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Wir sind alle so borniert, dass wir immer glauben, recht zu haben.
Johann W. von Goethe

Hunger und Liebe sind die Triebkräfte aller menschlichen Handlungen.
Anatole France, Jacques Anatole François Thibault, frz. Schriftsteller, 1921 Nobelpreis für Literatur, 1844 - 1924

Wenn ein Philosoph einem antwortet, versteht man überhaupt nicht mehr, was man ihn gefragt hat.
André Gide, André Paul Guillaume Gide, frz. Dramatiker, Romanautor u. Biograph, 1947 Nobelpreis für Literatur, 1869 - 1951

Die ersten Menschen waren nicht die letzten Affen.
Erich Kästner

Manche leben mit einer so erstaunlichen Routine, dass es schwerfällt zu glauben, sie lebten zum ersten mal.
Stanislaw Jerzy Lec, Stanislaw Jerzy de Tusch-Letz, poln. Aphoristiker, Lyriker u. Satiriker, 1909 - 1966

Meine Pünktlichkeit drückt aus, dass mir deine Zeit so wertvoll ist wie meine eigene.
Helga Schäferling, dt. Sozialpädagogin u. Aphoristikerin, geb. 1957

Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten - oder umgekehrt.
André Kostolany

Wir können den Menschen verzeihen, die uns langweilen, aber niemals den Menschen, die wir langweilen.
François de La Rochefoucauld, François VI. Duc de La Rochefoucauld, frz. Offizier, Diplomat u. Schriftsteller, 1613 - 1680

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Darf man eigentlich für Medizinprodukte Werbung machen? Vor allem dann, wenn man schon so lange über die hervorragenden Wirkungen auf den Körper und dessen Wohlbefinden vor allem in der Erkältungszeit hingewiesen hat?. 😉

Heute kam mal wieder der große Topf zum Einsatz, in dem viele leckere Sachen hinein kamen. Und natürlich auch wieder hinaus. Es gibt endlich die schon lange angekündigte Hühnerbrühe zum Dreh. Und sie schmeckte, als sie fertig war. Als ich nach dem Zurückfahren der Crew wieder nach Hause kam, musste ich gleich noch eine Tasse einfüllen, so ein appetitanregender Wohlgeruch lag in der Luft.

Bei der Vorbereitung wurde ich von einem meinerseits bisher als gut erachteten Supermarkt doch ein wenig enttäuscht, vor allem durch die Fleischereiabteilung. Supermärkte, die wirklich noch eigene Fleischer beschäftigen und nicht nur irgendwo abgepackte Ware (eigentlich Domäne der Discounter) verkaufen, sind mittlerweile eher selten. Umso mehr schätz(t)e ich das Angebot in der Straußstraße. Aber dann kam der schwarze Freitag. Ahnend, dass es nicht einfach wird, ein Suppenhuhn (frisch!) ohne Probleme zu bekommen, schaute ich mich am Vortag in besagtem Markt nach gefälliger Ware um. Nichts. Die Nachfrage beim Fachpersonal(?) brachte die Information, dass am Freitag mit einer Lieferung zu rechnen wäre, wenn auch nicht mit Sicherheit; wenn, dann würde man mir gern ein Suppenhuhn zurücklegen. Als ich das am Freitagabend pünktlich zum vereinbarten Termin abholte, stellte es sich allerdings als normales Brathähnchen heraus. Daraus kann man sicherlich auch eine Brühe machen, aber nicht in der Qualität, die mir vorschwebte (mehr zu diesem Teilaspekt dann auf der Rezeptseite).

Ganz nebenher mal eine kleine Rechnung: Ich habe ein halbes Frikasseehuhn (frisch) und ein paar Wurzelgemüse gekauft. Außerdem kamen einige Gewürze aus dem entsprechenden Regal und eine drittel Packung Nudeln hinzu. Bisher sind 4 Leute davon satt geworden. Der eingangs gezeigte Topf ist aber immer noch zu ca. einem Drittel voll. Die Zutaten haben knapp 15 Euro gekostet (7,50 Euro Huhn, 3,70 Euro Gemüse, der Rest Gewürze, Nudeln, Wasser, Strom). Dafür bekommt man 4 bis 5 Gläser einer guten fertigen Brühe, die trotzdem nicht schmeckt. Jetzt habe ich 4 bis 5 Liter Geflügelbrühe, von der ich genau weiß, was drin ist und die schmeckt. Außerdem hatte ich zwischendurch noch einen geselligen DVD-Abend mit 2 Filmen (so lange war die Brühe unbeaufsichtigt auf ganz kleiner Hitze auf dem Herd). Lasst den Fertigkram also dort, wo er hingehört: im Laden. Selber machen ist besser und man muss nicht die ganze Zeit daneben stehen.

Eine Neuheit gibst auch noch zu vermelden. Ab sofort ist EiTV auch auf Twitter präsent. Hier gibt es die Links zum aktuellen Rezept, zum Video, außerdem Ankündigungen für nächste Dreharbeiten und vor allem ein wenig Liveberichterstattung von den Dreharbeiten. Mal sehen, ob wir die Aufgabe, das zu tun, dem Koch oder dem Protokollanten aufdrängen oder eine eigene Twitterberichtsfachkraft für die Drehtage verpflichten. Aber wir sind ja alle mediale Multicaster und packen das auch noch. Lesen und folgen auf  twitter.com/eitv42

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https://www.youtube.com/watch?v=KftcIKDx71Q
  • 125 g Couscous
  • 2 Hühnerbrüste
  • 1 rote Paprika
  • 1 gelbe Paprika
  • 1 Gurke
  • 1 kleine Zucchini
  • 1 kleine Aubergine
  • 1 Fenchel
  • 1 kleine Sellerie oder Stangensellerie
  • 1 Gemüsezwiebel oder rote Zwiebel
  • Saft einer halben Zitrone
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • Kräuter (Minze, Petersilie)

Die große Frage, die hinter diesem Gericht steht: Warum machen wir ein so sommerliches Essen im Dezember? Die Antwort seht ihr bei EiTV No. 10. 😉

Die Gemüse sind natürlich variabel. Sie sollten sich nur schneiden und grillen lassen und dabei nicht auseinanderfallen. Nach Geschmack sind natürlich auch Chili als Würze oder auch Sojasoße als Geschmacksgebenr möglich.

Weiteres auch unter: http://seeseekey.net / EiTV@Twitter

Wenn beim Eintritt des Space Shuttle in die Erdatmosphäre zum Zwecke der Landung der Flug etwas steil in Richtung unten geht, hat entweder der steuernde Captain oder der entsprechend beauftragte Computer einen Fehler gemacht. Solange einer von beiden so halbwegs die Gewalt über das Flugzeug behält, wirds zwar etwas heiß um die Außenhülle herum, aber das schließt eine glückliche Landung nicht aus.

'Nun hebt er wohl völlig ab', mag jetzt der eine oder andere denken. EiTV mit der Landung eines Space Shuttles zu vergleichen. Aber das Bild drängte sich förmlich auf. Und das liegt nicht (nur) an der alkoholschwangeren Luft, die sich durch das Sößchen begründet, wurde der doppelte Schweinekrustenbraten doch mit einer Rotweinsoße zubereitet. Zuvor ergab sich aber schon der besagte Vergleich, wurde doch bei den Krustenbraten etwas viel Hitze gegeben, die sich zusammen mit den Einschnitten in der Schwarte zu einem recht dunklen Kachelmuster manifestierten.

Wie man das beim Nachkochen vermeidet, welche Varianten von Krusten und Soßen es gibt und wie einfach es eigentlich ist, einen schönen Braten hinzubekommen - alles das gibt es dann im Begleittext zum Video.

Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion.
Voltaire, François-Marie Arouet, frz. Schriftsteller, Philosoph u. Historiker, 1694 - 1778

Große Anführer sind fast immer große Künstler im Vereinfachen.
Colin Powell

Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.
Galileo Galilei, ital. Mathematiker, Philosoph u. Physiker, 1564 - 1642

Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung.
Jean-Jacques Rousseau

Nichts in der Welt ist so ansteckend wie Gelächter und gute Laune.
Charles Dickens

Viele erkennen zu spät, dass man auf der Leiter des Erfolges einige Stufen überspringen kann. Aber immer nur beim Hinuntersteigen.
William Somerset Maugham, frz. Erzähler, Komödiendichter u. Dramatiker, 1874 - 1965

Niemand urteilt schärfer als der Ungebildete. Er kennt weder Gründe noch Gegengründe.
Anselm Feuerbach, dt. Maler, 1829 - 1880

Der Humor nimmt die Welt hin, wie sie ist, sucht sie nicht zu verbessern und zu belehren, sondern mit Weisheit zu ertragen.
Charles Dickens

Ein irrer Duft von Sommer. So könnte man das olfaktorische Rückkehrereignis überschreiben. Und bevor sich ein Leser fragt, ob der Autor dieses Blogs irre geworden ist, kann dieser beruhigt werden: Es hat alles einen tieferen Sinn; selbst der Umstand, dass im Dezember ein nordafrikanisch angehauchtes Sommergericht zubereitet wird, hat strategisch begründete Ursachen. Aber ich will auch nichts vorweg nehmen.

Wenn sich erst in einer gläsernen Schüssel frisch gegrillte Gemüse der vielfältigsten Art mit Couscous unter Anwesenheit einer zitronensaftbasierten Vinaigrette aufs trefflichste vermischen, sich noch ein Minze, Fenchelgrün und Petersilie fein gehackt dazu gesellen und das ganze auf dem Teller mit ein paar knusprig gebratenen Hühnerbruststückchen ergänzt wird, dann entflieht der Genießer aus den kalten Gefilden eines Dezembertages auf eine sommerliche Terrasse.

Was wir da alles zusammengetragen haben, gibts dann in kürze hier zu sehen. Vielleicht erkennt der geneigte Leser dann auch an  EiTV No. 10, warum die aktuelle Ausgabe so sommerlich sein musste. Außerdem gibt der Autor seiner Hoffnung oberhalb eines dadurch nicht vorhandenen Post scriptums Ausdruck, dass das Kochen und Vorführen dieses Gerichtes nicht jugendverwirrend ist.

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Manchmal erlebt man doch die eine oder andere Überraschung, die durchaus auch positiver Natur sein kann. Die große Hoffnung liegt dann darin, dass etwas, was sich als positiv herauszustellen scheint, auch bis zum Ende diese Eigenschaft behält.

Neulich fand ich in einem Supermarkt gläserne Fondware, bei der ich nach der Zutatenlistenlektüre versuchsweise ein Exemplar ergriff und käuflich erwarb. Ich zitiere: "Konzentrierte Geflügelbrühe (Wasser, Hühnerkarkassen, Geflügelfleisch, Karotten, Zwiebeln, Petersilie, schwarzer Pfeffer, Nelken, Rosmarin, Thymian, Lorbeerblätter, Pastinaken, Sellerie), Speisesalz, zucker, Sherrywein." Das klingt doch richtig gut.

Jetzt habe ich den Fond mal getestet. Also: Glas auf, Inhalt in einem Topf erhitzt, eine Handvoll Nudeln hinein geschmissen, probiert und gegessen. Lecker. Immerhin wirbt ja auch Herr Schuhbeck dafür ...

Frage: Im vorangestellten Absatz ist ein Wort zu viel. Welches? Stimmt. Es war das Wort "Lecker." Das 400-ml-Glas kostet lt. Internet irgendwas bei 2,60 € + x.  Für den Preis kriege ich auch einen Fond hin, der schmeckt aber bedeutend besser (demnächst bei EiTV, geplant als No. 11). Das Problem bei der Glasware ist nur, dass da eben nicht wirklich ein Warenwert von 7,50 €/l drin steckt. Das Glas, das Etikett und der Deckel müssen auch bezahlt werden. Darüber hinaus wollen der Hersteller, der Handel und Herr Schuhbeck einen Obolus erhalten. Da bleibt für einen guten Hühnergeschmack natürlich nichts mehr übrig, er fehlte fast vollständig, trotz des guten Ansatzes in der Zutatenliste.

Aber es fehlte auch eine wichtige Zutat. Da bleibt uns allen nur das selber kochen. Und es ist so einfach ...

Gedankensplitter, die es (bisher) noch nicht in die Langform eines Blogbeitrages geschafft haben (11/2010):

  • Die 5000-Euro-Gewinnspielfrage rund um die CSI: Miami-Folge neulich: Was trägt ein Arzt während seines Dienstes?
    a) einen Kittel
    b) eine Fahne
    Ich weiß nicht, ob das bei den allgemein bekannten Klischees über den Alkoholkonsum bei Ärzten eindeutig zu beantworten ist.
  • Grenzwertig: Ein bekanntes französisches Haushaltschemieunternehmen (Kosmetikbranche) wirbt mit Gentechnik in der Hautcreme für die Verjüngung des epidermischen Erscheinungsbildes. Essen soll man gentechnische Produkte nicht, aber ins Gesicht darf man sie sich schmieren, oder?
  • Witzige freche Werbeidee: In einem nächtlichen Werbeblock mit barbusigen 09005er-Dienstleisterinnen taucht plötzlich Bruce Darnell auf, der für seinen Handydiscounter mit dem in den Kontext passenden Satz wirbt: Ruf lieber Deine Freundin an - für 9 Cent pro Minute.

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Nein, keine Angst, es gibt ihn nicht. Wäre ja noch schöner. Zumal man ihn vermutlich auch halbjährig neu herausbringen müsste, wegen der ganzen Änderungen, Schließungen u. ä. Aber eine schöne Idee wäre es sicherlich, so einen Restaurantführer zu haben. Die Frage ist, warum beim Neubrandenburger Fremdenverkehrsverein noch keiner drauf gekommen ist. Achja, den gibt's ja auch nicht. 😉

Früher hat man immer gern mal nach Osten zum großen Bruder geguckt, um daraus zu lernen. Ganz so weit muss man heute nicht mehr sehen können. Bei unseren polnischen Nachbarn findet man manchmal auch schöne Ideen, die man abkupfern könnte (ich vermeide in dem Zusammenhang mal das klischeeverseuchte Wort klauen). ...weiterlesen "Restaurantführer Neubrandenburg"

So ein frischer Obstsalat, vielleicht noch mit einem Klecks Vanillesoße oben drauf, ist schon eine leckere Angelegenheit. Der Variantenvielfalt sind fast keine Grenzen gesetzt. Meist werden 3 Obstsorten kombiniert. Wer erinnert sich nicht an so schmackhaften Kreationen wie Erdbeer-Himbeer-Granatapfel, dreierlei Melone (Wasser, Honig, Galia), Apfel-Orange-Weintraube (oder Rosine). Wer es feiner mag, kann auch mal gelbe und rosé Grapefruit- mit Orangen- oder Pomelo-Filets vorsichtig mischen.

Unlängst versuchte ich mich auch mal wieder an einem Dreifrüchteobstsalat, der dann aber doch etwas eintönig wirkte. Ich weiß gar nicht, wieso, hatte ich doch wunderbare Früchte erworben. Aber manche passen vielleicht eben doch nicht  zusammen. Dabei war es doch eine etws exotische Mischung. Was ist nur an meinem Persimon-Scharon-Kaki-Obstsalat falsch gelaufen?