenen Produktes, eine große Enttäuschung darüber, weil dieses in keinster Weise den Erwartungen entsprach, eine Erinnerung an einen Grillabend im Ferienlager "Klim Woroschilow" bei Templin und ein kleiner Mailwechsel mit einem ambitionierten Fleischer.

Nun gilt es, das Gericht genau zu planen, die Rezepte auf Umsetzbarkeit abzuklopfen, evtl. auch eine Kleinigkeit auszuprobieren, die Einkaufsliste zu entwerfen und den Drehplan zu schreiben. Dann wird gedreht, vertont, geschnitten und ins Netz gestellt. Und ihr dürft auf die originelle Idee gespannt sein.

Satiriker sind Menschen, die mit spitzer Zunge stumpfe Geister kitzeln.
Peter E. Schumacher, Peter Egon Schumacher, dt. Publizist u. Aphorismensammler, geb. 1941

Die Menschen drängen sich zum Licht, nicht um besser zu sehen, sondern um besser zu glänzen.
Friedrich Nietzsche, Friedrich Wilhelm Nietzsche, dt. Philosoph, Essayist, Lyriker u. Schriftsteller, 1844 - 1900

Alle versuchen, die Zeit totzuschlagen - und keiner will sterben.
Französisches Sprichwort

Unsere traurige Seele tröstet uns, vergisst jedoch niemals, dass die Sonne jeden Morgen wieder aufgeht.
Celia Thaxter, Celia Laighton Thaxter, amerikan. Schriftstellerin u. Lyrikerin, 1835 - 1894

Geld stinkt nicht, aber es verduftet.
Dr. phil. Michael Richter, dt. Historiker u. Autor, geb. 1952

Die Weißen haben die Uhren, wir haben die Zeit.
Indianische Weisheit

Das Ärgerliche am Ärger ist, dass man sich schadet, ohne anderen zu nützen.
Kurt Tucholsky, dt. Journalist u. Schriftsteller, schrieb u.a. unter den Pseudonymen 'Kasper Hauser', 'Ignaz Wrobel', 'Theobald Tiger', 'Peter Panter', 1890 - 1935

Lass dich nicht entmutigen. Werde ein guter Mensch, dann wird das Stückchen Welt, in dem du lebst, ein besseres Stückchen Welt.
Phil Bosmans, belg. Ordenspriester, Telefonseelsorger u. Schriftsteller, geb. 1922

Eigene Grenzen sind da, um überschritten, fremde, um respektiert zu werden.
Peter E. Schumacher, Peter Egon Schumacher, dt. Publizist u. Aphorismensammler, geb. 1941

Jedes Wort, das aus dem Herzen kommt, kann zu einem Zauberwort werden.
Ernst Ferstl, österr. Lehrer, Dichter u. Aphoristiker, geb. 1955

Der Mensch, der dir ohne dich zu berühren, ohne mit dir zu sprechen, ein Lächeln ins Gesicht zaubert, sollte der sein, dem du dein Herz schenkst.
aus Japan

Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer.
Konfuzius

Störe Deinen Feind nie, wenn er gerade Fehler macht.
Napolèon Bonaparte, Napoleone Buonaparte, frz. Politiker u. Feldherr, 1769 - 1821

Charme ist Charakter, der sich von seiner schönsten Seite zeigt.
Prof. Dr. Lothar Schmidt, dt. Politologe, Aphoristiker u. Schriftsteller, geb. 1922

Im Denken verläßt sich gern einer auf den andern.
Johann Jakob Mohr, dt. Pädagoge u. Dramatiker, 1824 - 1886

Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen kann, möglichst früh zu begehen.
Winston Churchill

Das klassische Ausflugslokal scheint doch eher ein Auslaufmodell zu sein. Das wundert nicht, ist doch das Geschäft mit dem Ausflug eher ein Saisongeschäft, von dem es sich schlecht leben lässt. Außerdem ist der Ausflug selbst auch nicht mehr das, was er mal war, was das Betreiben dazugehöriger Lokale auch wieder unwahrscheinlich werden lässt. Tuckerte man mit einem Dampfer zum Beispiel über den Tollensesee oder schwang sich auf den Drahtesel, war man in ein bis zwei Stunden in Nonnenhof, trank seine Brause, aß sein lauwarmes Würstchen, nahm einen Kaffee zu sich oder inhalierte noch ein Stück Kuchen. Man genoss noch ein wenig die Natur und machte sich wieder auf den Heimweg.

Heutzutage schwingt man sich eher mal in sein Auto, fährt ein bis zwei Stunden durch die Gegend und landet auch wieder am Wasser. Man stellt das Auto ab, vertritt sich ein wenig die Füße am sandigen Strand oder der Seebrücke, erkundet vielleicht auch noch den Ort, wo man dort ist, und kehrt dann in eine Gaststätte oder in ein Restaurant ein, dass einen in seinen Bann gelockt hat. Das hat dann mit "Ausflugslokal" nichts mehr zu tun, auch die Zeit von Bockwurst mit Limo sind erfreulicherweise vorbei.

In angenehmer Atmosphäre wird man sehr freundlich empfangen, Tische stehen bereit, Stühle ebenso. Von den meisten kann man durch die großen Glasfenster auch wunderbar aufs Meer schauen. Die Speisekarte wird gereicht, und auch auf die Tagesgerichte - zwei Menüs und eine Suppe - wird verwiesen. Trotz angenehmer Übersichtlichkeit ist die Karte vielfältig, so findet man sicher was. Der Tipp: Als Vorspeise mal die Tagessuppe probieren. Ihr Vorteil scheint zu sein, dass sie frisch zubereitet wird. Im konkreten Fall war es eine Soljanka, deren Fleisch durch die fehlende Tiefkühllagerung nicht fasrig zerfroren war und dessen Gemüse noch Substanz hatte. Der zerkaute Piment enthielt seine geballte Würzigkeit.

Was die Vorsuppe andeutete, wurde im Hauptgericht bestätigt. Natürlich sind Nudeln mit Tomatensoße und Einlage oder Ofen-Lachs mit Stampfkartoffeln keine hohe Küche, aber auch sie wollen handwerklich korrekt zubereitet werden, was auf das vorzüglichste gelang. Nudeln al dente, Stampfkartoffeln lecker, das richtige Maß Soße mit dem richtigen Maß Würze, Garnelen weich ohne Anflug von Gummi, Lachs saftig und Service immer aufmerksam aber nicht aufdringlich. Was will man mehr?

Ein Wort auch noch zu den Portionen: Wenn der Gast nach Vorspeise und Hauptgericht ohne schlechtes Gewissen über ein Dessert nachdenkt, weil dies den guten Eindruck eigentlich nur noch abrunden kann, dann hat die Crew in der Küche ihre Aufgabe perfekt erledigt. Hier werden nicht unnötig mittelprächtige Voll- oder Halbconveniencen auf den Teller gehäuft, sondern gute Produkte zu einer angenehmen Mahlzeit vereint. Eigentlich hat das Restaurant des Hotels Seebrücke in Lubmin nur einen wesentlichen Nachteil: Man kann nicht pointiert drüber lästern.

Es ist Sache der Frau, so früh wie möglich zu heiraten. Die Aufgabe des Mannes ist es, so lange unverheiratet zu bleiben, wie er kann.
George Bernard Shaw

Wenn wir etwas nicht sehen wollen, lässt uns das Leben darüber stolpern.
Gudrun Zydek, dt. Schriftstellerin, Lyrikerin u. Aphoristikerin, ('Komm, ich zeige dir den Weg!', 'Himmlische Regentropfen'), geb. 1944

Der Weg ins Verderben ist mit lauter Erfolgsrezepten gepflastert.
Peter E. Schumacher, Peter Egon Schumacher, dt. Publizist u. Aphorismensammler, geb. 1941

Man gibt Almosen, um der Not abzuhelfen, aber nicht, um die Faulheit auf die Weide zu treiben.
Augustinus Aurelius

Irren ist menschlich. Nur Unmenschen glauben alles zu wissen.
Karl Feldkamp, dt. Kommunikationstrainer u. freier Autor, 1981 Xylos-Lyrikpreis, geb. 1943

In Deinem Kopf ist das alles ganz logisch, aber wir sind hier draußen.
Unbekannt

Allein ist man nur, wenn man sich selbst nicht mag.
Sylvia Tubbesing, dt. Autorin, ('Tubbsi's Gedankenflüge'), geb. 1969

Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
André Gide