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Es steckt oft mehr Geist und Scharfsinn in einem Irrtum als in einer Entdeckung.
Joseph Joubert

Ich wähle meine Freunde nach ihrem guten Aussehen, meine Bekannten nach ihrem Charakter und meine Feinde nach ihrem Verstand.
Oscar Wilde, Oscar Fingall O'Flahertie Wills, irisch. Lyriker, Dramatiker u. Bühnenautor, (1891 'Das Bildnis des Dorian Gray'), 1854 - 1900

Man muss sein Leben aus dem Holz schnitzen, das man hat, und wenn es krumm und knorrig wäre.
Theodor Storm, Hans Theodor Woldsen Storm, dt. Jurist u. Schriftsteller, ('Der Schimmelreiter'), 1817 - 1888)

Wer nach dem Haar sucht, dem entgeht die Suppe.
Bert Hellinger, Psychologe

Um einen Ausweg zu finden, muss man auf dem Weg sein.
Peter Horton, dt. Musiker, geb. 1941

Eine der seltensten Fähigkeiten ist die Fähigkeit, Fähigkeiten anzuerkennen.
Elbert Hubbard, Schriftsteller

Menschen lachen leicht und gern - über andere.
Stanislaw Jerzy Lec, Stanislaw Jerzy de Tusch-Letz, poln. Aphoristiker, Lyriker u. Satiriker, 1909 - 1966

Wir allein entscheiden jeden Abend darüber, ob wir einen Tag reicher oder ärmer geworden sind.
Ernst Ferstl, österr. Lehrer, Dichter u. Aphoristiker, geb. 1955

Da kann man doch auf dem Weberglockenmarkt, der in Neubrandenburg die Rolle des Weihnachtsmarktes übernommen hat, immer noch und mal wieder das eine oder andere besondere finden. Das sei auch und vor allem kulinarisch gemeint. Es gilt aber hier nicht, die 15357. Version aufgepeppten Discounterglühweins oder irgendwelche fettverseuchten Bratwürste zu verkosten. Wobei, die Richtung ist schon nicht verkehrt.

An einem der Stände, die vermutlich das Ende des Weihnachtsmarktes überleben werden, gibt es unterschiedlichste Grillwurstspezialitäten. Neben der schnöden deutschen und der schon besseren Krakauer Variante erfreut man hier den Gast auch mit zwei etwas ungewohnteren Arten. Schon im letzten Jahr war die Straußenbratwurst der Renner an diesem Stand, in diesem Jahr hoppelte dann das Gegenstück dazu aus Australien an vorbei: Känguru-Bratwurst.

Was beide Würste auszeichnet ist der fleischigere Biss und der spürbarere Eigengeschmack des farbkräftigeren Bräts. Während die Straußenwurst eher lang und schmal daher kommt, präsentiert sich die Känguru-Wurst kürzer und draller. Gefallen habe sie mir beide, wobei ich aber einen kleinen Vorsprung für die australische Variante feststellen muss. Die Laufvogel-Wurst war letztes Jahr besser ...

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Adventsstimmung im Radio bei der Sendung RundumGenuss: Im romantischen Schein mehrerer Computermonitore und unter Beteiligung ungezählter LEDs und sonstiger Anzeigen kommen auch im Studio so ein klein wenig vorweihnachtliche Gefühle auf, wie diese Collage dreier Fotos belegen könnte:

Ist doch schick, oder?

Man muss begreifen, dass man manchmal Taube und manchmal Denkmal ist.
Richard Tauber

Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle, wo der Kopf ist.
Sir Walter Raleigh, brit. Seefahrer u. Schriftsteller, 1554 - 1618

Als Gott mit dem Urknall die Welt erschuf, da lachte er; inzwischen ist ihm das Lachen vergangen.
Friedrich Löchner, dt. Pädagoge, geb. 1915

"Mein Kumpel erhängte sich in einer Galerie für moderne Kunst. Es wurde
drei Wochen lang von niemandem bemerkt."
Unbekannt

Nur weil dich keiner versteht, bist du noch lange kein Künstler.
Katja Trtilek, dt. Hobby-Aphoristikerin, geb. 1976

Einen Fehler machen ist bitter; bitterer noch ist aber die Erkenntnis, wie unwichtig wir sind, wenn es niemandem aufgefallen ist.
Anonym

Zufall ist das bekannte Ergebnis unbekannter Ursachen.
Voltaire, Autor

Emanzipation ist der bemerkenswert erfolgreiche Versuch, sich den Dschungel mit dem Nudelholz zu erobern.
Andreas Egert, dt. Journalist, Publizist u. Aphoristiker, (2002 'fehlfarbenfroh'), geb. 1968

Die Geschichte lehrt uns, wie man sie fälscht.
Stanislaw Jerzy Lec, Stanislaw Jerzy de Tusch-Letz, poln. Aphoristiker, Lyriker u. Satiriker, 1909 - 1966

Der häufigste Missbrauch des Denkens besteht darin, sich und anderen etwas vorzumachen.
Ernst Ferstl, österr. Lehrer, Dichter u. Aphoristiker, geb. 1955

Wirklichkeit und Wahrheit sind Liebende, die einander suchen und nicht finden können.
Gunter Preuß, dt. Schriftsteller u. Aphoristiker, ('Mit den Augen der Nacht'), geb. 1940

Es gibt wenig aufrichtige Freunde - die Nachfrage ist auch gering.
Marie von Ebner-Eschenbach, Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, Novellistin u. Aphoristikerin, wurde 1900 erste Ehrendoktorin der 'Wiener Universität', 1830 - 1916

Es ist schlimm, wenn man alt wird - aber schlimmer ist es, man wird es nicht!
Heinz Erhardt

Den Reiz des Verbotenen kann man nur kosten, wenn man es sofort tut! Morgen ist es vielleicht schon erlaubt.
Jean Genet, frz. Schriftsteller, ('Tagebuch eines Diebes'), 1910 - 1986

Der Satire steht das Recht auf Übertreibung zu. Aber sie hat es schon seit langem nicht mehr nötig, von diesem Recht Gebrauch zu machen.
Gabriel Laub

Was nützt einen schon der sechste Sinn, der nicht bis drei zählen kann?
Peter E. Schumacher, dt. Publizist u. Aphorismensammler, geb. 1941

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Es gibt aber auch schöne Witze zur Zeit:

Eines Tages, meine Mama war ausgegangen, passte mein Papa auf mich auf. Ich war etwa 2 1/2 Jahre alt. Irgendjemand schenkte mir ein kleines Teeset, und es wurde eines meiner Lieblingsspielzeuge.
Papa saß im Wohnzimmer und war vertieft in die Abendnachrichten, als ich ihm eine kleine Tasse "Tee", die einfach nur mit Wasser gefüllt war, brachte. Nach einigen Tassen und eine Menge Lob für diesen leckeren Tee kam meine Mama nach Hause. Mein Papa bat sie im Wohnzimmer zu bleiben, um mit anzusehen, wie ich ihm eine Tasse Tee bringe, weil es einfach zu niedlich war.
Meine Mama wartete, und da kam ich den Flur entlang mit einer Tasse Tee für Papa in der Hand und sie schaute ihm zu, wie er sie genüsslich austrank. Dann sagte sie zu Papa (und nur eine Mutter weiß so was): "Kam Dir eigentlich je in den Sinn, dass der einzige Ort, an dem unsere Tochter Wasser erreichen kann, die Kloschüssel ist?"

Wo wir gerade beim Witze erzählen sind ... Den habe ich neulich irgendwo gelesen:

Vater: "Mein Sohn, ich werde Dich mit einem Mädchen meiner Wahl verheiraten."
Sohn: "Nein!"
Vater: "Sie ist die Tochter von Bill Gates."
Sohn: "Dann… OK."

Der Vater geht zu Bill Gates.
Vater: "Ich will meinen Sohn mit Ihrer Tochter verheiraten."
Bill Gates: "Nein!"
Vater: "Er ist der Geschäftsführer der World Bank."
Bill Gates: "Dann… OK."

Vater geht zur World Bank.
Vater: "Ich will, dass Sie meinen Sohn als Geschäftsführer einstellen."
Aufsichtsrat: "Nein!"
Vater: "Er ist der zukünftige Schwiegersohn von Bill Gates."
Aufsichtsrat: "Dann… OK."

Den Blick in die Welt kann man auch mit einer Zeitung versperren.
Stanislaw Jerzy Lec, Stanislaw Jerzy de Tusch-Letz, poln. Aphoristiker, Lyriker u. Satiriker, 1909 - 1966

Viele Menschen verachten den Reichtum, aber wenige sind stark genug, darauf zu verzichten.
François de La Rochefoucauld, François VI. Duc de La Rochefoucauld, frz. Offizier, Diplomat u. Schriftsteller, 1613 - 1680

Je heiliger der Zweck, desto verdorbener die Mittel.
Peter E. Schumacher, dt. Publizist u. Aphorismensammler, geb. 1941

Dummköpfe sind Denkerköpfen weit überlegen - zahlenmäßig.
Ernst Ferstl, österr. Lehrer, Dichter u. Aphoristiker, geb. 1955

Man bleibt jung, so lange man noch lernen, neue Gewohnheiten annehmen und Widerspruch ertragen kann.
Marie von Ebner-Eschenbach, Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, Novellistin u. Aphoristikerin, wurde 1900 erste Ehrendoktorin der 'Wiener Universität', 1830 - 1916

Wir haben in der deutschen Gesellschaft zu viele Schiedsrichter und zu wenige Spieler.
Lothar Späth

Die Logik der Frauen beruht auf der Überzeugung, dass nichts unmöglich ist.
Maurice Chevalier, Maurice Auguste Chevalier, frz. Chansonnier u. Schauspieler, 1888 - 1972

Ideologie ist der Versuch, die Straßenbeschaffenheit zu ändern, indem man neue Wegweiser aufstellt.
Carlo Manzoni, Carletto Manzoni, ital. Schriftsteller, ('Der Finger im Revolverlauf', 'Chico Pipa', 'Gregorio Scarta', 'Signor Veneranda'), 1909 - 1975

Manchmal müsste man es wirklich so machen, wie es in diesem Witz beschrieben ist, den ich neulich irgendwo fand:

Nie hatte ich verstanden, warum die sexuellen Bedürfnisse von Mann und Frau so unterschiedlich sind. Nie hatte ich diese Geschichten von Mars und Venus verstanden. Warum denken wir Männer mit dem Kopf und die Frauen mit dem Herzen? Auch das habe ich nie verstanden.

Eines Nachts sind meine Frau und ich ins Bett gegangen. Wir fingen an, uns wohl zu fühlen, und genau in diesem Moment sagte sie: "Ich glaube, ich habe jetzt keine Lust, ich möchte nur von Dir in den Arm genommen werden."
Ich sagte: "Was?"
Und so sagte sie die Worte, die jeder Mann auf diesem Planeten fürchtet: "Du kannst Dich nicht mit meinen emotionalen Bedürfnissen als Frau identifizieren."
Ich begann zu glauben, ich habe als Mann versagt. Schließlich ging ich davon aus, dass diese Nacht nichts mehr geschehen würde und schlief ein.

Am nächsten Samstag gingen wir gemeinsam einkaufen. In einem großen Kaufhaus fand meine Frau drei Kleider, die ihr gefielen. Während sie sie anprobierte, ging ich mich umschauen. Als ich zurück kam, hatte sie sich immer noch nicht entschieden, welches der Kleider sie kaufen sollten. Also schlug ich ihr vor, alle drei mitzunehmen. Dann sagte sie mir, dass sie dazu jeweils ein passendes Paar Schuhe bräuchte und ich antwortete ihr, dass das eine gute Idee wäre. Anschließend kamen wir in die Schmuckabteilung, wo wir mit ein Paar Diamantohrringen wieder herauskamen. Sie war so glücklich und aufgeregt! Sie musste denken, ich sei total verrückt, aber das schien sie nicht besonders zu beunruhigen. Ich glaube, sie wollte mich auf die Probe stellen, als sie nach einem Tennisschläger fragte (sie spielt nämlich gar kein Tennis). Und ich glaube, ich habe ihre Vorstellungen von mir zerstört, als ich sagte, das wäre in Ordnung.

Sie war fast sexuell erregt. Ihr hättet ihr Gesicht sehen sollen als sie sagte: "Lass uns zur Kasse gehen und bezahlen." Es ist mir nicht leicht gefallen, mich zusammen zu reissen, aber ich sagte: "Nein, mein Schatz. Ich glaube, ich habe jetzt keine Lust, dies alles zu kaufen."
Wirklich, ihr hättet ihr Gesicht sehen sollen. Sie war kreidebleich. Ich setzte nach: "Ich möchte nur von Dir in den Arm genommen werden."
Im Moment, in dem sie mich anblickte, als ob sie mich umbringen wollte, sagte ich: "Du kannst Dich nicht mit meinen finanziellen Bedürfnissen als Mann identifizieren."

Ich glaube, Sex wird es so schnell nicht wieder geben. Aber, welch süße Wohltat doch Rache ist.